Montag, 25.10.2021

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Barrierefreiheit

 

Wie bereits erwähnt zielt Barrierefreiheit nicht nur auf eine kleine Gruppe von Menschen und ist auch nicht gleichzusetzen mit "rollstuhlgerecht". Vielmehr wird Barrierefreiheit als Oberbegriff verwendet.

Barrieren für Seh- und Hörbehinderte, für groß- und kleinwüchsige Menschen und für Menschen mit taktilen Behinderungen sind ebenfalls einbezogen.

Diese Barrieren sind nicht immer oder nicht nur baulicher Art, können es aber sein.

Bei der Herstellung von Barrierefreiheit müssen also ganz unterschiedliche Arten von Behinderungen oder Beeinträchtigungen berücksichtigt werden.

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Die Forderung ist, dass es Menschen mit Behinderung durch Anpassungen in ihrer Umwelt möglich sein soll, so zu leben wie nicht behinderte Menschen. Das beinhaltet Zugang zu Wohnungen, Gebäuden, Verkehrsmitteln, Ausbildung, Beschäftigung, Gütern, Dienstleistungen und Informationen.

Daran sind die Lösungen zu orientieren. Allerdings können sich im Einzelfall Maßnahmen für einzelne Behinderungen gegenseitig ausschließen.
Während etwa für Blinde und Sehbehinderte leichte Bodenerhebungen zur Orientierung zweckmäßig sein können, wirken diese für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte meist als Hindernisse.

Auch hierfür sind sinnvolle Lösungen wünschenswert. (entn. Bundesamt f. Bauwesen u. Raumordnung)


Hier wird also die zuvor schon erwähnte Selbstständigkeit und Teilhabe auf alle Lebensbereiche ausgeweitet, was bedeutet:


Im Bereich der DB werden sich Niederflurfahrzeugen mit bodengleichen Einstiegen und fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen ebenso durchsetzen wie Rollstuhlgerechte Toiletten in den Wagen, ein bis zwei Rollstuhlstellplätze und ein digitales Informationssystem.

Ziel des Projektes ist es, die aktive und selbstständige Teilnahme mobilitätseingeschränkter Personen am Öffentlichen Personenverkehr zu unterstützen. Dies soll durch eine durchgängig barrierefreie Information über zugängliche Reiseketten möglich werden.

Dazu werden entsprechend den Anforderungen der Nutzergruppen angepassten Informationswege und -dienste verwendet.
Um dieses Ziel umzusetzen, haben sich Verkehrsverbünde, IT-Systemhäuser und ein Forschungsinstitut zur Behindertenhilfe zusammengeschlossen, um mit Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Nutzeranforderungen zu erforschen, Daten zu erheben und Dienste zu erproben.


Barrierefreiheit im Fernverkehr

alle Züge mit ein bis zwei Rollstuhlstellplätzen
sowie einer für RollstuhlfahrerInnen weitgehend nutzbaren
Toilettenanlage ausgestattet. Wird die Anforderung einer fahrzeuggebundenen Einstiegshilfe sowie weitere Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit für alle Behindertengruppen vorgesehen.

Dabei sollen auch Weiterentwicklungen der Hersteller von fahrzeuggebundenen
Einstiegshilfen berücksichtigt werden. Zusammen mit den bestehenden
und weiter auszubauenden Serviceelementen entlang der Reisekette
(z. B. der Reiseplanung, der Kundeninformation, der Aufenthaltsqualität, etc.)
erfolgt eine sukzessive Annäherung an die Anforderungen vom „barrierefreien
Reisen“ und damit an das „selbstbestimmte Reisen“ von behinderten Menschen.


Bei Neuanschaffungen werden weiterhin verstärkt Niederflurbusse eingesetzt,
welche ältere, nicht behindertengerechte Fahrzeuge sukzessive ablösen.

Über 70% der neuangeschafften Fahrzeuge sind mittlerweile Niederflurfahrzeuge.
Weitgehend alle Fahrzeuge sind im Innenraum mit entsprechenden Informationssystemen
ausgerüstet (Haltestellen-Innenanzeige, akustische Informationssysteme),welche seh- und hörbehinderten Menschen die Orientierung während der Fahrt ermöglichen.

Auf einigen Bahnhöfen und Haltepunkten erfolgt der Bahnsteigzugang höhengleich über öffentliche Straßen, Wege und Plätze, die die Eisenbahnstrecke als Bahnübergang kreuzen.

Im Rahmen von Neubau- und umfassenden Umbaumaßnahmen werden Bodenindikatoren am Bahnübergang im Gehwegbereich eingebaut.

Zusätzlich werden bei Fuß- und Radwegen im Zuge eines Bahnübergangs akustische Signale angeordnet.

Bei Fuß- und Radwegen, die mit einer Umlaufsperre gesichert sind, werden die Abmessungen der Umlaufsperre so gewählt, dass RollstuhlfahrerInnen sie nutzen können.

Bei der Neuanlage von Bahnsteigzugängen innerhalb der Sperrstrecke sind die Regelungen der Richtlinie 815 (Bahnübergangsvorschrift) zu beachten.