Aktuelle Seite: Start
Mittwoch, 18.05.2022

icon Themenauswahl:

Empfehlung:

Bildung + Wissen

30.04.2008 13:41 Alter: 14 yrs

Such, such! Wie findet man was im Web?

Kategorie: Multimedia, Internet + PC, Regierungsbezirk Oberfranken
Suchet, so werdet ihr finden?

Suchet, so werdet ihr finden?, verheißt Jesus im Lukasevangelium. Die Freude am Finden währte jahrhundertelang. Im Internetzeitalter hat sich die uralte Problematik umgekehrt. Man findet zu viel und wird rasch am Gefundenen irre. Suchmaschinen, die eigentlich als Findemaschinen angelegt waren, sind im wahrsten Sinne des Wortes zu Suchmaschinen geworden.
Es lohnt also, eine ?Kunst des Suchens? zu entwickeln. Die einfachste Grundlage dieser Kunst besteht in der Wahl des richtigen Suchmediums. Wer z.B. einen Damenfriseur sucht, sollte keinen Mann danach fragen. Das Suchmedium ?Mann? würde bei dieser Frage nur bescheidene Ergebnisse liefern. Übertragen aufs Internet sollte man also wissen, welche Internet-Werkzeuge überhaupt welche Antworten liefern können.

Kataloge, Verzeichnisse, Unterportale

Die meisten großen Suchmaschinen stellen ?Kataloge? bzw. ?Verzeichnisse? zur Verfügung. Damit sind Themengruppierungen gemeint, in denen für ein Thema besonders geeignete Internetseiten aufgeführt sind. Bei Yahoo kann das z.B. das Verzeichnis ?Gesundheit? sein, bei Google trägt es denselben Namen, bei Web.de heißen die Verzeichnisse ?Portale?, das Thema Gesundheit trägt hier den Namen ?fit und gesund?; lycos nennt seine Verzeichnisse ?Top-Themen?. Viele Verzeichnisse sind in weitere Unterverzeichnisse gegliedert, so dass man immer genauer suchen kann.

Unabhängig von Suchmaschinen bzw. Suchmaschinen-Katalog-Kombis gibt es auch spezielle Katalog-Portale wie metafinder (www.metafinder.de ), alles klar (www.allesklar.de ), dino online (www.dino-online.de ) oder Trampelpfad (www.trampelpfad.de ), die sich ganz auf die Strukturierung und Qualifizierung von Internetseiten spezialisiert haben.
Das Gute an Verzeichnissen: Sie werden von Menschen für Menschen angelegt. Bevor eine Internetseite in ein Verzeichnis wandert, wird sie erst einmal von einem Redakteur auf ihre Brauchbarkeit hin bewertet. Das hat den Vorteil, dass Verzeichnisse selten wertlose Ergebnisse liefern, wie dies bei der Ein-Wort-Volltextsuche in einer Suchmaschine beinahe schon die Regel ist. Andererseits kann es passieren, dass ein Thema einer anderen Kategorie zugewiesen wird als man das vielleicht selbst getan hätte. In welche Unterkategorie gehört z.B. das Thema ?Fasten?: alternative Medizin, Ernährung oder Fitness?
Selbstverständlich liefert die Suche in Katalogen weniger, dafür aber bessere Ergebnisse. Als generelle Suchmaschine liefert Yahoo zum Thema Fasten z.B. 127.000 Einträge, im Verzeichnis Gesundheit hingegen nur 48. In Katalogen bzw. Verzeichnissen der Suchmaschinen sucht man deshalb am besten zu ganzen Themen oder Sachgebieten, nicht nach Detailfragen. Beispiel: Wer in Altavista nach Gandhi als Fastenkünstler sucht, findet unter den zwei Begriffen Gandhi und Fasten 398 Ergebnisse, im Verzeichnis Gesundheit dagegen kein einziges.

Ein besonderes Projekt ist das sogenannte Open Directory (http://dmoz.org/World/Deutsch). Es ist ein Web-Katalog, der ausschließlich von Internetnutzern unter Qualitätsgesichtpunkten zusammengestellt wurde und wird. Die dort versammelten Links gehören zum Besten, was das World Wide Web für den Normalsurfer zu bieten hat.

Ebenfalls ein kostenloses und sehr informatives Projekt der Internetgemeinde ist das internationale Wikipedia-Projekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite), eine allgemeine und frei verfügbare Enzyklopädie, die von Stunde zu Stunde wächst.

