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Vorsorge + Trauer

14.02.2022 08:45 Alter: 137 days

Zeitreise: Bestattungswesen damals und heute

Kategorie: Vorsorge + Trauer

Auch wenn der Kultur des Beerdigens Verstorbener unbestreitbar etwas Endliches innewohnt, so markiert doch der Zeitpunkt der ersten Bestattungen für viele Wissenschaftler den Beginn der Menschwerdung überhaupt.

Auch wenn der Kultur des Beerdigens Verstorbener unbestreitbar etwas Endliches innewohnt, so markiert doch der Zeitpunkt der ersten Bestattungen für viele Wissenschaftler den Beginn der Menschwerdung überhaupt. Während der Urmensch schon verhältnismäßig lange das Feuer und die Fertigung einfacher Werkzeuge beherrschte, so wird erst von Homo sapiens, dem "verständigen Menschen" gesprochen, als er begann, Vorstellungen eines Jenseits zu entwickeln. Doch wann nahm die Praxis des Beisetzens im Kreis der Gemeinschaft ihren Anfang und wie hat sie sich über die Zeitalter zu dem entwickelt, was sie heute ist?

 

Die ersten Menschen

 



Vor etwa 100.000 Jahren begannen die menschlichen Gemeinschaften im heutigen Israel, ihre Toten in speziell ausgehobenen Eintiefungen abzulegen und mit Erde zu bedecken. Die Wissenschaftler schließen dabei aus den Grabbeigaben in Form von Blumen und Werkzeugen, dass hier die ersten Bestattungen der Menschheitsgeschichte vollzogen wurden. Die Niederlegung von Grabbeigaben belegt dabei einen Glauben an das Leben nach dem Tod. Besonders interessant: Oft findet sich hier eine Embryonalhaltung der Verstorbenen, und ihre Körper wurden wohl mit rotem Ocker bestreut - an Erinnerung an den Zustand, in dem jeder Mensch als frischgeborener Säugling die Welt betritt.

 

Die ersten Gräberfelder

 



Als der Mensch sesshaft wurde, um Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, begann er auch mit der Anlage der ersten Gräberfelder. Bis in die sogenannte Jungsteinzeit dominierte dabei die Bestattung in seitlich liegender Körperhaltung und mit verschiedenen Grabbeigaben, die oft den Status der Person anzeigten. Ein Kuriosum findet sich dabei in den ersten Siedlungen des Nahen Ostens: Hier wurden die Angehörigen teilweise unter den Fußböden der Behausungen beigesetzt - man wollte ihnen auch nach dem Tode möglichst nahe sein.

 

Die frühen Hochkulturen

 



Eine erste Blütezeit erreichte das Bestattungswesen im Alten Ägypten. In der Zeit der Alten Reiche vor über 4000 Jahren schufen die Pharaonen samt Gefolge einen gigantischen Bestattungskult, von denen uns heute die Einbalsamierung, Sarkophage und die monumentalen Pyramiden durch zahlreiche museale Rezeptionen in Erinnerung geblieben sind. Die Alten Griechen wiederum bevorzugten als erste Hochkultur die flächendeckende Brandbestattung ihrer Verstorbenen. Auf den Augen abgelegte Münzen sollten dabei als Bezahlung für den Fährmann ins Reich der Unterwelt dienen. Die Alten Römer griffen ihrerseits gleichermaßen auf die Erd- wie auch die Brandbestattung zurück. Neu war nun die Errichtung spezieller Friedhöfe, meist als sogenannte prächtige Nekropolen nicht weit außerhalb der Städte. Sie legten so die Grundlage für die uns auch heute noch bekannten verschiedenen Bestattungsarten. Neben den unterschiedlichen Arten der Erd- und Feuerbestattung führten ihre Seeleute die auch heute wieder gebräuchlichen Seebestattungen durch.

 

Vom Mittelalter zur Neuzeit

 



Vor der Einführung des Christentums dominierte bei unseren Vorfahren die Feuerbestattung. Die Germanen legten große Gräberfelder an, bei denen den Kriegern teilweise prächtige Beigaben und Waffen mitgegeben wurden. Mit dem Christentum schließlich verschwand die Feuerbestattung für lange Zeit aus dem Brauchtum Europas. Der Glaube an die Auferweckung der Toten am letzten Tag dominierte vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit die Bestattungspraxis in Europa. Erst die Reformation und die folgende Aufklärung führte auch wieder zu der alten Vielgestaltigkeit der Bestattungsbräuche, die wir schon von den Alten Römern her kennen. Neben der üblichen Feuer- oder Erdbestattung kommt in so verschiedenen Angeboten wie See-, Wald- und Baumbeisetzungen heute auch die Individualisierung der Gesellschaft im Bestattungswesen zum Ausdruck. Denn auch in der Gegenwart ist die Frage der letzten Ruhe eines ganz sicher: eine höchst menschliche Angelegenheit.

 


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