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Ratgeber

08.05.2008 11:21 Alter: 14 yrs

Auch vor der Probefahrt: Erst prüfen, dann kaufen

Kategorie: Versicherung, Aktuell und Interessant, Regierungsbezirk Oberfranken

Mit dem Frühjahr kommt regelmäßig auch der Gebrauchtwagenmarkt in Fahrt. Der Kauf eines Gebrauchten bereitet vielen Menschen allerdings ein Gefühl der Angst.

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte ihn vorher gründlich prüfen.

(did/pt).Denn sie haben das Gefühl, die sprichwörtliche Katze im Sack zu kaufen. Dabei geht es auch um eine ganze Menge Geld, denn durchschnittlich gibt der Bundesbürger über 8.000 Euro für ein Fahrzeug mit mindestens einem Vorbesitzer aus. Eine stolze Summe, doch nur die wenigsten Käufer bereiten sich auf diese teure Investition gründlich vor.

Vor der Probefahrt: Gründlich informieren

Vor allem Internetportale bieten alle nötigen Informationen zum Vergleich von Gebrauchtwagen. Eine solche Gebrauchtwagen-Bewertung erlaubt die Kontrolle, ob die geforderten Preise überhaupt realistisch sind. Das gilt aber nicht nur bei vermeintlich überteuerten Autos. Vorsichtig sein sollten Kunden auch bei vermeintlichen Schnäppchen, die man oft vor allem im Internet findet. „Niemand würde sein Auto freiwillig unter Wert anbieten“, sagt Rainer Tischner vom Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen, „häufig ist bei solchen Angeboten etwas nicht in Ordnung“. Ist der tatsächliche Marktwert des angebotenen Fahrzeugs realistisch, sollten Gebrauchtwagenkäufer nach Möglichkeit einen Fachmann zur Besichtigung mitnehmen. „Wichtig ist es dann, vor Ort die vorgelegten Fahrzeugdokumente sofort sorgfältig zu prüfen“, sagt Rainer Tischner. Dabei sollte man stets vergleichen: Stimmen Kilometerstand, Anzahl der Vorbesitzer und Angaben über Vorschäden mit den Daten in der Annonce oder im Internet überein?

Viel Zeit und gutes Wetter

Für die Besichtigung und Probefahrt des Gebrauchten gilt es ausreichend Zeit einzuplanen. Und gutes Wetter. Denn Regen kann jeden Lackfehler, jede kleine Delle gnädig verdecken, die Entlarvung eines verdeckten Unfallschadens unmöglich machen. Doch genau darauf kommt es an. Und auf die Probefahrt. „Damit ist nicht nur ein bisschen herumrollen in der Einfahrt gemeint, sondern eine Strecke von mehreren Kilometern, wenn möglich auch mit einem Stück Autobahn,“ empfiehlt Rainer Tischner. Denn manche Defekte an Rädern, Reifen oder Stoßdämpfern offenbaren sich erst bei Geschwindigkeiten ab 110 km/h. Radio und Handy sollten während der Probefahrt ausgeschaltet werden, schließlich muss sich der Käufer am Steuer voll konzentrieren, alle Funktionen ausprobieren und Geräusche richtig einordnen. Lenkung, Kupplung und Schaltung müssen problemlos funktionieren. Auf gerader Straße darf der Wagen nicht zur Seite ziehen, auch beim Bremsen muss er sauber in der Spur bleiben.

Vorsicht Falle während der Probefahrt


Käufer und Verkäufer sollten vor der Probefahrt einige Fragen klären:


· Ist der Wagen versichert? „Käufer sollten sich nicht darauf verlassen, dass ein Gebrauchtwagen, der zum Beispiel von einem Händler angeboten wird, immer kaskoversichert ist“, sagt Rainer Tischner vom Direktversicherer Karstadt Quelle Versicherungen. Sein Rat: Auf jeden Fall nachfragen und sich die Unterlagen zeigen lassen. Das gilt besonders für Autos, die von privat an privat abgegeben werden.

