Freitag, 25.05.2012

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Diagnose: Schluckstörung

Essen und Trinken haben eine wichtige soziale Komponente. Wir treffen uns zu gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, wir feiern besondere Anlässe mit einem Restaurant besuch, begegnen uns bei Volksfesten und essen zusammen. Wir beobachten Menschen beim Essen und schreiben ihnen aufgrund ihres Verhaltens häufig sogar Charakter eigenschaften zu. Wenn sich bei einer Mahlzeit jemand verschluckt, stockt das Gespräch, wir nehmen Anteil.

 

Noch vor einigen Jahren wurde Schluckbeschwerden (Dysphagien) wenig nachgegangen, wenn keine weiteren Krankheitssymptome vorlagen. Dies hat sich durch konzentrierte Forschung in den letzten Jahren grundlegend geändert. Heute wissen wir, dass Dysphagien zum einen die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zum anderen lebensbedrohliche Folgen haben können. Auch können sie das erste Symptom bei einer neurologischen Erkrankung wie zum Beispiel ALS sein. Sie werden ernst genommen und mit durchaus gutem Erfolg behandelt.

 

Der Schluckablauf


Der Schluckvorgang ist ein halbautomatisierter Prozesszum Transport von Nahrung, Flüssigkeit, Speichel und Sekret aus der Mundhöhle durch den Rachen (Pharynx) und die Speiseröhre (Ösophagus) bis zum Magen unter gleichzeitigem Schutz der tiefen Atemwege durch einen festen und zeitgerechten Verschluss des Kehlkopfes.

 


Schluckstörungen sind keine Seltenheit. Die Zahl der Betroff enen liegt bundesweit bei ca. 7 %; in klinischen Einrichtungen bei 20 % und in Pflegeeinrichtungen steigt sie gar auf 50 %. Aufgrund Multimorbidität leiden ca. 45 % der über 75-Jährigen an Schluck beschwerden (Wikipedia).

 

Vielfältige Ursachen


Die häufi gsten Ursachen sind der Schlaganfall, das Schädel-Hirn-Trauma, und neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose und Alzheimer.

 

Der Schluckablauf

Der Schluckvorgang ist ein halbautomatisierter Prozess zum Transport von Nahrung, Flüssigkeit, Speichel und Sekret aus der Mundhöhle durch den Rachen (Pharynx) und die Speiseröhre (Ösophagus) bis zum Magen unter gleichzeitigem Schutz der tiefen Atemwege durch einen festen und zeitgerechten Verschluss des Kehlkopfes. Schluckstörungen sind keine Seltenheit. Die Zahl der Betroff enen liegt bundesweit bei ca. 7 %; in klinischen Einrichtungen bei 20 % und in Pflegeeinrichtungen steigt sie gar auf 50 %. Aufgrund Multimorbiditätleiden ca. 45 % der über 75-Jährigen an Schluck beschwerden (Wikipedia).

 

Vielfältige Ursachen

Die häufigsten Ursachen sind der Schlaganfall, das Schädel-Hirn-Trauma, und neurologische Erkrankungen wie zum Beispiel Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose und Alzheimer. Nicht neurologische Ursachen für Schluckstörungen können Verletzungen, Entzündungen oder Tumore in Mundraum, Rachen oder Speiseröhre sein. Aber auch ebenwirkungen von Medikamenten oder Probleme mit Kiefer oder Zähnen wie zum Beispiel schlecht sitzende Prothesen, können zu Schluckproblemen führen. Ebenso können psychische Ursachen Schluckstörungen hervorrufen.

Probleme, die beim Schlucken auftreten können:

• Die geschluckte Substanz (Nahrung oder Sekret) verfolgt den falschen Weg, es kommt zum Eintritt in die Nase oder den Kehlkopf, es kommt zur Aspiration (Eintritt der geschluckten Substanz in die Lunge).
• Der Transport ist unvollständig, es bleiben Reste im Mundraum und oberhalb des Kehlkopfes.
• Die geschluckte Substanz fl ießt aus dem Magen oder aus der Speiseröhre wieder zurück in den Hals- oder Mundraum.


Folgen von Schluckstörung

• Lungenentzündung
(Aspirationspneumonie)

• Unter-/Fehlernährung

• Psychische Belastung

• Nahrungsverweigerung

Videofluoroskopie:
Der Schluck, als dunkler
Körper sichtbar, rinnt
die Kehle hinab