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Ratgeber

03.03.2008 09:44 Alter: 14 yrs

Studierende - Sämtliche Studienkosten sammeln und steuerlich geltend machen

Kategorie: Steuer

Aufwendungen für ein Erststudium sind seit 2004 bis zu 4 000 EUR als Sonderausgaben absetzbar. Doch dieser Steuerabzug läuft ins Leere, wenn Sie keine oder nur geringe steuerpflichtige Einkünfte haben.

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(openPR) -  Jedenfalls können die Kosten hier nicht im Wege des Verlustabzugs bis ins erste Berufsjahr vorgetragen und dann dort steuermindernd verrechnet werden.

Deutlich vorteilhafter wäre es, wenn die Studienkosten als Werbungskosten absetzbar wären (wie sie es für ein Zweitstudium oder für ein Ausbildungsdienstverhältnis sind). Zum einen gäbe es dann keine Begrenzung auf 4 000 EUR, zum anderen würden die Kosten in den Studienjahren zu negativen Einkünften führen, die per Verlustfeststellungsbescheid amtlich dokumentiert würden, dann im ersten Berufsjahr mit den positiven Einkünften verrechnet würden - und eine prächtige Steuererstattung brächten. Für die Jahre vor 2004 hat der BFH die Aufwendungen für ein Erststudium in vollem Umfang als Werbungskosten anerkannt, auch für ein Erststudium direkt im Anschluss an das Abitur (BFH-Urteil vom 26.1.2005, BStBl. 2005 II S. 349; BFH-Urteil vom 20.7.2006, BStBl. 2006 II S. 764).

Leider aber ist der Werbungskostenabzug aufgrund der neuen Gesetzesregelung seit 2004 für ein Erststudium ausgeschlossen. Und doch gibt es Hoffnung für die Jahre ab 2004:

Inzwischen liegen bereits einige Urteile von Finanzgerichten vor, in denen es um die Berücksichtigung der Kosten für ein Erststudium geht. Die Studenten begehrten den unbegrenzten Werbungskostenabzug, die Finanzgerichte gewährten jedoch nur den begrenzten Sonderausgabenabzug. Diese Entscheidungen entsprechen zwar der geltenden Gesetzeslage, widersprechen aber der bisherigen Argumentation des Bundesfinanzhofs (FG Baden-Württemberg vom 7.11.2006, EFG 2007 S. 116, Revision: VI R 79/06; FG Rheinland-Pfalz vom 20.12.2006, EFG 2007 S. 838, Revision: VI R 6/07; FG Niedersachsen vom 7.11.2006, 8 K 353/06, Revision: VI R 14/07; FG Niedersachsen vom 15.5.2007, EFG 2007 S. 1431, Revision: VI R 31/07).

STEUERRAT:
Wir empfehlen allen Studierenden, für die Jahre ab 2004 eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn sie keine Einnahmen erzielt haben. Tragen Sie in der "Anlage N" auf der Rückseite sämtliche Studienkosten (Studiengebühren, Semestergebühren, Fahrtkosten, Literatur, PC und andere Arbeitsmittel) ein. Da das Finanzamt den Werbungskostenabzug nicht akzeptieren wird, legen Sie gegen den Steuerbescheid Einspruch ein und beantragen mit Hinweis auf die Revisionsverfahren vor dem BFH das Ruhenlassen (Aktenzeichen: VI R 79/06, VI R 6/07, VI R 14/07, VI R 31/07).

HINWEIS:
An der Argumentation des Bundesfinanzhofs, dass Studienkosten im Zusammenhang mit späteren Erwerbseinnahmen stehen, hat sich durch die Gesetzesänderung zum 1.1.2004 nichts geändert. Entscheidend für den Werbungskostenabzug ist, dass die Aufwendungen in einem hinreichend konkreten Zusammenhang mit künftigen Einnahmen aus der angestrebten Tätigkeit stehen. Dies ist im Allgemeinen bei einem Studium - auch bei einem Erststudium - immer der Fall, weil damit Erwerbseinnahmen angestrebt werden. "Es kommt nicht darauf an, dass das Studium bzw. der Studiengang bereits auf eine ganz bestimmte berufliche Tätigkeit zugeschnitten ist. Der notwendige Zusammenhang fehlt nur dann, wenn 'gleichsam ins Blaue hinein' studiert wird oder ansonsten private Gründe für die Aufnahme des Studiums nicht ausgeschlossen werden können" (BFH-Urteil vom 20.7.2006, BStBl. 2006 II S. 764).

Bei Steuerportal Steuerrat24 gibt's hilfreiche Unterstützung, und zwar ein Musterschreiben für den Einspruch sowie einen erläuternden Beitrag - alles in der Rubrik "Fortbildung".

Dies ist eine aktuelle Mitteilung von www.steuerrat24.de.


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