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Montag, 25.10.2021

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Das Hochbeet


Sie möchten Salat und Gemüse früher ernten? Sich bei der Gartenarbeit nicht bücken müssen? Vielleich haben Sie aber auch einfach nur einen ungeeigneten Gartenboden Sogar auf gefliestem oder gepflastertem Untergrund kann ein Hochbeet angelegt werden. Betonboden ist nicht so ideal, da Sickerwasser nicht gut abfließen kann.

 

Foto: Amazon.de
In diesen Fällen ist ein Hochbeet die ideale Lösung. Es ist aus verschiedenen Schichten verrottbaren Materials aufgebaut. Bei der Verrottung wird Wärme frei und die Bodentemperatur erhöht sich dadurch, im Vergleich zum Flachbeet, um bis zu 5°-8°C. Das Pflanzenwachstum wird gefördert und Sie können früher ernten.

 

 

 

Wenn das Hochbeet nach ca.6 Jahren aufgrund der Verrottung zusammengesackt ist, können Sie es weiterhin als Beet nutzen, brauchen sich aber beim gärtnern nicht so zu bücken.

Es wird idealerweise kastenförmig in Nord-/Südrichtung angelegt und sinnvollerweise rechteckig. Die Einfassung kann aus naturbelassenem oder druckimprägniertem Holz (dicke Bohlen, Kantholz, Rundholz) bestehen, wobei bei druckimprägniertem Holz ein Auslaugen der Chemikalien in das Erdreich zu befürchten ist. Wird Holz verwendet, so hat sich Lärchenholz als sehr widerstandsfähig erwiesen. Ebenso geeignet sind Eiche und Robinie sowie verschiedene Tropenhölzer, die aber auf jeden Fall aus zertifizierter Forstwirtschaft stammen sollten. Platten aus Beton oder Blech könne ebenfalls verwendet werden. Optisch ansprechender sind sicherlich Seitenwände aus Naturstein oder Klinker.

Die beste Jahreszeit um ein solches Beet anzulegen ist der Herbst (man kann dann gut die anfallenden Gartenabfälle wie Baumschnitt, Altholz, Herbstlaub sowie den Grünschnitt verwenden) oder das zeitige Frühjahr. Im Grunde ist ein Hochbeet eine Art bepflanzter Komposthaufen.

Legen Sie zunächst die Grundfläche fest. Das Beet sollte 80-120 cm hoch sein, nicht breiter sein als 130 cm und mindestens 200-250 cm lang sein, damit man bei einem Erdaustausch hineinsteigen und die Komposterde bequem herausschaufeln kann.

Als nächstes muss der Boden auf der gesamten Beetfläche 25-30 cm abgetragen werden. Als nächstes schlagen oder graben Sie anschließend auf den Eckpunkten vier Holzpfosten ein.
Die Gesamte Grundfläche sollten Sie mit Maschendraht auskleiden, damit keine Wühlmäuse in das Beet eindringen können. Die Innenwände sollten Sie mit Teichfolie auskleiden, damit sie nicht direkt mit der verrottenden Füllung in Berührung kommen. Das gilt besonders für Hochbeete in Holzbauweise, aber auch bei Steinwänden ist eine Auskleidung wichtig. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit durch den Stein sickert und ihn unansehnlich macht.
 

Als unterste Schicht verwendet man Baumschnitt und Altholz. Dieses wird abgedeckt mit einer Lage umgedrehte Grassoden, die man beim Aushub beiseite gelegt hat. Im nächsten Segment verwenden Sie die etwas feineren Gartenabfälle wie abgeschnittene Stauden, Laub, Grasschnitt ect. Darauf kommt dann als letzte Schicht der reife Kompost oder ein Gemisch aus Gartenerde und Kompost.
Wenn Sie auf der Oberkante oder auf halber Höhe der Wandung eine umlaufende, nach unten abgewinkelte Kante aus Stahlblech montieren, dann ist Ihr junges Gemüse vor Schnecken geschützt.

WICHTIG:
Da das Hochbeet in den ersten Jahren sehr viel Nährstoffe enthält, sollten nur Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini angebaut werden, um Nitratanreicherungen zu vermeiden. Ab dem 3. Jahr können dann auch Schwachzehrer wie Salat und Spinat folgen.
Hoch wachsende Pflanzen sollte man in die Mitte und niedrig wachsende eher an den Rand pflanzen, was die Bearbeitung erleichtert. Reiche Erträge liefern Mischkulturen, zum Beispiel Karotten mit Zwiebeln, Gurken mit Dill, oder Bohnen mit Bohnenkraut. Die Kapuzinerkresse bringt bunte Farbtupfer ins Beet und lässt ihre dekorativen Ranken an den Wänden des Hochbeets herunterhängen.