Freitag, 02.12.2022

icon Themenauswahl:

Rezepte aus Rheinland-Pfalz

In Zusammenarbeit mit dem Hädecke-Verlag präsentieren wir Dir überlieferte Rezepte mit kulturhistorischen Anmerkungen. 

 

Eingelegte grüne Nüsse

Diese köstliche „Einmacherei“ kann man nur da herstellen, wo in deutschen Landen Nüsse reifen. Leider ist das nur in besonders klimagünstigen Landstrichen unserer Heimat der Fall.

Eine so exquisite Beilage wie die „grünen Nüsse“ herzustellen, ist ziemlich aufwendig. Entsprechend selten bekommt man sie.

1 kg unreife Walnüsse
Salz
Gut 1 kg Zucker
4 bis 5 Zimtstangen
Etwa20 Nelken
Saft und Schale von 2 ungespritzten Zitronen


Die Walnüsse müssen Ende Juni gepflückt werden, wenn sie zwar völlig entwickelt, die Schalen aber noch weich sind. Die Schalen mehrmals mit einer Nadel aus Edelstahl oder Silber durchstechen. Dazu unbedingt Handschuhe anziehen, sonst werden die Finger schwarz!

Zwei Wochen lang die Nüsse in kaltes Wasser legen, das jeden Tag gewechselt wird. Sie werden schwarz.

Abgießen, in reichlich Salzwasser schütten und knapp 5 Minuten kochen. Wieder abgießen und in kaltes Wasser legen.

Am nächsten Morgen kocht man in genügend Wasser (für die Nüsse) Zucker, Zimt, Nelken sowie Zitronensaft und Zitronenschale (ohne weiße Innenhaut) so lange, bis der Zucker nicht nur in Lösung gegangen ist, sondern zwischen zwei Fingern einen Faden bildet.

Gewürze herausfischen. Nüsse in kleinen Portionen nacheinander in die kochende Zuckerlösung gleiten lassen. Nach dem Aufkochen mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in angewärmte Einmachgläser oder auch Keramiktöpfchen legen. Saft nochmals aufkochen lassen und über die Nüsse gießen. Nach dem Abkühlen zubinden.

Nach 2 Wochen Saft wieder abgießen, etwas einkochen lassen und sofort wieder über die Nüsse gießen, die gut bedeckt sein müssen. Nach dem Abkühlen zubinden.

Nach 3 bis 4 Wochen sind die eingelegten Nüsse zum Verzehr fertig.

 

Dieses Rezept finden Sie auf der Seite 655 "Aus Deutschlands Küchen"

Bergische Kaffeetafel / Waffeln

Dies ist eine kulinarische Urvätersitte – und Urgroßmuttersitte natürlich auch –, die bis auf den heutigen Tag lebendig geblieben ist.


Und jetzt ist sie sogar noch zu einer Touristenattraktion geworden. Wer im Bergischen Land „Kaffee mit Essen“ bestellt, der bekommt eine Kanne mit ausgezeichnetem Kaffee, natürlich mit Sahne und Zucker dazu, und Rosinenplatz, Korinthenstuten, Burger Brezeln, Zwiebäcke mit Guss, Schwarzbrot, einen kleinen Butterberg, Reisbrei, Apfelkraut, Klatschkäse und knusprige, warme Waffeln.

Das nennt man schlicht und bescheiden bergische Kaffeetafel. Aus dieser gastlichen Fülle stammt das folgende alte bergische Rezept für etwa ein Dutzend Waffeln.

 

250 g Butter

4 Eier

4 Essl. Zucker

1/2 Teel. Salz

2 Essl. flüssiger Honig

500 g Mehl

1 Päckchen Vanillinzucker

1 Teel. Backpulver

Puderzucker zum Bestreuen

 

Aus allen Zutaten in der angegebenen Reihenfolge einen dickflüssigen Waffelteig mit etwas warmem Wasser anrühren; dabei Mehl mit Vanillinzucker und Backpulver vermischen.

Im gefetteten Waffeleisen goldbraune, knusprige Waffeln backen, mit Puderzucker bestreuen und möglichst warm servieren.

 

Apropos: Wussten Sie, wie man im Bergischen Land die Kaffeekanne nennt, die zur Kaffeetafel

auf den Tisch kommt? – Dröppelminna.

 

Dieses Rezept finden Sie auf der Seite 641 "Aus Deutschlands Küchen"

To top

ECHTE KÜCHEN-KLASSIKER

Die kulinarischen Traditionen Deutschlands in einem Band: überlieferte Rezepte mit kulturhistorischen Anmerkungen

 

Quer durch Deutschland von Schleswig-Holstein nach Bayern, vom Saarland bis nach Sachsen-Anhalt stellt Horst Scharfenberg, der Altmeister der deutschen Küchenliteratur, Originalrezepte aus allen Regionen Deutschlands vor, sorgfältig recherchiert aus alten Kochbüchern und handschriftlichen Notizen überlieferter Familientraditionen.

 

Jede Region hat ihre eigenen Gewohnheiten und Spezialitäten entwickelt: ob Thüringer Klöße, sächsischer Blechkuchen, Nürnberger Rostbratwürste, Obatzter, Braunbiersuppe, Schmorgurke, Hoppel-Poppel, Schlesisches Himmelreich, Schmant mit Glumse, Gänseschwarzsauer, Matjesfilet mit grünen Bohnen, Erbsen mit Snuten und Poten, Labskaus, Pfeffer-Potthast, Döbbekoche, Lewwerknepp, Pfitzauf und Spätzle.

 

Hier werden alle typischen Gerichte vorgestellt: von der Vorspeise über Beilagen und Hauptgerichte wie Fisch, Geflügel, Fleisch und Wild bis zu Backrezepten und Getränken. Untermalt mit alten Stichen und Abbildungen aus antiquarischen Kochbüchern und mit vielen Hintergrundinformationen über die Entstehung, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der landestypischen Spezialitäten.

 

Die Regionen:
Bayern – Hessen – Sachsen – Thüringen – Sachsen-Anhalt – Berlin und Brandenburg – Schlesien – Ostpreussen – Mecklenburg-Vorpommern – Schleswig-Holstein – Hansestädte – Niedersachsen – Westfalen – Rheinland mit der Mosel – Pfalz, Rheinhessen und Saarland – Baden – Württemberg – Rezepte aus ganz Deutschland

 


Aus Deutschlands Küchen
von Horst Scharfenberg
völlig überarb. + erweiterte Neuausg., 775 Seiten, mit 292 s/w-Illustrationen (aus alten Stichen), 145 x 215 mm, Hardcover mit  schwarz-rot-goldenem Lesebändchen
Für Deutschland: € [D] 34,–
Für Österreich: € [A]* 34,90
ISBN 978-3-7750-0415-2
Oktober 2004. WALTER HÄDECKE VERLAG, Weil der Stadt

 

paytopsites.com
femdom-fetish.org
bdsmhub.org
onlyfootfetish.org
onlymilf.org
shemalehub.org
spankbb.org