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Vorsorge + Trauer

25.09.2008 13:44 Alter: 13 yrs

Der Ruhebaum im Wald - eine gefragte Alternative

Kategorie: Vorsorge + Trauer

Aktuelle Umfrage zeigt: Naturbestattungen werden immer beliebter   (djd/pt). Der Allerheiligen-Besuch an den Gräbern der Lieben und die übrigen Gedenktage im November lenken den Blick auf die eigene Endlichkeit und können Anlass sein, über die letzten Dinge nachzudenken. Zum Beispiel darüber, ob man selbst einmal auf einem herkömmlichen Friedhof beerdigt werden möchte. Diese mit hohen Kosten und zeitaufwendiger Grabpflege verbundene Tradition finden allerdings immer weniger Bundesbürger attraktiv. So ergab eine aktuelle Emnid-Umfrage,

Baum mit Namensschild

Begräbnisstätte inmitten der Natur: Nur ein schlichtes Namensschild am Baum erinnert daran, dass hier jemand seine letzte Ruhe gefunden hat.

dass für jeden Dritten Bestattungsalternativen denkbar sind. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, in einem Friedwald bestattet zu werden, antworteten 33 Prozent der Befragten mit Ja.

Ein erfolgreiches Konzept

Auch andere Zahlen belegen, welch hohen Beliebtheitsgrad das neuartige Konzept Naturbestattung erreicht hat: Erst vor sieben Jahren, im November 2001, wurde im Reinhardswald bei Kassel der erste Friedwald auf deutschem Boden eröffnet. Inzwischen gibt es quer durch die Republik insgesamt 26 Friedwälder - darunter ein erster unter kirchlicher Trägerschaft und allein fünf neue Areale, die 2008 an den Start gingen. Ein Erfolg, der für sich spricht und sich einer überzeugenden Grundidee mit vielen Vorzügen verdankt:
Die Asche Verstorbener wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, der in einem ausgewiesenen, von Förstern betreuten Friedwald steht. Nichts ähnelt dort einem konventionellen Friedhof. Nur schlichte Namenschilder an den Bäumen erinnern daran, dass einer oder mehrere Verstorbene hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Wer eine anonyme Bestattung möchte, kann auch auf das Schild verzichten. Zudem bietet die besondere Atmosphäre in den lichten Eichen- oder Mischwäldern, die in den schönsten Waldregionen Deutschlands liegen, individuellen Formen der Trauer viel Raum. Dass man seinen Ruhebaum schon zu Lebzeiten auswählen und besuchen kann, empfinden viele Menschen ebenfalls als tröstlich. Es gibt auch ganz praktische Vorteile: Die Bäume sind Ruhestätte für bis zu 99 Jahre. Somit entfallen Grabaufhebung oder -verlängerung, und die Grabpflege übernimmt später die Natur.

Informationen und Rat zu Themen wie Testament und Patientenverfügung

Der erste Schritt zur Baumbestattung ist die Einäscherung. Wer mehr darüber wissen möchte, findet im Friedwald-Portal in der Rubrik "Ratgeber" interessante Details, etwa, dass und warum vor der Kremierung eine zweite amtliche Leichenschau erfolgt oder wie die eindeutige Zuordnung der Asche zur richtigen Urne gewährleistet wird. Interessierte erfahren unter www.friedwald.de außerdem, wo sich der nächstgelegene Wald befindet sowie Wissenswertes rund um Baumbestattung und Trauerfeier. Und das ist längst nicht alles, denn der deutsche Naturbestattungs-Pionier zeichnet sich gegenüber anderen Anbietern durch seine vielfältigen Serviceleistungen aus. Dazu gehören beispielsweise Informationen und Rat zu so wichtigen Themen wie Testament und Patientenverfügung, aber auch spezielle Finanzierungskonzepte. Ganz neu sind zwei Angebote, die die Vorsorge für den Krankheits- und Todesfall erleichtern: der Vorsorgeordner und die Vorsorgekarte. Einmalig und nur bei Friedwald möglich ist der Baumtausch: Kann ein bereits ausgesuchter Baum wegen eines Ortswechsels nicht genutzt werden, hat man die Möglichkeit, sich in einem näher beim neuen Zuhause gelegenen Wald einfach einen neuen Baum auszusuchen.