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So wird Weihnachten in Deutschland feierlich begangen

Highlights


  • Deutsche Weihnachtstraditionen beginnen mit der Adventszeit, in der Adventskranz und Adventskalender die Vorfreude steigern.

  • Der Weihnachtsbaum ist ein zentrales Symbol, das festlich geschmückt in fast jedem Wohnzimmer zu finden ist.

  • Am Heiligabend kommt die Familie zusammen, um gemeinsam zu essen und die Bescherung zu feiern.

  • Für Kinder ist die Weihnachtszeit besonders aufregend, vom Nikolaustag bis zur Übergabe der Geschenke.

  • Weihnachtsmärkte prägen die Vorweihnachtszeit in ganz Deutschland und ziehen Menschen aus aller Welt an.

  • Die Feierlichkeiten erstrecken sich über mehrere Tage, vom Advent bis zum Fest der Heiligen Drei Könige.

Christbaumschmuck

Einführung


Willkommen in der zauberhaften Welt der deutschen Weihnacht! Das Weihnachtsfest ist in Deutschland eine Zeit voller Lichterglanz, Traditionen und gemütlicher Stunden. Es ist das wichtigste Fest des Jahres, auf das sich die Menschen monatelang freuen. Von den stimmungsvollen Weihnachtsmärkten bis hin zu den festlichen Bräuchen im Kreis der Familie – Weihnachten berührt die Herzen von Jung und Alt. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die Bräuche, die dieses Fest in Deutschland so einzigartig und unvergesslich machen.


Ursprünge und Geschichte des Weihnachtsfestes in Deutschland


Die Ursprünge des Weihnachtsfestes sind tief in der Geschichte verwurzelt. Im Kern feiern Christen auf der ganzen Welt die Geburt von Jesus Christus. Doch einige Bräuche gehen auf ältere Traditionen wie die Wintersonnenwende zurück, die schon in der Antike gefeiert wurde.


Im deutschen Kulturkreis wurde das heidnische Fest der Sonnenwende von der Kirche neu interpretiert. Man legte den Geburtstag von Jesus Christus auf den 25. Dezember, um dem alten Fest eine christliche Bedeutung zu geben. So entstand das Weihnachtsfest, wie wir es heute kennen.


Historische Entwicklung der Weihnachtstraditionen


Viele der heutigen Weihnachtstraditionen haben sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Ein sehr alter Brauch ist zum Beispiel die Weihnachtskrippe, die auf Franz von Assisi zurückgeht. Er stellte im 13. Jahrhundert die Geburtsszene mit lebenden Tieren nach, um die Weihnachtsgeschichte greifbarer zu machen.


Auch Reformator Martin Luther hatte großen Einfluss. Ihm gefiel die Verehrung katholischer Heiliger nicht, weshalb er das Christkind als Gabenbringer einführte. Damit verlagerte er den Fokus der Geschenke vom Nikolaustag auf den Heiligen Abend, um die Geburt Christi in den Mittelpunkt zu rücken.


So haben sich viele verschiedene Bräuche etabliert, vom Anzünden der Kerzen am ersten Advent bis hin zum Aufstellen des Weihnachtsbaums. Diese Mischung aus christlichen Wurzeln und späteren Entwicklungen macht die deutschen Weihnachtstraditionen so vielfältig und faszinierend. Die wichtigsten Traditionen umfassen den Adventskranz, den Weihnachtsbaum, den Besuch des Weihnachtsmarktes und die Bescherung an Heiligabend.


Bedeutung von Weihnachten im deutschen Kulturkreis


Weihnachten hat in Deutschland eine immense Bedeutung, die weit über den religiösen Aspekt hinausgeht. Es ist vor allem ein Fest der Familie und der Gemeinschaft. Für viele Menschen ist es die schönste Zeit des Jahres, in der die ganze Familie zusammenkommt, um gemeinsam zu feiern und eine besinnliche Zeit zu verbringen.


An diesem besonderen Tag geht es darum, zur Ruhe zu kommen und die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen. Deutsche Familien feiern Weihnachten typischerweise sehr traditionell. Der Heiligabend beginnt oft mit den letzten Vorbereitungen, dem Schmücken des Baumes und dem Kochen des Festmahls. Später versammelt man sich zum Essen, Singen von Liedern wie „Stille Nacht“ und natürlich zur Bescherung.

Die Bedeutung liegt darin, Freude zu teilen und füreinander da zu sein. Dieses Fest stärkt den Zusammenhalt und schafft unvergessliche Erinnerungen für alle Generationen.


