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10.03.2017 13:10 Alter: 283 days

Frühjahrsmüdigkeit

Beitrag vorlesen Kategorie: Gesundheit + Wellness

Viele Menschen kennen das Problem, wenn sie im Frühjahr ohne erkennbaren Grund ständig müde sind. So kommt es in den ersten Tagen im neuen Jahr nicht selten zu Müdigkeit, Kreislaufproblemen, Schwindel und Abgeschlagenheit.

Viele Menschen kennen das Problem, wenn sie im Frühjahr ohne erkennbaren Grund ständig müde sind. So kommt es in den ersten Tagen im neuen Jahr nicht selten zu Müdigkeit, Kreislaufproblemen, Schwindel und Abgeschlagenheit. Erfahrungsgemäß benötigen wir bis zu vier Wochen, um sich an die wieder steigenden Temperaturen zu gewöhnen.

Wie entsteht die Frühjahrsmüdigkeit?

Vor allem durch die ständigen Wetterumschwünge im April kann die oben erwähnte Anpassungsphase verlängert werden. Denn der immer wiederkehrende Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und gleichzeitig der Blutdruck steigt. Zwar kann man selber nichts an der sogenannten Großwetterlage ändern, gegen die entstehenden Beschwerden allerdings schon. Zum Beispiel kann die Frühjahrsmüdigkeit mit frischer Luft, ausreichend Bewegung und auch der passenden Ernährung entgegengewirkt werden.

Was sind die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit?

Im Winter sind die Tage deutlich kürzer und die Temperaturen niedriger. Sobald es zum Umschwung im Frühjahr kommt, muss der Körper sich langsam auf die Veränderungen einstellen. Denn längere Tage bedeuten auch mehr benötigte Energie.
Ein Ansatz, mit dem versucht wird die Frühjahrsmüdigkeit zu erklären, liegt in den beiden körpereigenen Hormonen Serotonin und Melatonin. Diese seien laut einiger Studien an den im Frühjahr aufkommenden Beschwerden, wie zum Beispiel Schwindel, Kreislaufbeschwerden oder eben auch Müdigkeit, entscheidend beteiligt.

Das Hormon Serotonin hat einen wesentlichen Einfluss auf den Gemütszustand des Menschen. Die Produktion des Hormons erfolgt primär, wenn wir uns dem Tageslicht aussetzen. So entstehen Lichtreize, die an eine Hormondrüse unseres Gehirns weitergeleitet werden, an den sogenannten Hypothalamus. Dieser hat die Aufgabe, die Serotoninproduktion zu steuern. Je mehr wir uns natürlichem Licht aussetzen, desto mehr Serotonin kann produziert werden und somit der Müdigkeit entgegenwirken.

Im Vergleich dazu, hat die Produktion von Serotonin mindernden Einfluss auf das Hormon  Melantonin. Dieses wird auch als Schlafhormon bezeichnet und hat die Aufgabe, uns einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen und verstärkt somit auch die Frühjahrsmüdigkeit. In der dunklen Jahreszeit ist die Produktion von Melantonin erhöht und ist erst zur helleren Frühlingszeit rückläufig.



Was kann ich aktiv gegen die Frühjahrsmüdigkeit tun?

Wenn man bemerkt, dass man im Frühjahr sehr oft müde ist, kann Bewegung helfen. Joggen aber auch lange Spaziergänge im Sonnenschein können den Hormonhaushalt ankurbeln. Auch Wechselduschen kann das Immunsystem abhärten und uns für den Frühlingsanfang wappnen. Bei der Ernährung sollte vermehrt auf Obst, Gemüse und mageres Fleisch gesetzt werden. Die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und auch Spurenelemente können sehr hilfreich bei Müdigkeit, Schwindel, Abgeschlagenheit und Konzentrationsproblemen sein.



Was tun, wenn die Müdigkeit dauerhaft bleibt?

Wenn die Frühjahrsmüdigkeit dauerhaft bleibt und alle oben beschriebenen Maßnahmen keine Linderung bringen, kann eventuell auch eine mögliche Erkrankung der Grund sein. Wenn zu der Müdigkeit auch noch Gereiztheit hinzukommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann dann die genaue Ursache feststellen, eine Diagnose stellen und eine passende Behandlung einleiten. Mögliche Ursachen für anhaltende Müdigkeit können Blutarmut, wie zum Beispiel Eisenmangel, Depressionen oder auch Burn-out sein.