Donnerstag, 28.10.2021

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Diagnose: Schluckstörung

Essen und Trinken haben eine wichtige soziale Komponente. Wir treffen uns zu gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, wir feiern besondere Anlässe mit einem Restaurant besuch, begegnen uns bei Volksfesten und essen zusammen. Wir beobachten Menschen beim Essen und schreiben ihnen aufgrund ihres Verhaltens häufig sogar Charakter eigenschaften zu. Wenn sich bei einer Mahlzeit jemand verschluckt, stockt das Gespräch, wir nehmen Anteil.

 

Noch vor einigen Jahren wurde Schluckbeschwerden (Dysphagien) wenig nachgegangen, wenn keine weiteren Krankheitssymptome vorlagen. Dies hat sich durch konzentrierte Forschung in den letzten Jahren grundlegend geändert. Heute wissen wir, dass Dysphagien zum einen die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zum anderen lebensbedrohliche Folgen haben können. Auch können sie das erste Symptom bei einer neurologischen Erkrankung wie zum Beispiel ALS sein. Sie werden ernst genommen und mit durchaus gutem Erfolg behandelt.

 

Der Schluckablauf


Der Schluckvorgang ist ein halbautomatisierter Prozesszum Transport von Nahrung, Flüssigkeit, Speichel und Sekret aus der Mundhöhle durch den Rachen (Pharynx) und die Speiseröhre (Ösophagus) bis zum Magen unter gleichzeitigem Schutz der tiefen Atemwege durch einen festen und zeitgerechten Verschluss des Kehlkopfes.

 


Schluckstörungen sind keine Seltenheit. Die Zahl der Betroff enen liegt bundesweit bei ca. 7 %; in klinischen Einrichtungen bei 20 % und in Pflegeeinrichtungen steigt sie gar auf 50 %. Aufgrund Multimorbidität leiden ca. 45 % der über 75-Jährigen an Schluck beschwerden (Wikipedia).

 

Vielfältige Ursachen


Die häufi gsten Ursachen sind der Schlaganfall, das Schädel-Hirn-Trauma, und neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose und Alzheimer.

 

Der Schluckablauf

Der Schluckvorgang ist ein halbautomatisierter Prozess zum Transport von Nahrung, Flüssigkeit, Speichel und Sekret aus der Mundhöhle durch den Rachen (Pharynx) und die Speiseröhre (Ösophagus) bis zum Magen unter gleichzeitigem Schutz der tiefen Atemwege durch einen festen und zeitgerechten Verschluss des Kehlkopfes. Schluckstörungen sind keine Seltenheit. Die Zahl der Betroff enen liegt bundesweit bei ca. 7 %; in klinischen Einrichtungen bei 20 % und in Pflegeeinrichtungen steigt sie gar auf 50 %. Aufgrund Multimorbiditätleiden ca. 45 % der über 75-Jährigen an Schluck beschwerden (Wikipedia).