Die Adventszeit als Auftakt zu Weihnachten


Die Adventszeit läutet die festliche Phase des Jahres ein und steigert die Vorfreude auf Weihnachten. Sie beginnt mit dem ersten Advent, dem vierten Sonntag vor dem 25. Dezember. Diese Zeit war ursprünglich eine Phase des Fastens, hat sich aber zu einer Zeit der Besinnung und Vorbereitung gewandelt.


Jeder Sonntag im Advent hat eine besondere Bedeutung und wird oft mit dem Anzünden einer weiteren Kerze auf dem Adventskranz gefeiert. Die Adventszeit ist geprägt von vielen Ritualen, die die Wartezeit verkürzen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Adventskranz und den Adventskalender.


Der Adventskranz und sein Symbolgehalt


Einer der bekanntesten deutschen Weihnachtsbräuche ist der Adventskranz. Diese Tradition geht auf den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zurück. Im 19. Jahrhundert wollte er den Waisenkindern im „Rauhen Haus“ in Hamburg die Wartezeit auf Weihnachten veranschaulichen. Sein ursprünglicher Kranz hatte 24 Kerzen, für jeden Tag bis Heiligabend eine.


Heute besteht der Adventskranz meist aus Tannenzweigen und vier Kerzen. An jedem Sonntag der Weihnachtszeit wird eine weitere Kerze angezündet, bis am Ende alle vier leuchten. Die runde Form des Kranzes symbolisiert die Ewigkeit und das ewige Leben, das Gott den Menschen schenkt, während das Grün der Tannenzweige für Hoffnung und neues Leben steht.


Das Licht der Kerzen ist ein Symbol für Jesus Christus, der als „Licht der Welt“ in die Dunkelheit kam. Der Adventskranz ist somit nicht nur eine schöne Dekoration, sondern ein Symbol mit tiefer Bedeutung, das die Adventszeit in vielen deutschen Wohnzimmern erhellt.


Tradition des Adventskalenders in deutschen Familien


Neben dem Adventskranz ist der Adventskalender eine weitere fest etablierte Tradition, um die Tage bis Weihnachten zu zählen. Besonders für Kindern verkürzt er die aufregende Wartezeit und sorgt jeden Morgen für neue Erfahrungen und eine kleine Überraschung. Der Ursprung des Adventskalenders ist nicht eindeutig geklärt, doch er entsprang dem Wunsch, die Vorweihnachtszeit zu gliedern.


Der erste gedruckte Kalender von 1903 bestand aus Bildern zum Ausschneiden und Aufkleben. Später kamen die bekannten Türchen hinzu, hinter denen sich anfangs biblische Bilder verbargen. Schon in der ersten Adventswoche ist die Freude groß, das erste Türchen zu öffnen.


Heute gibt es Adventskalender in unzähligen Varianten. Sie enthalten nicht nur Schokolade, sondern auch kleine Geschenke wie Spielzeug, Kosmetik oder Gutscheine.


Beliebt bei Kindern sind unter anderem:

  • Kalender mit Spielzeugfiguren

  • Rätsel-Adventskalender

  • Selbstgebastelte Kalender mit persönlichen, kleinen Geschenken


Wichtige Weihnachtsbräuche in Deutschland


Deutschland ist reich an Weihnachtsbräuchen, die von Region zu Region variieren, aber alle zur festlichen Stimmung beitragen. Eine besonders beliebte Weihnachtstradition ist der Besuch des Weihnachtsmarkts, aber auch im eigenen Zuhause gibt es viele Rituale, die das Fest einzigartig machen. Jeder Brauch hat seine eigene Geschichte und Bedeutung.


Dem Deutschen Atlas der Volkskunde zufolge haben sich die Traditionen über die Jahrhunderte entwickelt und verändert. Früher war es zum Beispiel das Christkind, das die Geschenke brachte, während es heute oft der Weihnachtsmann ist. Lassen Sie uns einige dieser Bräuche genauer betrachten.


Nikolaus und seine Rolle im Dezember


Ein aufregender Tag für Kinder im Dezember ist der 6. Dezember, der Nikolaustag. Dieser Brauch geht auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück, einen Bischof aus dem 3. Jahrhundert, der für seine Großzügigkeit und Nächstenliebe bekannt war. Sein Todestag, der 6. Dezember, wird bis heute als Gedenktag gefeiert und ist einer der bekanntesten Weihnachtsbräuche in Deutschland.


Die Legenden um den Heiligen Nikolaus erzählen von seinen guten Taten. Eine bekannte Geschichte berichtet davon, wie er armen Mädchen half, indem er Gold durch ihren Kamin warf, das in ihren zum Trocknen aufgehängten Socken landete. Aus dieser Legende entstand die Tradition, dass Kinder am Abend des 5. Dezember ihre geputzten Stiefel vor die Tür stellen.


