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Schlagzeilen

14.02.2020 05:31 Alter: 5 days

VIELE FRAGEN OFFEN

Kategorie: Reisen und Wandern

Diese Meldung sorgte im September 2019 für Schlagzeilen: Thomas Cook, der britische Reiseveranstalter, ist pleite. In der Folge stellte auch die deutsche Tochter Thomas Cook GmbH für sich

Thomas Cook und Co.: Geht ein Reiseveranstalter pleite, ist guter Rat wichtig

(djd). Diese Meldung sorgte im September 2019 für Schlagzeilen: Thomas Cook, der britische Reiseveranstalter, ist pleite. In der Folge stellte auch die deutsche Tochter Thomas Cook GmbH für sich und zwei ihrer Tochtergesellschaften Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Hunderte Beschäftigte verloren von einem auf den anderen Tag ihren Job, zumindest einige Unternehmensteile konnten verkauft werden. Zudem waren die Informationen für betroffene Reisende zunächst sehr dürftig. Wie ist aktuell der Stand der Dinge?

Pauschalreisende sollen kompletten Schaden ersetzt bekommen

"Grundsätzlich müssen Reiseveranstalter die Gelder von Pauschalreisenden gegen eine Insolvenz versichern, der Kunde erhält einen sogenannten Reisesicherungsschein", erklärt Thiess Johannssen von den Itzehoer Versicherungen. Damit habe der Kunde im Insolvenzfall des Reiseveranstalters einen Anspruch auf Erstattung seines Reisepreises. Im konkreten Fall Thomas Cook waren durch den bestehenden Versicherungsschutz Anzahlungen auf den Reisepreis bis zu einer Gesamtsumme von 110 Millionen Euro versichert. Übersteigen die angemeldeten Ansprüche insgesamt diese Summe, bekommen die Kunden anteilig eine Entschädigung. Bei Thomas Cook ist dies eindeutig der Fall. "Bis Ende Januar 2020 hatten 220.000 Betroffene ihre Ansprüche angemeldet, sie können nach derzeitigem Stand mit einer Entschädigungsquote von gerade einmal 17,5 Prozent rechnen", erklärt Versicherungsexperte Johannssen. Bereits im Dezember 2019 hat die Bundesregierung jedoch angekündigt, den Pauschalreisenden die Differenz zu zahlen. "Details dazu stehen derzeit allerdings noch nicht fest", betont Johannssen.

Betroffene sollten sich gut informieren

Viele Fragen sind also noch offen. Deshalb sollten sich in einem Fall wie der Thomas-Cook-Pleite Betroffene gut informieren, welche rechtlichen Möglichkeiten für sie bestehen. Rechtsschutzversicherte der Itzehoer Versicherungen etwa können sich bei der Telefonhotline "Rechtsanwälte am Telefon" zum Komplex "Reisen" kundig machen. Bei einem solchen Fall wie Thomas Cook kommen unabhängige und kompetente Anwälte zum Zuge. "Sie kennen sich im internationalen Reiserecht aus und können praxisnahe Ratschläge zum Vorgehen erteilen, auch und gerade, damit der Kunden vor Ort auf die missliche Situation angemessen reagieren und seine Reise damit vielleicht doch noch retten kann", so Thiess Johannssen.