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Samstag, 21.04.2018

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Sonderthema Mai 2008 | Mobilität

Wer möchte heutzutage auf sein Auto verzichten?

Der Individualverkehr ist nach wie vor ein großes Thema. Aber angesichts der Benzinpreis- und Klimadiskussion ist die Autoindustrie gefordert, entsprechend zu reagieren. Und sie ist dabei, ihre Hausaufgaben zu machen.

Dahingehend zeichnen sich in der Automobilbranche mehrere Zielführende Wege ab:

Motoren mit weniger Hubraum, die bei gleicher oder verbesserter Leistung weniger Kraftstoff verbrauchen und auch durch geringeren CO2 Ausstoß die Umwelt weniger belasten.

Desweiteren Fahrzeugoptimierungen, die ebenfalls den Verbrauch senken.

Der dritte Ansatzpunkt sind neue und verbesserte Motortechniken, die den Einsatz von alternativen Treibstoffen wie Bioethanol, Erdgas, Strom oder auch Wasserstoff ermöglichen. Meist werden verschiedene Einzelmaßnahmen kombiniert.


„Downsizen“

Der klare Trend im Automobilbau. Im Klartext bedeutet das: Mit hubraumkleineren Motoren, die häufiger ungedrosselt nahe ihrer Volllast betrieben werden, geringerer Spritverbrauch und weniger CO2 Ausstoß, bei möglichst gleicher oder besserer Leistung.

So kommen Vierzylinder-Maschinen, beispielsweise bei VW so genannte TSI-Motoren, bei 1,4Liter Hubraum auf eine Leistung von bis zu 170 PS. Dabei verbrauchen diese Fahrzeuge weniger als sechs Liter/100 Kilometer „Wir sind führend auf diesem Gebiet“, betont VW-Entwicklungschef Hackenberg. „Und wir haben bei den Vierzylindern noch Potenzial nach unten. Auch Opel beschreitet diesen Weg. In etwa zwei Jahren soll ein neuer Meriva-Minivan mit einem 1,4-Liter-Motor mit Turbolader auf den Markt kommen.

Auch Mercedes-Entwicklungschef Thomas Weber räumte kürzlich ein: „Wir brauchen langfristig kleinere Aggregate“ Dies sei „eindeutig eine Trendwende“. „Vermutlich“, so seine Meinung, „wird der erste Schritt, kleine Vierzylinder mit zusätzlichem Turbolader sein“.
 

 

 

Auch skizzierte Daimler 2007 eine Technik genannt DIESOTTO. Dies ist kein spezieller Motor, sondern ein Ottomotor der zeitweise zum Selbstzünder wird und wie ein Diesel arbeitet. So kommt im Forschungsfahrzeug F 700 ein 1,8- Liter Ottomotor mit 238 PS und zusätzlich einem 20 PS Hybridmodul auf einen Spritverbrauch von 5,3 l/100km, bei einer CO2 Emission von 127g/km.


Fahrzeugoptimierung

Ein weiterer Weg besteht in der Fahrzeugoptimierung.
 
Das kann ein strömungsoptimierter Kühlergrill sein, eine noch günstigere Fahrzeugform, ein Aluminium-Motorblock um nur einige Beispiele zu nennen. BMW mit seinem Konzept EfficientDynamics setzt dabei auf die Optimierung mehrerer Einzelkomponenten. Zum einen eine Motorenoptimierung sowohl beim Diesel-, als auch bei dem Benzinmotor.

Die nächste Komponente ist eine Auto Start Stop Funktion, bei dem der Motor im Stand beim Auskuppeln automatisch abgeschaltet und beim Anfahren durch das Betätigen der Kupplung wieder gestartet wird.

Mit der Brake Energy Regeneration wird, sobald man vom Gas geht oder bremst, Bewegungsenergie zurückgewonnen und in die Batterie gespeist.

Auch die Lenkung wird durch einen Elektromotor unterstützt, damit die Hydraulik entlastet, was im Ergebnis ebenfalls zu einer Kraftstoffersparnis führt.

Im Bereich des Kühlers verbessern vorgeschaltete steuerbare Klappen die Aerodynamik.
Eine Schaltpunktanzeige zeigt den jeweils effizientesten Gang an und rollwiederstandsreduzierte Reifen sorgen ihrerseits nochmals für Energieeinsparung. Ähnliches hat auch Mercedes mit Blue Efficiency umgesetzt.

Es sind im Einzelnen möglicherweise keine bahnbrechenden Neuerungen, aber in der Summe führen sie doch zu einer deutlichen Einsparung.


Motorentechnik

Der ständige Anstieg der Benzinpreise und der dadurch immer größer werdende Druck durch die Verbraucher und nicht zuletzt auch der Klimaschutz als ständiges Thema haben dazu geführt, dass auch die Entwicklung alternativer Motortechniken immer weiter vorangetrieben wird.

Wir haben uns ein wenig auf dem Markt umgeschaut und dabei folgende Entwicklungen beobachten können:

Häufig kommt mittlerweile die Hybridtechnik zum Einsatz. Dies ist eine Kombination aus Diesel- oder Ottomotor und einem Elektromotor. In Kombination kann man aus beiden Techniken jeweils die Vorteile nutzen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Auch Kombinationen aus Erdgas- und Benzinmotoren werden angeboten. VW bietet beispielsweise mit seinem Golf EcoFuel ein Fahrzeug an, dass primär mit Erdgas betrieben werden kann. Auch an der Brennstoffzellentechnologie wird in Wolfsburg gearbeitet. Bis diese Technologie aber die serienreif ist, setzt Volkswagen im Rahmen seiner Kraftstoffstrategie auch auf den synthetischen Bio-Kraftstoff SunFuel.


Aber bei allen technischen Innovationen darf man den Einfluss des Fahrers nicht unterschätzen.

Bei vernünftiger Fahrweise lässt sich nach wie vor erheblich Kraftstoff einsparen.



www.tag-der-verkehrssicherheit.de


Spiegel Berichte zur CO2-Thematik


www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,547716,00.html

10 Spritspartips


www.vcd-bayern.de/texte/Benzinsparen.pdf


 
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