In der Nacht, so die Geschichte, kommt der Nikolaus und füllt die Stiefel der braven Kinder mit kleinen Geschenken, Nüssen, Äpfeln und Süßigkeiten. Dieser schöne Brauch sorgt jedes Jahr für leuchtende Kinderaugen und ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit.


Christkind, Weihnachtsmann & besinnliche Figuren


Neben dem Nikolaus gibt es zwei weitere wichtige Figuren, die in Deutschland die Geschenke bringen: das Christkind und der Weihnachtsmann. Die Figur des Christkinds wurde vom Reformator Martin Luther eingeführt. Er wollte den Fokus von der Heiligenverehrung der katholischen Kirche auf die Geburt Jesu lenken und verlegte die Bescherung auf Weihnachten.


Der Weihnachtsmann ist hingegen eine neuere Erfindung, die sich im 19. Jahrhundert aus der Figur des Nikolaus entwickelte. Oft wird er von seinem Begleiter Knecht Ruprecht begleitet, der unartige Kinder tadelt. Für Kinder in Deutschland ist die Frage, wer die Geschenke bringt, oft regional geprägt:


  • Das Christkind ist vor allem im Süden und Westen Deutschlands populär.

  • Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke meist im Norden und Osten.


Diese Figuren verstärken die Magie von Weihnachten und machen das Warten auf die Geschenke für Kinder zu einem unvergesslichen Erlebnis.


Festlicher Schmuck und Weihnachtsdekorationen


Sobald die Adventszeit beginnt, verwandeln sich Häuser und Wohnungen in Deutschland in festliche Winterlandschaften. Die Weihnachtsdekoration spielt eine zentrale Rolle, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Der Schmuck reicht von leuchtenden Sternen in den Fenstern bis hin zu liebevoll gestalteten Krippen.


Besonders beliebte Motive sind Engel, Sterne und natürlich der prachtvoll geschmückte Weihnachtsbaum. Jedes dieser Dekorationselemente hat seine eigene Symbolik und Geschichte, die tief in der Weihnachtstradition verwurzelt ist. Im Folgenden entdecken Sie mehr über den Weihnachtsbaum und andere beliebte Symbole.


Weihnachtsbaum: Herkunft, Aufstellen und Dekorieren


Der Weihnachtsbaum ist zweifellos das Herzstück der deutschen Weihnachtsdekoration. Seine Wurzeln liegen in heidnischen Traditionen, bei denen immergrüne Pflanzen im Winter als Symbol für Leben und Hoffnung dienten. Im 16. Jahrhundert wurde dieser Brauch mit christlichen Traditionen verknüpft und der geschmückte Tannenbaum fand Einzug in die Feierlichkeiten.


Anfangs war der Weihnachtsbaum ein Luxusgut, doch im 19. Jahrhundert verbreitete er sich auch in bürgerlichen Familien. Traditionell wurde der Baum erst am 24. Dezember aufgestellt und geschmückt, oft mit echten Kerzen, Äpfeln und Gebäck. Heute stellen viele Familien ihren Baum schon zu Beginn der Weihnachtszeit auf, um länger Freude daran zu haben und neue Erfahrungen beim gemeinsamen Schmücken zu sammeln.


Das Dekorieren ist ein wichtiges Ritual. Neben Kugeln und Lametta werden oft Lichterketten anstelle von echten Kerzen verwendet, um die Sicherheit zu erhöhen. Der festlich leuchtende Baum ist ein zentraler Treffpunkt für die Familie am Heiligen Abend.


Beliebte Symbole wie Engel, Sterne und Kugeln


Neben dem Baum sind es die kleinen Details, die die Weihnachtsdekoration perfekt machen. Sterne sind ein weitverbreitetes Symbol, das an den Stern von Bethlehem erinnert, der die Weisen aus dem Morgenland zu Jesus führte. Besonders der Herrnhuter Stern ist eine bekannte Form, die viele Fenster schmückt und für Hoffnung und Licht steht.


Auch Engel sind eine beliebte Dekoration. Sie erinnern an die himmlischen Boten, die den Hirten die frohe Botschaft von der Geburt Jesu überbrachten. Sie stehen für Frieden und die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Christbaumkugeln sind ebenfalls ein fester Bestandteil der bekanntesten deutschen Weihnachtstraditionen. Ursprünglich ersetzten sie Äpfel am Paradiesbaum und symbolisieren mit ihrer runden Form die Ewigkeit.


