Samstag, 16.12.2017

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Pflegewelt

Verhinderungspflege ist bezahlter Urlaub für pflegende Angehörige

Ab 2013 gibt es verbesserte Leistungen bei Verhinderungspflege


Damit die Pflege von Angehörigen zu Hause nicht zum Burn-Out führt, gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI). Mit Verhinderungspflege können Sie Ihre Krankheitsvertretung organisieren, wenn Sie wegen Krankheit oder Kur ausfallen. Vielleicht brauchen Sie auch dringend Urlaub, um sich von der anstrengenden Pflege zu erholen. Dann wird Verhinderungspflege zur Urlaubsvertretung für pflegende Angehörige.


Habe ich Anspruch auf Verhinderungspflege?

Wenn Sie einen pflegebedürftigen Angehörigen insgesamt mindestens sechs Monate in dessen häuslicher Umgebung pflegen, haben Sie pro Jahr Anspruch auf maximal 28 Tage Verhinderungspflege. Die Pflegekasse übernimmt in dieser Zeit Kosten für selbst beschaffte Pflegehilfen (Pflegedienste, eigene Pflegekräfte) bis zum gesetzlichen Maximalbetrag.


Wie hoch sind die Leistungen?

Die Pflegekasse trägt die Kosten bis zur Höhe von 1550 Euro pro Jahr. Wenn die Ersatzpflegekraft zum Haushalt gehört oder bis zum 2. Grad mit Ihnen verwandt ist, zahlt die Pflegekasse lediglich den Betrag des Pflegegeldes in Höhe der Pflegestufe.


Erhalte ich während der Verhinderungspflege weiterhin Pflegegeld?

Seit Anfang 2013 wird während der Verhinderungspflege zusätzlich das Pflegegeld zur Hälfte weiterbezahlt. Am ersten und am letzten Tag der Verhinderungspflege zahlt die Pflegekasse den vollen Satz.


Wie erhalte ich Verhinderungspflege?

Einen Antrag für Verhinderungspflege erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse.


Wer betreut meinen pflegebedürftigen Angehörigen während meiner Abwesenheit?

Bei Durchführung der Verhinderungspflege hilft Ihnen beispielsweise Toll24 gerne mit deutschsprachigen Pflegekräften. Sie versorgen Ihren pflegebedürftigen Angehörigen rund um die Uhr in der gewohnten Umgebung. Sie leisten Grundpflege, führen den Haushalt und sind rund um die Uhr da.


Gibt es zusätzliche finanzielle Hilfen?

Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenz) haben Anspruch zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI. Der Grundbetrag beläuft sich auf 100 Euro, der erhöhte Betrag auf 200 Euro. Ein Pflegedienst mit Kassenzulassung kann diese Sachleistungen während der Verhinderungspflege erbringen und zusätzlich abrechnen. Nicht in Anspruch genommene Beträge können in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Der Rechnungsbetrag der 24-Stunden-Pflege kann sich dadurch um bis zu 2400 Euro zusätzlich verringern.


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