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10.05.2017 06:58 Alter: 162 days

ZUR NOT BREMST DAS AUTO SELBST

Beitrag vorlesen Kategorie: Auto und Motorad, Ratgeber

Wenn es drauf ankommt, bremsen bereits viele Neufahrzeuge in Deutschland automatisch. Das ist das Ergebnis einer Bosch-Auswertung auf Basis der Zulassungsstatistik 2015.

Bis zu 72 Prozent weniger Auffahrunfälle mit Personenschaden möglich

(djd). Wenn es drauf ankommt, bremsen bereits viele Neufahrzeuge in Deutschland automatisch. Das ist das Ergebnis einer Bosch-Auswertung auf Basis der Zulassungsstatistik 2015. Demnach hat bereits jeder vierte neu zugelassene Pkw ein automatisches Notbremssystem an Bord, um Unfälle zu vermeiden und gegebenenfalls ein Auto im Notfall bis zum Stillstand abzubremsen. Auch die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung ACC erfreut sich unter Autokäufern großer Beliebtheit. 2015 kommt sie bereits in elf Prozent der Neufahrzeuge zum Einsatz. Parkassistenzsysteme - angefangen bei Parkpiepsern bis zum Park-Lenkassistent - erleichtern sogar in jedem zweiten in Deutschland neu zugelassenen Auto das Einparken.

Erst Warnung, dann Notbremsung

Vor allem automatische Notbremssysteme sind wirkungsvolle Helfer beim Autofahren. Sie überwachen mit einem Radar- und/oder Videosensor den Bereich vor einem Fahrzeug. Nähert es sich einem Hindernis in der eigenen Fahrspur kritisch an, wird der Fahrer gewarnt. Reagiert er darauf nicht, erfolgt automatisch eine Notbremsung. Die Zahlen sprechen für sich: Hätten alle Fahrzeuge ein automatisches Notbremssystem an Bord, könnten laut Bosch-Unfallforschung allein in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden. Ein Grund für die zunehmende Verbreitung von automatischen Notbremssystemen ist auch das angepasste Bewertungsschema von EuroNCAP. Um in Fahrzeugtests der Verbraucherschutzorganisation die Bestnote von fünf Sternen zu erreichen, ist ein solcher Assistent Voraussetzung.

Akzeptanz für automatisiertes Fahren wächst

Auch weitere Fahrerassistenzsysteme steigen laut Auswertung in der Gunst der Autokäufer: 16 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Pkw überwachen Spurwechsel oder halten selbstständig die Spur - und in elf Prozent der Neufahrzeuge ist eine kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung vorhanden.

"Fahrerassistenzsysteme sind in immer mehr Autos vorhanden und ebnen damit den Weg zum automatisierten Fahren", sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control. "Je vertrauter die Autofahrer mit Fahrerassistenzsystemen sind, desto mehr wächst die Akzeptanz für automatisiertes Fahren."