Diese Symbole tragen zur besinnlichen Atmosphäre bei und erzählen stumm die Weihnachtsgeschichte. Sie sind mehr als nur Schmuck; sie sind ein Teil der festlichen Magie, die die Zeit rund um die stille Nacht so besonders macht.


  • Sterne: Erinnern an den Stern von Bethlehem.

  • Engel: Symbolisieren die göttlichen Boten.

  • Kugeln: Stehen für die Ewigkeit und Harmonie.


Feierlichkeiten und Ablauf am Heiligabend


Der Heiligabend, der 24. Dezember, ist der Höhepunkt des Weihnachtsfestes in Deutschland. An diesem Tag kommt die Familie zusammen, um gemeinsam zu feiern. Während der Tag oft noch von den letzten Vorbereitungen geprägt ist, kehrt am Abend eine feierliche Ruhe ein.


Im Mittelpunkt des Abends stehen das gemeinsame Essen, das Singen von Weihnachtsliedern und natürlich die Bescherung, auf die besonders die Kinder sehnsüchtig warten. Der genaue Ablauf kann von Familie zu Familie variieren, doch einige Traditionen sind weitverbreitet. Erfahren Sie nun, wie der Tag typischerweise verläuft.


Typischer Tagesverlauf deutscher Familien


Wie feiern deutsche Familien Weihnachten typischerweise? Der Tag des Heiligabends hat oft eine feste Struktur. Morgens werden die letzten Besorgungen erledigt und das Haus für das Fest vorbereitet. Viele Familien nutzen den Vormittag auch, um gemeinsam den Weihnachtsbaum zu schmücken, falls dies noch nicht geschehen ist.


Am Nachmittag beginnt die eigentliche Feier. Die ganze Familie kommt zusammen, und oft wird bei Kaffee und Kuchen die Zeit bis zum Abend überbrückt. In vielen Regionen gehört ein einfaches Essen zu Mittag oder am frühen Abend dazu, wie Würstchen mit Kartoffelsalat. Dies hat den praktischen Grund, dass die Vorbereitungen für das große Festmahl am Abend oder am ersten Weihnachtstag nicht gestört werden.


Der Abend ist der feierlichste Teil des Tages. Nach dem gemeinsamen Essen versammeln sich alle um den Weihnachtsbaum. Es werden Geschichten vorgelesen, Lieder gesungen und schließlich die Geschenke ausgepackt. Dieser gemeinsame Abschluss des Tages schafft eine besondere Atmosphäre der Verbundenheit.


Bescherung: Zeitpunkt und Ablauf der Geschenkübergabe


Die Bescherung ist für die meisten, insbesondere für die Kindern, der aufregendste Moment an diesem besonderen Tag. In Deutschland findet die Geschenkübergabe traditionell am Abend des 24. Dezembers statt, entweder vor oder nach dem Weihnachtsessen. Früher wurden die Geschenke oft erst nach der mitternächtlichen Christmette überreicht, doch heute findet die Bescherung aus Rücksicht auf die Kinder meist am frühen Abend statt.


Weihnachtsmarkt

Wie läuft die Geschenkübergabe beim Weihnachtsfest ab? Der Ablauf ist von Familie zu Familie unterschiedlich, aber oft gibt es feste Rituale. Manchmal läutet ein kleines Glöckchen, um zu verkünden, dass das Christkind da war und die Geschenke unter dem Baum liegen. In anderen Familien übernimmt der Weihnachtsmann persönlich die Übergabe.


In vielen Familien werden die Geschenke nacheinander ausgepackt, sodass jeder die Freude des anderen miterleben kann. Der Ablauf kann folgende Elemente beinhalten:


  • Gemeinsames Singen vor der Bescherung

  • Vorlesen der Weihnachtsgeschichte

  • Würfeln um die Reihenfolge des Auspackens


Kirchgang und Singen von Weihnachtsliedern


Ein wesentlicher Bestandteil des Heiligabends ist für viele Familien der Besuch der Kirche. Am späten Nachmittag oder Abend finden in den Kirchen Krippenspiele oder Christvespern statt. Diese Gottesdienste sind oft speziell auf Familien mit Kindern ausgerichtet und erzählen die Weihnachtsgeschichte auf anschauliche Weise nach.


Das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern ist ein weiterer tief verwurzelter Brauch, der zur festlichen Stimmung beiträgt. Ob in der Kirche oder zu Hause unter dem Weihnachtsbaum, Lieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „O du fröhliche“ verbinden die Generationen und rufen die Bedeutung des Festes in Erinnerung.


