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Tierwelt

19.09.2012 23:56 Alter: 8 yrs

Wildtiere brechen Weltrekorde

Kategorie: Schlagzeilen, Ratgeber, Bildung + Wissen, Tierwelt
Von: Herbstzeit Team

Menschliche Top-Athleten wären gegen Rothirsch, Fischotter und Co. chancenlos

Ein echter Dickkopf im Tierreich ist der Elch, denn sein bis zu 50 Kilogramm schweres Geweih schleppt er mehrere Wochen mit sich herum.

Ein echter Dickkopf im Tierreich ist der Elch, denn sein bis zu 50 Kilogramm schweres Geweih schleppt er mehrere Wochen mit sich herum.

Wildtiere brechen Weltrekorde
Menschliche Top-Athleten wären gegen Rothirsch, Fischotter und Co. chancenlos


(djd/pt). Biathlonweltmeisterschaft, Fußballeuropameisterschaft und Olympische Sommerspiele: 2012 ist aus sportlicher Sicht ein außergewöhnlich ereignisreiches Jahr. Millionen Bundesbürger fieberten vor den Fernsehschirmen und beim Public Viewing mit den Spitzensportlern in den Arenen mit.

Tierische Sprinter

Die Höchstleistungen, für die erfolgreiche Athleten tagtäglich trainieren müssen, gehören in der Tierwelt zum Alltag. "Den Wildtieren vor unserer Haustür geht es dabei allerdings nicht um Medaillen oder Urkunden, sondern ums pure Überleben", erklärt Torsten Reinald, Pressesprecher des Deutschen Jagdschutzverbands in Berlin. Mit 67 Kilometern pro Stunde lässt beispielsweise der Rothirsch den jamaikanischen Spitzensprinter Usain Bolt weit hinter sich, denn dieser erreicht an guten Tagen gerade einmal 34,5 Stundenkilometer. Selbst gegen die Silber- und Bronzegewinner im Tierreich - den Feldhasen mit durchschnittlich 65 und das Wildschwein mit 55 Stundenkilometern - hätte der Leichtathletik-Star keine Chance. Schnellster Schwimmer ist der Fischotter mit 14 Kilometern in der Stunde. Gegen den flinken Wasserbewohner hätte auch der deutsche Spitzenschwimmer Paul Biedermann das Nachsehen, denn er erzielt über 200 Meter Freistil Geschwindigkeiten von gerade einmal sieben Stundenkilometern. Mehr Informationen zu den tierischen Spitzensportlern gibt es unter www.jagdnetz.de im Internet.

Ein echter Dickkopf

Den weitesten Sprung aus dem Stand schafft der Springfrosch. Mit seiner Bestmarke von zwei Metern überwindet er immerhin das 33-fache seiner Körpergröße. Der Standweitsprung war übrigens bis 1912 noch olympisch. Der damalige Weltrekordhalter Ray Ewry aus den USA machte einen Satz von 3,21 Metern, dieser Wert entsprach lediglich dem 1,7-fachen seiner Körpergröße. Der Star unter den tierischen Gewichthebern ist der Elch, der sein bis zu 50 Kilogramm schweres Geweih mehrere Wochen mit sich herumtragen muss, während die Kraftprotze bei den Olympischen Spielen ihre Leistung maximal eine Minute unter Beweis stellen müssen. Als echter Langstreckenrekordler entpuppt sich der Knutt, ein amselgroßer Küstenvogel, der ohne Unterbrechung 4.000 Kilometer von Nordsibirien bis zum Wattenmeer fliegen kann. Auf diesem Flugmarathon verliert er allerdings auch die Hälfte seines Körpergewichts.

Der exotische Herr der Lüfte


Ein weiterer Rekordhalter ist der Sperbergeier aus Afrika. Während die meisten Vogelarten etwa 100 bis 2.000 Meter hoch fliegen, schraubt er sich auf seinem Segelflug über die Savanne bis auf eine Höhe von 11.300 Metern. Bewiesen wurde dieser Rekord im Jahr 1973, als ein Sperbergeier in exakt 11.274 Metern Höhe mit einem Passagierflugzeug auf einem Langstreckenflug kollidierte. Überraschend an solchen Höhenflügen ist, dass die Tiere mit dem dort vorhandenen knappen Sauerstoff die zum Fliegen erforderliche Muskelkraft aufbringen können.