Mittwoch, 19.01.2022

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Deutsche Auswanderer im Wandel der Zeiten

 

Auswanderung oder Emigration beschreibt das Verlassen des Heimatlandes auf Dauer.

Die Emigranten oder Auswanderer verlassen ihre Heimat entweder freiwillig oder erzwungenermaßen aus wirtschaftlichen, religiösen oder politischen Motiven oder aus persönlichen Gründen.

Meist wandern Einzelpersonen oder einzelne Familien aus; in der Geschichte hat es aber auch die Auswanderung eines ganzen Volkes oder von großen Teilen eines Volkes gegeben.

Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts emigrierten viele Menschen aus den deutschen Staaten  unter anderem nach Osten: z.B. Ungarn, Rumänien und Russland.

Auch die Vereinigten Staaten waren im 18. Jahrhundert schon das Ziel von Religiös motivierten Emigranten, um bei der dort gewährten Religionsfreiheit (speziell in Pennsylvania) ohne Repressalien leben zu können.

Von ca.1845 – ca.1855 löste eine anhaltende Wirtschaftskrise die größte Massenemigration des 19. Jahrhunderts aus. Fast ausnahmslos war das Ziel die Vereinigten Staaten. Dort wurden weite Landstriche von den Siedlern erschlossen und besiedelt, indem man die eingeborenen Indianer bekämpfte und vertrieb. Einen zusätzlichen Anreiz zur Auswanderung bildeten die Nachrichten von Goldfunden in Kalifornien seit 1848, die den kalifornischen Goldrausch auslösten.

Zu der wirtschaftlichen  Auswandern gesellten sich um 1848 auch politische, die Auswanderwelle erreichte ihren Höhepunkt nach der gescheiterten Märzrevolution. Diese Emigranten werden bis heute als Forty-Eighters oder "Achtundvierziger" bezeichnet.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert emigrierten ganze Gruppen wegen der wirtschaftlichen Depression nach dem Ersten Weltkrieg nach Argentinien und Südbrasilien (Bundesstaat Rio Grande do Sul). Auch hier entstanden deutschsprachige Siedlungen; ein Landstrich in Südbrasilien heißt heute noch Neu-Württemberg.

Nach 1945 kehrten wiederum viele Menschen Deutschland den Rücken, z. B. nach Australien und Südamerika. Ursachen waren in erster Linie die ökonomische Perspektivlosigkeit der Nachkriegszeit.

Die Situation heute:

Laut Statistik emigrierten im Jahre 2006 18.242 Deutsche in die Schweiz, in die USA 13.200, nach Österreich 10.300, nach Großbritannien 9300, nach Polen 9.100, nach Spanien 8.100, nach Frankreich 7.500, nach Kanada 3.600, in die Niederlande 3.400 und in die Türkei 3.300. 

Insgesamt emigrierten 144.815 Deutsche, wobei aber auch sehr viele Deutsche wieder aus dem Ausland nach Deutschland zurück megrierten.
Es gibt erhebliche Unterschiede von Nord nach Süd, so findet erhöhte Auswanderung aus den nördlichen Bundesländern statt, während in Bayern die Bevölkerung kontinuierlich steigt und gebürtige Bayern selten auswandern.

 

 

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