Das gemeinsame Singen schafft ein Gefühl der Gemeinschaft und Besinnlichkeit. Es ist ein Moment, in dem die Zeit stillzustehen scheint und alle die besondere Atmosphäre der heiligen Nacht genießen. Diese Tradition gehört für viele untrennbar zum Ablauf des Heiligabends dazu.


Kulinarische Genüsse: Weihnachtsessen in Deutschland


Was wäre Weihnachten ohne das passende Weihnachtsessen? Die kulinarischen Genüsse sind ein zentraler Teil der Feierlichkeiten. Von herzhaften Braten bis hin zu süßen Leckereien – das Essen bringt die Familie an einem Tisch zusammen und sorgt für festliche Stimmung. Das Weihnachtsessen ist oft ein aufwendiges Festmahl, das über mehrere Stunden genossen wird.


Die Gerichte variieren je nach Region und Familientradition. Während manche Familien an Heiligabend ein einfaches Essen bevorzugen, wird an den Weihnachtstagen groß aufgetischt. Erfahren Sie mehr über traditionelle Speisen und die süßen Verführungen der Weihnachtszeit.


Traditionelle Gerichte und regionale Spezialitäten


Die Auswahl der Speisen an Weihnachten ist in Deutschland sehr vielfältig und von regionalen Spezialitäten geprägt. Während an Heiligabend oft einfache Gerichte wie Würstchen mit Kartoffelsalat serviert werden, gibt es am ersten oder zweiten Weihnachtstag meist ein opulentes Festessen. Ein klassischer Weihnachtsbraten wie Gans, Ente oder Karpfen ist in vielen Teilen des Landes typisch.


Diese traditionellen Speisen werden oft mit Rotkohl, Klößen oder Salzkartoffeln serviert. Jede Region hat dabei ihre eigenen Vorlieben und Rezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Neben dem Hauptgericht dürfen natürlich auch süße Leckereien wie gebrannte Mandeln nicht fehlen, die oft schon auf dem Weihnachtsmarkt für Vorfreude sorgen.


Hier ist eine kleine Übersicht typischer Gerichte für Weihnachten in Deutschland:

Gericht

Beschreibung

Weihnachtsgans

Ein klassischer Braten, oft gefüllt mit Äpfeln und Zwiebeln.

Karpfen Blau

Besonders in Süddeutschland eine Tradition an Heiligabend.

Würstchen mit Kartoffelsalat

Ein einfaches und beliebtes Gericht für den 24. Dezember.

Raclette oder Fondue

Moderne und gesellige Alternativen für das Festmahl.

Weihnachtsplätzchen und andere Leckereien


Zur Weihnachtszeit gehört das Naschen einfach dazu. Das Backen von Weihnachtsplätzchen ist in vielen Familien eine liebevoll gepflegte Tradition. Schon in der Adventszeit wird der Ofen angeheizt, um Klassiker wie Vanillekipferl, Zimtsterne oder Butterplätzchen zu backen. Das gemeinsame Verzieren macht besonders Kindern großen Spaß.


Eine weitere typische Leckerei ist der Lebkuchen, der seinen Ursprung in den mittelalterlichen Klöstern hat. Ob als Herzen vom Weihnachtsmarkt oder als aufwendiges Lebkuchenhaus – sein würziger Duft ist untrennbar mit Weihnachten verbunden. Auch Christstollen, ein Hefegebäck mit Rosinen und Puderzucker, darf auf keiner Kaffeetafel fehlen.


Diese süßen Köstlichkeiten sind nicht nur zum selber Naschen da, sondern eignen sich auch hervorragend als kleine Geschenke für Freunde und Familie. Zu den beliebtesten Speisen zum Naschen gehören:


  • Zimtsterne und Vanillekipferl

  • Dresdner Christstollen

  • Nürnberger Lebkuchen


Die Bedeutung der Weihnachtsmärkte


Weihnachtsmärkte sind aus der deutschen Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken. Diese beliebte Weihnachtstradition zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern aus der ganzen Welt an. Ein Weihnachtsmarkt ist mehr als nur ein Ort zum Einkaufen; er ist ein Treffpunkt, an dem man sich bei Glühwein und gebrannten Mandeln auf Weihnachten einstimmt.


Die funkelnden Lichter, der Duft von Zimt und Bratwurst und die festliche Musik schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Die Märkte sind ein wichtiger Teil der deutschen Kultur und haben eine lange Geschichte. Lassen Sie uns die Entwicklung und die regionalen Besonderheiten dieser Märkte entdecken.


