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06.03.2008 08:07 Alter: 11 yrs

Tore auf Knopfdruck - Tipp-Kick profitiert von Fußball-EM

Beitrag vorlesen Kategorie: Kreatives

Welt- und Europameisterschaften im Fußball sind nicht nur für die Kicker aus Fleisch und Blut Höhepunkte. Auch die Fußballer aus Zink gehen in den Jahren der Turniere besonders häufig über die Ladentische.

Villingen-Schwenningen (dpa) - Das «Tipp-Kick»-Spiel mit beweglichem Bein und Druckknopf auf dem kleinen Kopf erfreut sich deshalb immer größerer Beliebtheit. «Wir rechnen in diesem Jahr aufgrund der EM in Österreich und der Schweiz mit 70 000 verkauften Spielen», sagt Mathias Mieg, Geschäftsführer der Edwin Mieg OHG in Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg. Im Jahr 2007 seien ohne größere Höhepunkte auf dem internationalen Spielplan nur 40 000 Spiele verkauft worden.

«Der größte Coup war für uns die WM 2006 im eigenen Land», meint Mieg, dessen Firma bereits seit 1924 die alleinigen Rechte für das populäre Spiel besitzt. Im Zuge der WM 2006 habe Mieg 200 000 Tipp-Kick-Spiele verkauft - ein Rekord in der Firmengeschichte. «Nur wenige Produkte haben so von der WM profitiert wie wir», zeigt sich Mieg stolz. Das Unternehmen habe Vertriebspartner in den USA, Australien und auch in Südafrika.

Für die EM hat Mieg eine spezielle Alpen-Edition österreichischer und Schweizer «Tipp-Kicker» kreiert - mit Erfolg, denn Mieg spricht auch hier von reißendem Absatz. Und für die WM 2010 in Südafrika ist bereits jetzt eine spezielle «Afrika-Edition» geplant.

Die Regeln des Tipp-Kick-Spiels sind genau festgelegt: Das rechte Bein der kleinen Männchen kann durch einen auf dem Kopf installierten Knopf bewegt werden, dadurch wird der kleine zweifarbige Fußball in Schwung gebracht. Die obenliegende Farbe des Balls entscheidet, welcher Spieler den nächsten Kick übernimmt. Gespielt wird auf einem grünen Spielfeld, das jeder Packung beiliegt.

Die Firma Mieg hat nach eigenen Angaben ein knappes Dutzend hauptberuflich Beschäftigte. Produziert wird nicht mehr nur in Villingen-Schwenningen, sondern auch im chinesischen Shenzhen in der Nähe von Hongkong.

«Tipp-Kick ist ein Fußballspiel für Kreative», meint Mieg. Die männlichen und weiblichen Kunden stammen aus allen Generationen und Einkommensschichten. Die Zink-Fußballer sind hingegen bislang ausschließlich männlich. Doch das soll sich in absehbarer Zeit ändern. «Der Deutsche Fußball Bund ist bereits früher einmal auf uns zugekommen, doch haben wir das damals erst einmal hintenan gestellt», sagt Mieg.

Nun gebe es aber mittlerweile bereits eine Prototypin. Mit der Damen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland sollen die Kickerinnen dann auch im Handel erhältlich sein. Schließlich erfreue sich die Damen-Nationalmannschaft, die am Donnerstag (28. Februar) in Freiburg gegen China spielt, großer Beliebtheit, meint Mieg. «Man muss bei der Herstellung der Kickerinnen allerdings vorsichtig sein - schließlich will man die Figuren nicht der Lächerlichkeit preisgeben.» Von der Physiognomie her gebe es noch einiges zu tüfteln.

Seite des Herstellers: www.tipp-kick.de


 
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