Donnerstag, 02.12.2021

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Rezepte aus Sachsen

In Zusammenarbeit mit dem Hädecke-Verlag präsentieren wir Dir überlieferte Rezepte mit kulturhistorischen Anmerkungen. 

 

Buttermilchgötzen aus dem Erzgebirge

„Götzen“, „Getzen“, „Bambs“ – das sind Namen, die in verschiedenen sächsischen Landschaften für das verwendet werden, was man im Rheinland als „Döppekoche“ bezeichnet.

Ein wesentliches Merkmal der sächsischen Rezepte ist die Verwendung von Buttermilch.

2 kg Kartoffeln
1 l Buttermilch
2 Eier
Salz und wenig
Kümmel
2 Zwiebeln
150 g fetter Räucherspeck
in Scheiben


Kartoffeln schälen und in eine Schüssel mit Wasser reiben. Anschließend die Kartoffelmasse durch ein Leinentuch (Säckchen hat man dafür in Sachsen und Thüringen) ausdrücken. Das Wasser aus der Schüssel abgießen, den aus purer Kartoffelstärke bestehenden Bodensatz aufheben.
 
Die ausgedrückten Kartoffeln vermischen mit Buttermilch und den Eiern. Würzen mit Salz und Pfeffer sowie den ganz fein gewürfelten Zwiebeln. In einen eisernen Topf oder eine alte Eisenpfanne die Speckscheiben legen und darauf die Kartoffelmasse verteilen.

Im Backofen bei 215°C ohne zu wenden zu goldbrauner Oberflächenfarbe backen. Breit soll der Getzen sein, aber nicht zu hoch. Heiß aus der Pfanne servieren.

Meistens werden zum Verzehr die Götzenstücke mit Zucker und Zimt bestreut. Zuweilen mischt man in den Götzenteig auch noch Heidelbeeren. Heidelbeerkompott schmeckt auch nicht schlecht als Beigabe.

Hinweis: Sollte der Kartoffel-Buttermilch-Teig sehr flüssig sein, kann man etwas von der Kartoffelstärke einarbeiten.


Dieses Rezept finden Sie auf der Seite 567 "Aus Deutschlands Küchen"

ECHTE KÜCHEN-KLASSIKER

Die kulinarischen Traditionen Deutschlands in einem Band: überlieferte Rezepte mit kulturhistorischen Anmerkungen

 

Quer durch Deutschland von Schleswig-Holstein nach Bayern, vom Saarland bis nach Sachsen-Anhalt stellt Horst Scharfenberg, der Altmeister der deutschen Küchenliteratur, Originalrezepte aus allen Regionen Deutschlands vor, sorgfältig recherchiert aus alten Kochbüchern und handschriftlichen Notizen überlieferter Familientraditionen.

 

Jede Region hat ihre eigenen Gewohnheiten und Spezialitäten entwickelt: ob Thüringer Klöße, sächsischer Blechkuchen, Nürnberger Rostbratwürste, Obatzter, Braunbiersuppe, Schmorgurke, Hoppel-Poppel, Schlesisches Himmelreich, Schmant mit Glumse, Gänseschwarzsauer, Matjesfilet mit grünen Bohnen, Erbsen mit Snuten und Poten, Labskaus, Pfeffer-Potthast, Döbbekoche, Lewwerknepp, Pfitzauf und Spätzle.

 

Hier werden alle typischen Gerichte vorgestellt: von der Vorspeise über Beilagen und Hauptgerichte wie Fisch, Geflügel, Fleisch und Wild bis zu Backrezepten und Getränken. Untermalt mit alten Stichen und Abbildungen aus antiquarischen Kochbüchern und mit vielen Hintergrundinformationen über die Entstehung, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der landestypischen Spezialitäten.

 

Die Regionen:
Bayern – Hessen – Sachsen – Thüringen – Sachsen-Anhalt – Berlin und Brandenburg – Schlesien – Ostpreussen – Mecklenburg-Vorpommern – Schleswig-Holstein – Hansestädte – Niedersachsen – Westfalen – Rheinland mit der Mosel – Pfalz, Rheinhessen und Saarland – Baden – Württemberg – Rezepte aus ganz Deutschland

 


Aus Deutschlands Küchen
von Horst Scharfenberg
völlig überarb. + erweiterte Neuausg., 775 Seiten, mit 292 s/w-Illustrationen (aus alten Stichen), 145 x 215 mm, Hardcover mit  schwarz-rot-goldenem Lesebändchen
Für Deutschland: € [D] 34,–
Für Österreich: € [A]* 34,90
ISBN 978-3-7750-0415-2
Oktober 2004. WALTER HÄDECKE VERLAG, Weil der Stadt