Historie und Entwicklung der Weihnachtsmärkte


Die Historie der Weihnachtsmärkte reicht bis ins Spätmittelalter zurück. Ursprünglich waren es eintägige Verkaufsmessen, auf denen sich die Menschen mit Fleisch und anderen Vorräten für den Winter eindecken konnten. Handwerker wie Korbflechter, Spielzeugmacher und Zuckerbäcker boten ihre Waren an, sodass man dort auch Geschenke für die Kinder kaufen konnte.


Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieser alte Brauch weiter. Die Märkte wurden länger und das Angebot vielfältiger. Sie wurden zu einem festlichen Ereignis, das die Menschen auf die Weihnachtszeit einstimmte. Die Bedeutung der Weihnachtsmärkte liegt heute vor allem in ihrer Fähigkeit, eine besinnliche und gemeinschaftliche Atmosphäre zu schaffen.

Sie sind ein Ort der Begegnung und des Genusses, an dem Traditionen lebendig gehalten werden. Einige Märkte sind nach Heiligen benannt oder haben einen besonderen historischen Bezug, was ihre einzigartige Identität ausmacht.


Regionale Unterschiede und beliebte Märkte


Obwohl das Konzept eines Weihnachtsmarktes überall ähnlich ist, gibt es deutliche regionale Unterschiede. In verschiedenen Regionen Deutschlands haben sich einzigartige Märkte mit eigenem Charakter entwickelt. Einige sind für ihr traditionelles Handwerk bekannt, andere für ihre kulinarischen Spezialitäten oder ihre besondere Lage, etwa in einer historischen Altstadt oder vor einem Schloss.


Zu den bekanntesten und ältesten Märkten zählen der Dresdner Striezelmarkt und der Nürnberger Christkindlesmarkt. Diese ziehen jährlich Besucher aus aller Welt an und gelten als Inbegriff des deutschen Weihnachtsmarktes. Jeder Besuch an einem solchen Ort wird zu einem besonderen Tag.


Einige beliebte Märkte in Deutschland sind:


  • Nürnberger Christkindlesmarkt: Berühmt für sein Christkind und die Nürnberger Lebkuchen.

  • Dresdner Striezelmarkt: Einer der ältesten Märkte, bekannt für den Dresdner Christstollen.

  • Münchner Christkindlmarkt: Traditioneller Markt am Marienplatz mit alpenländischem Flair.


Typische Produkte und kulinarische Highlights


Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist auch eine kulinarische Entdeckungsreise. Der Duft von süßen und herzhaften Leckereien liegt in der Luft und verführt zum Probieren. Das Essen auf dem Weihnachtsmarkt ist ein fester Bestandteil des Erlebnisses. Zu den absoluten Klassikern gehören gebrannte Mandeln, deren süßer Geruch untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden ist.


Auch herzhafte Speisen wie Bratwurst im Brötchen, Reibekuchen oder Champignons mit Knoblauchsoße sind sehr beliebt. Zum Aufwärmen gibt es heißen Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kleinen. Jede Region hat auch hier ihre eigenen Spezialitäten, die es zu entdecken gilt.


Einige kulinarische Highlights, die man auf fast jedem Weihnachtsmarkt findet, sind:


  • Gebrannte Mandeln und andere geröstete Nüsse

  • Glühwein und Feuerzangenbowle

  • Bratwurst, Currywurst und andere Grillspezialitäten


Weihnachten aus Kinderperspektive


Für Kinder ist die Weihnachtszeit die magischste Zeit des Jahres. Die Wochen vor dem Fest sind gefüllt mit Vorfreude, Geheimnissen und besonderen Ritualen. Von den leuchtenden Lichtern über den Duft von Plätzchen bis hin zur Hoffnung auf Geschenke – alles ist aufregend und neu.


Die Adventszeit bietet Kindern täglich neue Erfahrungen, sei es durch das Öffnen eines Adventskalendertürchens oder das Basteln von Weihnachtsdekoration. Im Folgenden erfahren Sie, welche Besonderheiten die Festtage für Kinder bereithalten und wie sie die Zeit des Wartens erleben.


Besonderheiten für Kinder während der Festtage


Wie feiern Kinder Weihnachten in Deutschland? Für sie ist das Fest eine Aneinanderreihung aufregender Momente. Schon der Nikolaustag am 6. Dezember ist ein Highlight, wenn die Stiefel mit kleinen Geschenke und Süßigkeiten gefüllt sind. In der Adventszeit stehen oft gemeinsame Aktivitäten wie Plätzchenbacken, Basteln oder der Besuch eines Weihnachtsmarktes auf dem Programm.


