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13.10.2020 10:35 Alter: 18 days

ZWISCHEN ALMEN UND ADRIA

Kategorie: Reisen und Wandern

Bergfreunde, die eine noch weitgehend unentdeckte Alternative zu den Alpen suchen, werden etwa in Montenegro fündig.

Montenegro: kleines Land, großer Bewegungsspielraum

 

(djd). Bergfreunde, die eine noch weitgehend unentdeckte Alternative zu den Alpen suchen, werden etwa in Montenegro fündig. Im "Land der schwarzen Berge" verteilen sich auf einer Fläche, die nicht einmal so groß ist wie Schleswig-Holstein, fünf Nationalparks mit artenreichen Almwiesen, versteckten Seen, tosenden Wasserfällen, 50 Zweitausendern und der tiefsten Schlucht Europas. Gesäumt werden die Gebirgszüge im Westen von einer knapp 300 Kilometer langen Küstenlinie. Wo Almen und Adria aufeinandertreffen, etwa rund um die Bucht von Kotor, beginnt die Wandersaison aufgrund des mediterranen Klimas bereits im April.


Relaxter Natur- und Kulturgenuss


Im Frühjahr ist die Luft klar und ermöglicht weite Panoramablicke von den Höhenzügen hinunter auf die Adria und die fjordähnliche Bucht, die mit der Festungsstadt von Kotor seit 1979 zum UNESCO-Weltkultur- und -Weltnaturerbe gehört. Die "Küstentransversale" führt in rund acht Etappen durch diese reizvolle Gegend mit ihren bedeutenden Kulturdenkmälern, die man in der Nebensaison ganz entspannt erkunden kann. Der Weitwanderweg beginnt in Herceg Novi im Norden und zieht sich über 182 Kilometer bis an den südlichen Küstenabschnitt nach Bar. Zubringerwege ermöglichen, dass die Etappenabschnitte jeweils auch als Tagestouren zu bewältigen sind. Unter www.montenegro.travel findet man viel Wissenswertes über Land und Leute, zahlreiche Reiseideen sowie verschiedene Wanderbroschüren. Direktflüge gibt es von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig, Memmingen, Hannover, München, Wien und Zürich.


Mausoleum und Kloster in den Bergen


Die Küstentransversale führt auch durch den Nationalpark Lovcen, wo die Einflüsse von Berg und Meer eine artenreiche Pflanzenwelt hervorgebracht haben. Dort lassen sich ebenfalls Natur- und Kulturgenuss gut miteinander verbinden. So führt ein Weg vom Besucherzentrum auf der Hochalm Ivanova Korita (erreichbar mit dem Bus von Budva oder Bar) rund 400 Höhenmeter hinauf zum Mausoleum des Fürstbischofs und Dichters Petar II. Petrovic Njegos. Noch einsamer wandert man jedoch im Zentralgebirge. Dort erreicht man im Rahmen einer leichten Wanderung das spektakulär in eine Felswand gebaute Kloster Ostrog.