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Schlagzeilen

03.03.2008 08:39 Alter: 12 yrs

Ski-Weltrekord im Allgäu geglückt - Maier und Flühr schaffen 60 Lifte an einem Skitag

Kategorie: Schlagzeilen, Sport

Der Weltrekord im Allgäu ist geglückt. Mit 60 verschiedenen benutzten Liftanlagen an einem einzigen Tag im Oberallgäu ist eine Punktlandung gelungen.

(openPR) -  Dienstag, 26.02.08, um kurz nach sechs Uhr in der Frühe begann das Unternehmen THE Race Across THE Allgäu am Riedberger Horn und endete knapp 13 Stunden später in Deutschlands höchstgelegener Ortschaft, Oberjoch. Auf ihrem Weg durch die Allgäuer Skigebiete machten die beiden an 10 verschiedenen Stationen zwischen Söllereck und Grünten Station. Auch die Tiroler Enklave im Allgäu, Jungholz, war Schauplatz der Rekordfahrt. Für Sylvie Maier war dies der erste Rekord und für Christian Flühr der insgesamt 10 Weltrekord auf Ski in nun 3 verschiedenen Disziplinen.

Start im ersten Sonnenlicht
Als es am Dienstag kurz nach sechs am Riedberger Horn losging, waren Sylvie Maier und Christian Flühr neben dem ehemaligen Weltcupfahrer Berni Huber die einzigen Skiläufer auf den Pisten im ersten Tageslicht. Eine knappe halbe Stunde später ging es schon weiter in Deutschlands schneesichersten Skigebiet, Grasgehren, wo die 3 am Bolgengrat die Sonne über den Allgäuer Hochalpen aufgehen sahen. „Schon alleine deshalb lohnt sich das frühe Aufstehen. Das ist wirklich Winterwonderland.“ Genoss der inzwischen 10 fache Weltrekordhalter den Sonnenaufgang am wolkenlosen Himmel. Aber nicht nur die Weltrekordaspiranten und ihr prominenter Begleiter waren von dem Sonnenaufgang beeindruckt, auch die 6 verschiedenen Kamerateams der Fernsehstationen, die sich den Weg durch die Allgäuer Skigebiete nicht entgehen lassen wollten, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach 9 Liftanlagen verabschiedete sich Berni Huber kurz vor acht von den beiden und als nächste Station standen die Liftanlagen in Fischen auf dem Programm, der tiefste Punkt der Odyssee durch die Allgäuer Skigebiete. Christian Flühr verbindet mit den beiden Liftanlagen eine ganz besondere Geschichte, hier stand er erstmals mit knapp 2 Jahren zwischen den Beinen seines Vaters auf den Ski.

Alpin-Coaster als Abwechselung
Nach dem Abstecher in Fischen wartete oberhalb von Oberstdorf am Söllereck ein echter Leckerbissen auf Maier und Flühr, denn bevor es weiter mit dem Weltrekordversuch ging, stiegen die beiden erstmal in den Söllereck-Rodel und rasten den Alpincoaster hinab. „Wirklich ein geiles Feeling. Fast so gut wie Skifahren.“ Fand Sylvie nach der Fahrt. Danach ging es auf den Pisten rund um das Söllereck weiter, die sich trotz der warmen Temperaturen immer noch im perfekten Zustand präsentierten. „Griffig und phantastisch zum Carven.“ Freute sich Christian Flühr über die Pistenverhältnisse.

Am späten Vormittag ging es nach einem kurzen Frühstück im Berwanger Hof an der Hörnerbahn weiter. Der ehemalige Slalom-Weltcupfahrer Gerhard Speiser erwartete Sylvie und Christian in seiner eigenen Skischularena und zeigte ihnen danach die Pisten rund um Weiherkopf und Horngrat. Knapp eine Stunde später klickte die Bindung wieder im Weltcupskigebiet Ofterschwang-Gunzesried. 15 °C plus und ein strahlend blauer Himmel setzte dem Firnschnee auch auf den Hängen am Ofterschwanger Horn zu, aber trotzdem hatten Flühr und Maier beim Abschnallen an dieser Station ihr halbes Pensum hinter sich gebracht. „Skifahren bei diesen Temperaturen gibt schöne Wadln und mal die dicken Skijacken nicht anziehen zu müssen, macht auch ganz viel Spaß.“ Scherzte Christian im Weltcup-Express.

Mit Skilegende am Grünten
Die längste Strecke zwischen den Skigebieten stand dann auf dem Weg nach Rettenberg zu den Grüntenliften an. Auf der Nordseite des Grüntens hatten die Betreiber es geschafft, trotz der geringen Schneeauflage immer noch alle Liftanlagen für die beiden in Betrieb zu nehmen. „Teilweise erinnert das Liftfahren schon ein wenig an einen Drahtseilakt, aber ist in jedem Fall ein Erlebnis der Extraklasse.“ Strahlte Sylvie Maier. An den Grüntenliften ließ es sich eine weitere Allgäuer Skilegende nicht nehmen das Weltrekord-Duo zu begleiten. Inhaber Gerhard Prinzing führte persönlich durch die Skilifte und schwang mit den beiden gegen halb drei an der Talstation seiner Liftanlagen ab.

In Jungholz alles weiß
Vom Rettenberger Ortsteil Kranzegg folgte dann der Ausflug ins benachbarte Österreich. In Jungholz, wo selbst in Tallagen noch alles weiß ist, folgten die nächsten 7 Liftanlagen. Von den Liftanlagen am Sorgschrofen war auch schon die nächste Station zu sehen, die kurz nach vier mit den Spieserliften in Unterjoch folgte. Das Finale begann nach einem langen Skitag dann am Oberjocher Grenzwieslift gegen halb fünf, wo die Sonne schon langsam begann unterzugehen. Als letzte der 60 Liftanlagen benutzten die beiden die Sechsersesselbahn zum Iseler im Alpinen Trainingszentrum Allgäu (ATA), an dessen Talstation gegen 8 Uhr Herbert John, Vorsitzender des Allgäuer Skiverbandes die Urkunden zum neuen Weltrekord an die beiden übergab. „Wir freuen uns alle, dass es mit dem Weltrekord geklappt hat und denken, dass diese außergewöhnliche Idee von Christian Flühr einen guten Beitrag dazu leistet, dass es weit über die Grenzen des Allgäus noch bekannter wird, wie perfekt Skifahren im Allgäu möglich ist.“ Sagte der Geschäftsführer der Hindelanger Bergbahnen, Eric Enders, stellvertretend für alle beteiligten Bergbahnen bei der Siegerehrung, die ihren Ausklang im Berghotel Höhenwirt oberhalb von Sonthofen bei typischen Allgäuer Käss-Spatz`n fand.