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Geschichte und Geschichten

08.06.2012 22:56 Alter: 9 yrs

Der frühe Dürer

Kategorie: Schlagzeilen, Freizeit + Hobby, Bildung + Wissen, Museen + Austellungen, Geschichte und Geschichten, Bayern, Regierungsbezirk Oberfranken
Von: Herbstzeit Team

Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg zeigt 120 Originale des Meisters

Albrecht Dürers "Haller Madonna" stammt aus den Jahren 1494/97. Sie ist eine Leihgabe der National Gallery of Art in Washington.

Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg zeigt 120 Originale des Meisters

(djd/pt). Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg präsentiert in der Zeit vom 24. Mai bis 2. September 2012 die Sonderausstellung "Der frühe Dürer". Zu sehen sind insgesamt 200 Kunstwerke, darunter etwa 120 Originale von Albrecht Dürer. Das Projektteam des Nationalmuseums stand seit über zwei Jahren mit internationalen Museen in Leihverhandlungen, um einen möglichst tiefen und auch vielfältigen Einblick in das Schaffen des Meisters zu geben. Nun kann die Stadt stolz darauf sein, die seit 40 Jahren größte Dürer-Ausstellung präsentieren zu können. Schon einen Monat vor Beginn der Ausstellung hatten sich tausend Gruppen zu Führungen angemeldet.

Erforschung des Frühwerks gefördert

Albrecht Dürer wurde am 21. Mai 1471 in Nürnberg geboren und verstarb hier nach einem schaffensreichen Leben am 6. April 1528. Seine Heimatverbundenheit dokumentiert noch heute das Albrecht-Dürer-Haus, in dem der Künstler von 1509 an lebte und arbeitete. "Dieser starke regionale Bezug ist für uns ein wichtiger Grund, die Erforschung seines Frühwerks durch das Germanische Nationalmuseum und insbesondere das Dürer-Labor, in dem Forscher das Werk wissenschaftlich untersuchen, bereits seit 2003 zu unterstützen", sagt Hans-Peter Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats des Germanischen Nationalmuseums und Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, die seit Jahren Partner des Museums und auch Förderer dieser Ausstellung ist. "Ohne die intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk wäre die Ausstellung in dieser Tiefe undenkbar gewesen", ergänzt Schmidt.

Aus aller Welt: Selbstbildnis und Haller Madonna

Unter den Leihgaben aus aller Welt findet sich auch das Selbstbildnis, das Dürer als 13-Jähriger von sich schuf und das eine Leihgabe der Albertina in Wien ist. Aus der Washingtoner "National Gallery of Art" hingegen kommt für die Zeit der Ausstellung die "Haller Madonna" nach Nürnberg, die Dürer in den Jahren 1494/97 schuf. Dieses Bild gab die Patrizierfamilie Haller von Hallerstein in Auftrag, die mit dem Künstler befreundet war.

Details aus dem Röntgenbild

(djd). Im Dürer-Labor fanden die Forscher jetzt im Rahmen von Röntgenuntersuchungen heraus, dass das älteste erhaltene Gemälde des Malers nicht ein Porträt seiner Mutter, sondern ein Bildnis seines Vaters aus dem Jahr 1490 ist. Auf dem Röntgenbild ist sogar zu erkennen, dass Dürer eigentlich vorhatte, den Hintergrund des väterlichen Bildes mit einem Fenster zu schmücken. Darauf hat er letztlich aber verzichtet.

Weitere Informationen zu der Sonderausstellung in Nürnberg gibt es unter www.nuernberger.de und unter www.gnm.de/der-fruehe-duerer nachzulesen.