· Ist der Wagen verkehrssicher? Der Käufer hat natürlich generell ein Interesse daran, dass er ein intaktes Auto kauft. „Aus rechtlicher Sicht ist es aber auch wichtig, dass bei der Probefahrt zum Beispiel TÜV und Abgasuntersuchung noch nicht abgelaufen sind“, sagt Rainer Tischner. Sonst droht ein Bußgeld. Verursacht der Probefahrer zum Beispiel aufgrund eines technischen Defekts einen Unfall, kann die Kaskoversicherung des Halters den Fahrer in Regress nehmen – zumindest zu einem Teil. Denn ein Fahrer ist dafür verantwortlich, dass ein Auto, mit dem er unterwegs ist, auch verkehrstauglich ist.

· Wer kommt für Unfallschäden bei Dritten auf? Angenommen, der Probefahrer verursacht einen Unfall: Dann zahlt die für das Fahrzeug abgeschlossene Haftpflichtversicherung die Schäden an dem anderen Auto und für eventuelle Verletzungen von Personen. Denn der Probefahrer gilt als „berechtigter“ Fahrer. Allerdings kann die Haftpflichtversicherung den Probefahrer in Regress nehmen, wenn dieser vorsätzlich gegen Verkehrsregeln verstößt.

· Vielen Verkäufern von Gebrauchtwagen ist nicht bewusst, dass sie sich vor einer Probefahrt den Führerschein des Fahrers ansehen und sich vergewissern müssen, dass dieser das Auto auch fahren darf. Sonst drohen bei einem Unfall der Entzug des Versicherungsschutzes. Besonders fatal ist auch: Wenn der "Probefahrer" das Auto stiehlt, handelt es sich oft um eine nicht versicherte Unterschlagung. "Bestehen Sie darauf, bei der Probefahrt anwesend zu sein oder lassen Sie sich notfalls ein Pfand geben", rät deshalb Rainer Tischner von den KarstadtQuelle Versicherungen.


Mängel dürfen nicht verschwiegen werden


Erst wenn die Probefahrt ohne Probleme verläuft und auch die Preisverhandlungen zu einem für Käufer wie Verkäufer gleichermaßen akzeptablen Ergebnis führen, geht es an den Kaufvertrag und ans Bezahlen. Es sollte stets ein schriftlicher Kaufvertrag abgeschlossen werden, Muster gibt es im Schreibwarenhandel oder im Internet.  Der genaue Zeitpunkt der Übergabe muss auf dem Kaufvertrag vermerkt werden.

Für den Kauf von Privat gilt: Bargeld gegen Fahrzeugbrief. Ist das Fahrzeug noch zugelassen, kann der Käufer anschließend damit nach Hause fahren. „Davon ist aber aus Sicht des Verkäufers abzuraten“, sagt Rainer Tischner vom Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen. „Denn im Schadenfall ist sein Versicherungs-Rabatt gefährdet“. Deshalb sollte das Auto immer nur abgemeldet verkauft werden. Dann gibt es auch keine Probleme wegen einer vergessenen Ummeldung.

Für neue wie gebrauchte Autos besteht im übrigen grundsätzlich Anspruch auf  Gewährleistung – der Verkäufer haftet also dafür, dass das Auto bei der Übergabe die „vereinbarte Beschaffenheit“ hat. Das Gesetz sieht eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren vor, Bei Gebrauchtwagen kann sie vertraglich gekürzt werden. Der gewerbliche Autoverkäufer muss aber mindestens ein Jahr Gewährleistung bieten, bei Verkauf von „privat zu privat“ darf hingegen die Gewährleistung vollständig ausgeschlossen werden. „Aber auch der Privatverkäufer darf Mängel nicht arglistig verschweigen“ betont Rainer Tischner. „Wenn er genau weiß, dass der Motor viel Öl verliert, muss er darauf hinweisen – sonst haftet er trotz Ausschluss der Gewährleistung.“





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