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Tierwelt
1x1 für Miezi: Tierisch wirksame Erziehung
Kategorie: Ratgeber, TierweltGeduld, Konsequenz und ständige Wachsamkeit
Geduld, Konsequenz und ständige Wachsamkeit – das braucht der
Mensch, wenn er seiner Samtpfote das kleine Einmaleins eines
gedeihlichen Zusammenlebens beibringen will. Klingt ganz schön
anstrengend! Dabei funktioniert Erziehung bei der Katze fast genauso
wie beim Hund:
„Katzen reagieren durchaus positiv auf das Mittel der positiven
Verstärkung. Das bedeutet, macht meine Katze etwas richtig, lobe ich
sie oder gebe ihr sogar Leckerli. Große Verbots- und Strafaktionen
sind dafür tabu. Denn Strafen untergraben das Vertrauen“, weiß
die Hamburger Tierpsychologin Christine Hauschild, Spezialistin für
Katzenverhalten (www.mobile-katzenschule.de).
Wie aber bringt man einer Katze ohne Strafen bei, sich „wohlerzogen“
zu benehmen? Beispielsweise Kratzorgien an Möbeln zu unterlassen
oder sich von bestimmten Plätzen fernzuhalten? „Katzenhalter
sollten nicht so sehr darüber nachdenken, was die Katze lassen
soll, sondern was sie tun kann.“ Und dann das „richtige“ Verhalten
belohnen:
• Macht die Katze Anstalten, den Kratzbaum oder eine ihr zur
Verfügung gestellte Wetzgelegenheit zu benutzen, ist ein Lob fällig
oder eine Spielrunde mit dem Lieblingsspielzeug.
• Stürzt sie sich trotzdem mit Vorliebe aufs Sofa, verhängt man
die Kratzstelle eine Weile (z. B. mit einer Decke) und stellt in
unmittelbarer Nähe eine „legale“ Wetzgelegenheit auf.
• Damit die Samtpfote bestimmte Orte in Ruhe lässt, wie zum
Beispiel das Bett oder den Wickeltisch des Kindes, bietet man ihr
Alternativen an. Und macht ihr bestehende Lieblingsplätze, wie
den Beobachtungsposten auf der Fensterbank, mit einer Decke
besonders angenehm.
Übrigens: Beim Spielen sollten von Anfang an immer Spielangeln
oder Stäbe benutzt werden. Wird das Tier zu ruppig, unterbricht man
das Spiel für ein paar Sekunden – und macht weiter, wenn sich die
Katze beruhigt hat.

