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09.04.2018 06:31 Alter: 12 days

Snus - Moderner Lutschtabak aus Skandinavien

Beitrag vorlesen Kategorie: Essen und Trinken, Gesundheit + Wellness

Die Schweden haben wieder zugeschlagen. Erst kam Volvo, dann IKEA, jetzt wird es scheinbar Zeit für das nächste große Ding: Snus, gesprochen "Snüs", ist seit einiger Zeit in aller Munde.

 

Die Schweden haben wieder zugeschlagen. Erst kam Volvo, dann IKEA, jetzt wird es scheinbar Zeit für das nächste große Ding: Snus, gesprochen "Snüs", ist seit einiger Zeit in aller Munde. Topsnus, der von vielen als gesündere Alternative zum Rauchen angepriesen Lutschtabak scheint eine besondere Anziehung auf Jugendliche und Leistungssportler zu haben.


Was Snus ist und wie es funktioniert


Snus ist fein gemahlener Tabak mit etwas Salz und einigen Aromastoffen angereichert. Die Masse wird zu kleinen Bällchen geformt und ein einen Beutel, ähnlich einem Teebeutel, verpackt. Zum Gebrauch wird der kleine Beutel im Mund zwischen Ober- und Unterlippe geschoben, wo er bis zu 40 Minuten verbleibt. Über die Mundschleimhaut nimmt der Körper in dieser Zeit das enthaltene Nikotin und die Aromastoffe auf. Eine Portion Snus entspricht dabei etwa dem Nikotingehalt von etwa drei Zigaretten. Nicht jeder kommt auf Anhieb mit dem Lutschtabak klar, Benutzer berichten von anfänglichem Schwindel oder Brennen im Rachenraum. Auch eine vermehrte Darmtätigkeit oder Durchfall gehören manchmal zu den Symptomen. Nach etwa zwei Wochen und zunehmender Gewöhnung an den Tabak hören dieBeschwerden auf. Dennoch verbreitet sich die rauchlose Form des Tabakkonsums unter den Konsumenten sehr schnell. Vor allem Jugendliche, Sportler, aber auch ältere Menschen finden zunehmend Gefallen an den Tabakbeuteln. Topsnus gibt es in zahlreichen Geschmacksvarianten, mal mit mehr und mal mit weniger Nikotin.


Warum Snus gerne verwendet wird


Besonders Jugendliche greifen gerne zu Snus. Häufig enthalten die Beutel angenehm schmeckende und wohlriechende Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass der Tabak nicht so bitter schmeckt. Während der Arbeit oder einer Vorlesung ist der Konsum für andere kaum wahrnehmbar, weil der Beutel im Mund verborgen und geruchlos ist. Die Wirkung ist stärker als bei Zigaretten. Gelangt das Nikotin ins Gehirn verbessert sich die Aufmerksamkeit, man kann sich besser konzentrieren und hat das Gefühlein bisschen beschwipst zu sein. Auch viele Sportler erhoffen sich vom "Snusen" eine leistungssteigernde Wirkung. Besonders unter Fußball- und Eishockeyspielern soll der Lutschtabak sehr verbreitet sein. Leider konnten wissenschaftliche Untersuchungen keinen Beleg dafür erbringen, was den Einsatz im Sport völlig unnötig macht. Allerdings steht das Snus noch nicht auf der Dopingliste.


Snus und die Gesundheit


Aufgrund der zahlreichen Rauchverbote in der Öffentlichkeit, wurde Snus als Alternative zum Rauchen von Zigaretten auf den Markt gebracht. Weil Snus rauchfrei ist, verursacht es auch kein Passivrauchen. Leider gewöhnt sich der Körper schnell an das abhängig machende Nikotin. Wenn der Konsument die Abhängigkeit bemerkt ist darauf oft schon eine Sucht geworden. Ähnlich wie bei Zigaretten, Kau- oder Schnupftabak und anderen Rauchwaren enthält Snus auch die gleichen Giftstoffe. Es wird zwar kein Rauch inhaliert, weshalb die Gefahr von Lungenkrebs sich verringert, dafür wächst das Krebsrisiko für Mund, Speiseröhre, Schleimhäute und Bauchspeicheldrüse. Die krebserregenden Nitrosamine werden über den Mund und die Verdauungsorgane aufgenommen. Auch an Zähnen und Zahnfleisch bleibt der Snus-Konsum nicht ohne nachhaltige Wirkung. Neben Zahnfleischerkrankungen und Karies sind braune Zähne und Mundgeruch die Folgen. Die Abhängigkeit von Nikotin wird von vielen Wissenschaftlern mit der Morphium-Sucht gleichgesetzt. Konsument haben große Probleme von der Sucht wieder loszukommen.


Ist der Erwerb von Snus legal?


Snus mit Namen wie Göteborg Rape, Thunder, Skruf, Ink und andere enthalten pro Dose 10 bis 20 Stück und sind für 4 bis 6 Euro zu kaufen. Allerdings nicht von einem deutschen Händler, denn hierzulande und in der Europäischen Union ist der Handel mit oralen Tabakprodukten verboten.

Einzige Ausnahmen: Schweden, Norwegen und Finnland. Über den Online-Handel georderte Ware wird direkt aus Skandinavien an die Verbraucher geliefert. Das dies trotz des Verbotes möglich ist, liegt am freien Warenverkehr in der Europäischen Union und der damit verbundenen geringen Kontrolle. Findet der Zoll Snus, wird dieser entweder zurückgeschickt oder vernichtet.Kontrolle. Findet der Zoll Snus, wird dieser entweder zurückgeschickt oder vernichtet.

 


 
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