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21.09.2021 08:40 Alter: 37 days

Pflege von hochwertigen Textilien – für einen langen Halt

Kategorie: Mode und Accesoires, Ratgeber

Wenn hochwertige Textilien rasch ihre ursprüngliche Qualität einbüßen, steckt meistens ein Fehler bei der Wäschepflege dahinter. Mit einfachen Tricks bleibt die Textilqualität lange erhalten.

Wenn hochwertige Textilien rasch ihre ursprüngliche Qualität einbüßen, steckt meistens ein Fehler bei der Wäschepflege dahinter. Mit einfachen Tricks bleibt die Textilqualität lange erhalten.

 

Die Grundregeln für die Textilpflege sind bekannt: Pflegeetiketten an den Textilien geben Auskunft über die richtige Reinigung. Das Badewannensymbol zeigt die maximale Waschtemperatur an oder ob Handwäsche nötig ist. Das quadratische Symbol mit Kreis klärt auf,  ob die maschinelle Trocknung möglich ist. Um Verfärbungen zu vermeiden, dürfen nur Textilien mit gleichen oder ähnlichen Farben gemeinsam gewaschen werden. Soweit, so gut. Doch daneben sind weitere Feinheiten zu beachten.

 


Pflegeleichtes, Bunt- und Kochwäsche richtig sortieren

 

Waschprogramme sind für bestimmte Materialien optimiert. Bunt- und Kochwäsche (60 bis 95 Grad) heißen alle Textilien, die zu 100 % aus Baumwolle oder Leinen gefertigt sind. Das sind vor allem Bettwäschen sowie Hand- und Geschirrtücher. Für das Pflegeleicht-Waschprogramm von 30 bis 40 Grad eignen sich Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Mischgewebe – also beispielsweise Baumwoll- und Jeanshosen,  T-Shirts und Hemden. Hier können nun Pflegefehler passieren. Einmalig gebrauchte Handtücher oder Bettwäschen können durchaus bei 40 Grad mit dem Pflegeleicht-Programm gewaschen werden. Dann ist es wichtig, die grundsätzliche Wäschesortierung einzuhalten. Buntwäsche sollte nie zusammen mit Bekleidung gewaschen werden. Vor allem gilt das für Frottier-Handtücher. Die feinen Schlingen an den flauschigen Handtüchern können durch Reißverschlüsse an Hosen oder Jacken während des Waschens beschädigt werden.

 

 

 

Feinwäsche und Handwäsche unterscheiden

 

 

 

Feinwäsche ist für empfindliche Gewebe gedacht. Die  Spannbreite reicht von Jacken und Blazer über Röcke und Kleider bis zu feiner Unterwäsche und Synthetik-Gewebe. Zarte Textilien wie Dessous, Spitzen-BHs, Nylonstrümpfe legt man am besten in ein Waschnetz. Das minimiert die Risiken für Laufmaschen oder kleine Schäden an den Spitzen. Die Waschtemperatur sollte 30 Grad nicht überschreiten. Das Handwäsche-Programm ist vor allem für empfindliche Naturfasern gedacht. Seide und Wollpullover müssen getrennt von der Feinwäsche gewaschen werden. Das hat seinen Grund auch darin, dass beide Wäschearten unterschiedliche Waschmittel erfordern.

 

 

 

Die Befüllung der Waschmaschine

 

 

 

Die Waschprogramme arbeiten mit unterschiedlichen Reinigungstechniken. Bunt- und Kochwäsche kommt mit niedrigem Wasserstand aus. Trotzdem kann die Trommel gut befüllt werden. Das Pflegeleicht-Programm arbeitet mit einem mittleren Wasserstand und die Drehungen wechseln häufiger die Richtung. Deshalb sollte die Waschtrommel nur zur Hälfte befüllt werden. Beim Waschen von Feinwäsche ist eine niedrige Befüllung notwendig. Ein hoher Wasserstand sorgt per Einweichtechnik dafür, dass vor allem das Waschmittel die Reinigung vornimmt und kaum noch die mechanischen Vorgänge. Beim Handwäsche-Programm gilt das gleiche Prinzip.

 

 

 

Waschmittel, Weichspüler und Trockner

 


Die unterschiedlichen Gewebe und Programme erfordern unterschiedliche Waschmittel Colorwaschmittel ist für Buntwäsche optimal, Feinwäsche sollte nur mit Feinwaschmittel gewaschen werden. Es schützt Synthetikfasern am besten, während empfindliche Naturfasern wie Seide und Wolle mit einem Wollwaschmittel gereinigt werden sollten. Beachtenswert ist, dass bei der Reinigung von Frottierhandtüchern keine Weichspüler eingesetzt werden. Weichspüler legen sich als feiner Film über die Fasern und verringern bei Handtüchern die Saugfähigkeit. Speziell Frottier wird übrigens am besten im Trockner getrocknet. Dadurch bleiben die flauschigen Schlingen besonders weich und kuschelig. Das Handtuchtrocknen an der Luft und vor allem auf der Heizung führt schneller zu harten, starren Frottierschlingen. Darüber hinaus sollten nur solche Textilien in den Trockner gelegt werden, die laut Pflegeetikett tatsächlich dafür geeignet sind.