Viele Kinder nehmen auch an Krippenspielen in der Schule oder in der Kirche teil, was ihnen die Weihnachtsgeschichte auf spielerische Weise näherbringt. Der Adventskalender versüßt ihnen jeden Morgen das Warten auf das große Fest.


Die gesamte Weihnachtszeit ist darauf ausgerichtet, Kindern eine unvergessliche Zeit zu bereiten. Zu den Besonderheiten gehören:


  • Das Schreiben eines Wunschzettels an das Christkind oder den Weihnachtsmann.

  • Das Öffnen der Adventskalendertürchen jeden Morgen.

  • Die Teilnahme an festlichen Aktivitäten wie Backen oder Singen.


Geschenke, Wunschzettel und Vorfreude


Ein zentraler Aspekt der kindlichen Weihnachtserfahrung ist die Vorfreude auf die Geschenke. Wochen vor dem Fest beginnen viele Kinder damit, einen Wunschzettel zu schreiben. Dieser wird entweder an das Christkind oder den Weihnachtsmann geschickt oder den Eltern übergeben, in der Hoffnung, dass die Wünsche am Heiligabend in Erfüllung gehen.


Die wachsende Aufregung und das Spekulieren darüber, welche Geschenke unter dem Baum liegen werden, sind ein wesentlicher Teil des Zaubers. Die Vorfreude ist oft genauso schön wie das Auspacken selbst und macht Weihnachten zu einem ganz besonderen Fest.


Am Heiligabend erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Wenn endlich die Bescherung beginnt und die Kinder ihre Geschenke auspacken dürfen, leuchten ihre Augen vor Glück. Diese Momente der Freude sind es, die Weihnachten für Familien so wertvoll machen.


Regionale Unterschiede beim Weihnachtsfest


Obwohl viele Weihnachtstraditionen in ganz Deutschland verbreitet sind, gibt es doch deutliche regionale Unterschiede. Je nachdem, in welchem der Bundesländer man sich befindet, können die Bräuche und Traditionen zum Feiern des Festes variieren. Diese Vielfalt macht die deutsche Weihnachtskultur besonders reich und interessant.


Die Unterschiede zeigen sich nicht nur bei den Speisen, sondern auch bei den Figuren, die die Geschenke bringen, oder bei spezifischen lokalen Bräuchen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Traditionen in Nord- und Süddeutschland sowie in verschiedenen Bundesländern.


Weihnachtsbräuche in Nord- und Süddeutschland


Die regionalen Unterschiede beim Weihnachtsfest zeigen sich deutlich im Vergleich zwischen Nord- und Süddeutschland. Diese Unterschiede sind oft historisch und konfessionell bedingt. Im traditionell eher protestantischen, evangelischen Norden ist der Weihnachtsmann die dominierende Figur, die an Heiligabend die Geschenke bringt.


In Süddeutschland, das stärker von der katholischen Kirche geprägt ist, bringt hingegen meist das Christkind die Geschenke. Auch kulinarisch gibt es Unterschiede: Während im Norden oft Fischgerichte an Heiligabend auf den Tisch kommen, sind im Süden eher deftige Speisen wie Würstchen mit Kraut verbreitet.


Auch die Weihnachtsdekoration kann variieren. Im Süden sind aufwendige Krippenlandschaften oft wichtiger als im Norden, wo der Weihnachtsbaum manchmal schlichter geschmückt wird. Diese Vielfalt zeigt, wie lebendig und wandelbar die deutschen Weihnachtstraditionen sind.


Weihnachtsfeste in verschiedenen Bundesländern


Jedes Bundesland hat seine eigenen, einzigartigen Traditionen, die das Weihnachtsfest prägen. Im Erzgebirge in Sachsen ist die Holzschnitzkunst ein zentraler Bestandteil der Weihnachtszeit. Nussknacker, Räuchermännchen und Schwibbögen aus dieser Region sind weltberühmt und schmücken unzählige Wohnzimmer.


In Bayern gibt es den Brauch des „Christbaumlobens“, bei dem man Freunde und Nachbarn besucht, um deren Weihnachtsbaum zu bewundern – und dafür mit einem Schnaps belohnt wird. Diese Traditionen zeigen die immense Vielfalt, die das Weihnachtsfest in Deutschland ausmacht.


Einige Beispiele für regionale Weihnachtstraditionen in verschiedenen Bundesländern:


  • Sachsen: Handgefertigter Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge.

  • Bayern: Das gesellige „Christbaumloben“ in der Nachbarschaft.

  • Thüringen: Berühmt für handgeblasenen Christbaumschmuck aus Glas.