Vollautomatisierte Suchroboter

Im Gegensatz zu Web-Verzeichnissen begibt man sich buchstäblich in Roboterhände, sobald man auf der Hauptseite einer Suchmaschine seinen Suchtext eingibt. Der Datenbestand, aus dem man sein Ergebnis erhält, kommt folgendermaßen zustande. Eine oder mehrere Varianten einer Informationssammler-Software, mal ?Robot?, mal ?Spider?, mal ?Crawler? genannt, surft Tag und Nacht durchs Netz und schickt den zusammengetragenen, ungeordneten Datenberg an die ?Verwaltung?. Auch dabei handelt es sich um eine Software, welche die Daten strukturiert und an den Server übergibt, also an den Rechner, der letztlich die Ergebnisse ausspuckt. Je ausgefeilter diese Software programmiert ist, desto besser werden die Resultate der Suchmaschine ausfallen. Gibt man nun eine Anfrage in die Suchmaschine ein, dann wertet eine dritte Software diese Suchanfrage aus und holt sich vom Datenserver die passenden Ergebnisse.
Der einzige Mensch bei diesem Vorgang ist der Suchende, der vor seinem Bildschirm sitzt und seine Anfrage in die Suchmaschine eintippt. Da Computer bekanntlich dumm sind, versteht die Suchmaschine seine Eingabe nicht im Sinne eines Inhalts, sondern nur als bedeutungslose Zeichenkette. Das sinnvolle Kunstwort ?Fastenbrecherappetit? findet Google deshalb ebenso wenig wie das unsinnige ?Aa1bb2cc3bb2aa1?; andererseits findet die Suchmaschine für das Stichwort ?mist? alle Texte, in denen die deutsche landwirtschaftliche Bedeutung vorkommt, das Schimpfwort oder das englische Wort ?mist? für Nebel. Umso präziser und unmissverständlicher die Suchbegriffe sind, desto angemessener wird die Suchmaschine darauf reagieren.
Wer also herausfinden will, welche Bedeutung Wasser für die Gesundheit eines Diabetikers hat, darf nicht nur ?Wasser? eingeben. Die Suchmaschine wird ihm nämlich alle Internetseiten liefern, in denen Wasser vorkommt, also z.B. auch im Ausdruck ?Wasser auf die Mühlen?. Suchmaschinen verfügen deshalb über eine erweiterte Suchmöglichkeit, in der man bei seiner Suche präziser vorgehen kann. Gibt man z.B. in die erweiterte Suchfunktion von Google die Begriffe ?Wasser Diabetes? ein, erhält man statt der 4.090.000 Ergebnisse für ?Wasser? nur 49.200 Resultate, die durch die Kombination ?Wasser Gesundheit Diabetes Bedeutung? auf 4.380 reduziert werden. Nun kann man weiter eingrenzen, indem man Begriffe nennt, die nicht im Text vorkommen dürfen, also z.B. ?Landwirtschaft Rezept Kind?. Die Menge der gefundenen Seite verringert sich dadurch bereits auf 2.190 Ergebnisse usw.
Bei vielen Suchmaschinen kann man diese Einschränkungen auch direkt auf der Hauptseite eingeben. Sollen mehrere Wörter in dem gesuchten Dokument vorkommen, genügt es inzwischen meist, alle Wörter mit einer Leerstelle Abstand und ohne Komma ins Suchfenster zu schreiben. Sollen die Wörter in einer genauen Reihenfolge vorkommen, also z.B. ?dieses war der erste Streich?, dann schreibt man sie in Anführungszeichen. Am besten macht man sich die Mühe, die Anleitung für die erweiterte Suche zu lesen. So spart man sich manche vergebliche Mühe und letztlich viel Zeit.

Das tiefe Netz

So groß die Datenmenge auch auf den ersten Blick erscheint, die von Katalogen und Web-Robots geliefert wird, so klein ist sie im Vergleich zu der tatsächlich vorhandenen Masse. Eine Suchmaschine stellt bestenfalls 30 Prozent der verfügbaren Inhalte zur Verfügung. Nun kann man mit mehreren Suchmaschinen suchen, aber auch das lohnt nicht immer, denn so manche schmückt sich mit fremden Federn. Suchmaschinen sind ein wenig mit Schnorchlern zu vergleichen, die auf der Wasseroberfläche bleiben und mit ihrer Sicht auf wenige Meter Tiefe beschränkt sind. Die Tiefe des Netzes bleibt oft verborgen. Der Hauptgrund für diese Beschränktheit liegt an Daten, die im Internet nur dann verfügbar sind, wenn man konkret danach fragt, und die danach gleich wieder in einer Datenbank verschwinden. Wer sich z.B. unter www.telefonbuch.de eine Telefonnummer heraussucht, für den sind die jeweiligen Daten nur solange im Netz, bis er die Seite wieder verlässt, meist also nur für Sekunden. Ein Web-Roboter kann diese Daten deshalb in der Regel nicht finden. Professionelle Datenbanken wie genios oder GBI sind kostenpflichtig und halten gigantische zusätzliche Datenmengen bereit. Daten sind aber auch deshalb unsichtbar, weil sie durch Passworte geschützt sind, die Suchmaschinen sie aus Kosten- und Kapazitätsgründen nicht aufnehmen, weil die Internetseite fehlerhaft gebaut ist etc.
Der Zugriff auf die restlichen 70 Prozent des Netzes erweist sich meist als schwierig und kompliziert. So genannte Metasuchmaschinen helfen einem auf der ?normalen? Suchmaschinenebene weiter, indem man mit ihnen mehrere Suchmaschinen durchsuchen kann. Die deutschen Metasuchmaschinen Metaspinner (www.metaspinner.de ), Nettz.de (www.netzz.de ) und Metager (http://meta.rrzn.uni-hannover.de) durchsuchen mehrere Suchmaschinen parallel und ohne gesonderte Eingabe. In schwierigen Fällen durchsucht Metaspinner auch andere Metasuchmaschinen. Nettz.de bietet für die Bereiche Medizin/Gesundheit, PC-Zeitschriften und Familie/Kinder zusätzliche Spezialsuchmaschinen. Eine Übersicht der Metasuchmaschinen findet man unter www.metasuchmaschinen.net sowie www.klug-suchen.de . Metasuchmaschinen, die auch Datenbanken abfragen, sind z.B. www.turbo10.com oder www.bingooo.de (mit drei Nullen).




paytopsites.com
femdom-fetish.org
bdsmhub.org
onlyfootfetish.org
onlymilf.org
shemalehub.org
spankbb.org