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Schwester Petras Pflegetipps bei Diabetes mellitus
Übergewicht abbauen
Mit zunehmendem Übergewicht steigt das Risiko, hauptsächlich an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken. Durch körperliche Betätigungen, zum Beispiel Gymnastik, Nordic Walking oder auch Gartenarbeit kann ein bestehendes Übergewicht reduziert und die tägliche Insulinmenge verringert werden. Wenn möglich, den Sport in der Gruppe ausführen, und die anderen Teilnehmer darüber informieren, dass man zuckerkrank ist.
Gut eingestellter Blutdruck
Es gibt Menschen, die familiär mit einem hohen Blutdruck belastetet sind. Regelmäßige Blutdruckkontrollen und eine individuelle Medikation sind angebracht.
Vorbeugung von Infekten
Jeder Infekt verschlechtert die Stoffwechsellage (zum Beispiel Grippe oder auch Harnwegsinfekte). Hohe Blutzuckerwerte fördern die Entstehung von Infekten.
Gefährdung durch Medikamente
Cortison und auch harntreibende Tabletten können das Auftreten eines Diabetes mellitus begünstigen. Der behandelnde Arzt muss die aktuelle Medikation überwachen und gegebenenfalls eine Änderung dieser durchführen.
Diabetes mellitus akzeptieren
Für Betroffene ist es wichtig, zu lernen, mit ihrer Krankheit zu leben. Günstig ist es, sich in Diabetikerschulungen und Fachzeitungen zu informieren. Vielen Diabetikern hilft auch der Besuch von Selbsthilfegruppen, z.?B. im Erfahrungsaustausch.
Richtige und ausgewogene Ernährung
Die richtige Kostform mit den Grundnährstoffen Kohlehydrate, Fett und Eiweiß trägt zum guten Wohlbefinden des Einzelnen bei. Sie sollte, wenn möglich, auch eingehalten werden. Über den Tag verteilt sollte der Diabetiker fünf bis sechs Mahlzeiten zu sich nehmen.
Unterzuckerung vermeiden
Besonders bei älteren und hilflosen Menschen kann der Blutzucker stark absinken. Sehr viele Menschen, die regelmäßig Insulin spritzen, haben schon wiederholt Unterzuckerungen erlebt. Betroffene sollten nie ohne Traubenzucker aus dem Haus gehen und einen Diabetikerausweis dabei haben. Bei Bedarf sollten mindestens vier Plättchen Traubenzucker gegessen werden.
Regelmäßige Selbstkontrollen
Mit bestimmten Teststreifen kann eine Kontrolle über den Harn durchgeführt werden. Weiterhin gibt es eine große Auswahl an Blutzuckermessgeräten, zum Beispiel auch für Sehbehinderte. Der Patient sollte gut beraten und eingewiesen werden.
Dokumentation der Werte
Die gemessenen Werte (Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht) sollen protokolliert werden und dem behandelnden Arzt gezeigt werden.
Fußpflege bei Diabetes
Der Betroffene sollte tägliche Kontrollen seiner Füße durchführen. Die Füße neigen zu Durchblutungsstörungen, die zu weitreichenden Komplikationen führen können. Im Laufe der Zeit kann sich aus einer kleinen Verletzung, die der Diabetiker nicht bemerkt, ein „diabetischer Fuß“ entwickeln. Im schlimmsten Fall muss der Fuß amputiert werden. Bei Gefühlsstörungen besteht die Möglichkeit, dass der Diabetiker Verletzungen nicht bemerkt. Bei allen Veränderungen sowie zur Fußnagelpflege sollte der Diabetiker zu einer qualifizierten Fußpflegerin (Podologin) gehen.
Geeignetes Schuhwerk
Die Schuhe sollten bequem und nicht zu eng sein. Der Innenschuh sollte keine Nähte aufweisen, die drücken oder reiben könnten. An problematischen Stellen kann der Orthopädiemechaniker mit druckentlastenden Einlagen arbeiten.
Schulungsprogramme
Den Diabetes behandeln kann eigentlich nur der Erkrankte selbst. Dazu braucht er spezielle Schulung und Anleitung. Damit diese Schulungen auch von Älteren angenommen werden, wurden auf sie ausgerichtete Kurse entwickelt.
Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen
Diabetes kann zur Blindheit führen. Der Deutsche Diabetiker Bund kann auf Anfragen Adressen von Augenärzten nennen, die sich mit dieser Erkrankung besonders gut auskennen.
Diabetische Nierenerkrankung
Ist der Diabetiker schon einige Jahre erkrankt, besteht die Gefahr, dass sich auch die Nieren krankhaft verändern. Regelmäßige Untersuchungen bei einem Nierenspezialisten, der eine zusätzliche Qualifikation für den Diabetes mellitus hat, sind unerlässlich.
Ernährung, Insulin und Muskelarbeit
stellen die drei wichtigsten Punkte in der Behandlung des Diabetes dar.