Wichtige Feiertage rund um Weihnachten in Deutschland


Das Weihnachtsfest beschränkt sich in Deutschland nicht nur auf den Heiligabend. Es gibt eine ganze Reihe wichtiger Feiertage, die die Zeit rund um Weihnachten prägen. Diese Tage bieten Gelegenheit, das Fest ausgiebig im Kreis von Familie und Freunden zu feiern und zur Ruhe zu kommen.


Die Feierlichkeiten erstrecken sich vom 24. Dezember bis ins neue Jahr hinein und markieren den Höhepunkt des Winters. Lassen Sie uns einen Blick auf die wichtigsten Tage werfen, die diese besondere Zeit des Jahres ausmachen.


Heiligabend, Erster und Zweiter Weihnachtstag


Der Heiligabend am 24. Dezember ist zwar der Auftakt der Feierlichkeiten, aber in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. Dennoch ist er für die meisten der wichtigste Tag des Festes, an dem die Bescherung stattfindet. Der erste Weihnachtstag am 25. Dezember ist ein gesetzlicher Feiertag und wird oft für ein ausgiebiges Festmahl im Kreise der Familie genutzt.


Der zweite Weihnachtstag am 26. Dezember ist ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag. Dieser Tag wird häufig für Besuche bei Verwandten oder Freunden genutzt oder um einen entspannten Spaziergang zu unternehmen. Jeder dieser Tage hat seinen eigenen Charakter und trägt dazu bei, Weihnachten zu einem besonderen Tag zu machen.


Zusammen bilden diese drei Tage den Kern der Weihnachtsfeierlichkeiten. Sie bieten eine ausgedehnte Zeit für Gemeinschaft, Besinnung und Erholung, bevor der Alltag wieder beginnt.


Fest der Heiligen Drei Könige und Neujahr


Die Weihnachtszeit endet in Deutschland traditionell erst nach dem Jahreswechsel. Das Neujahrsfest am 1. Januar markiert den Beginn eines neuen Jahres und symbolisiert die Hoffnung auf ein neues Leben und einen Neuanfang. Doch der offizielle Abschluss der Weihnachtszeit ist erst ein paar Tage später.


Am 6. Januar wird das Fest der Erscheinung des Herrn gefeiert, besser bekannt als der Tag der Heiligen Drei Könige. An diesem Tag wird an die Weisen aus dem Morgenland erinnert, die dem Stern nach Bethlehem folgten, um das Jesuskind zu ehren. In einigen katholischen Regionen Deutschlands ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag.


Mit diesem Festtag klingt die Weihnachtszeit offiziell aus. Vielerorts werden an diesem Tag die Weihnachtsbäume abgeschmückt, was das Ende einer festlichen und besinnlichen Periode markiert.


Zusammenfassung


Weihnachten in Deutschland ist ein Fest voller Traditionen, Geschichten und gemeinsamer Momente. Von den festlichen Vorbereitungen in der Adventszeit bis hin zu den herzlichen Feiern am Heiligabend spiegeln die Bräuche und Rituale die kulturelle Vielfalt Deutschlands wider. Die schimmernden Weihnachtsmärkte, das Zusammensein mit der Familie und die köstlichen Speisen machen diese Zeit besonders. Jedes Element hat seine eigene Bedeutung und trägt zur magischen Atmosphäre der Feiertage bei. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Aspekte von Weihnachten in Deutschland erfahren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren oder Fragen zu stellen!


Häufige Fragen


Was sind die bekanntesten deutschen Weihnachtstraditionen?


Zu den bekanntesten deutschen Weihnachtstraditionen gehören der Adventskranz und der Adventskalender während der Adventszeit, der geschmückte Weihnachtsbaum als zentrales Symbol, der Besuch eines Weihnachtsmarktes und die Feierlichkeiten im Kreis der Familie. Auch der Nikolaustag am 6. Dezember ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit.


Wie läuft die Geschenkübergabe beim Weihnachtsfest ab?


Die Bescherung findet in Deutschland traditionell am Abend des Heiligabend statt. Nachdem die Familie gegessen und oft auch gesungen hat, werden die Geschenke ausgepackt, die unter dem Weihnachtsbaum liegen. Besonders für die Kindern ist dies der Höhepunkt des Abends und ein magischer Moment.


Welche Speisen sind typisch für Weihnachten in Deutschland?


Das typische Weihnachtsessen variiert regional. An Heiligabend gibt es oft einfache Gerichte wie Kartoffelsalat mit Würstchen. An den Weihnachtstagen wird ein festlicher Braten, meist Gans oder Ente, serviert. Zum Fest gehören außerdem süße Leckereien wie selbstgebackene Plätzchen, Lebkuchen und Christstollen.


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