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16.10.2019 12:12 Alter: 34 days

Der Nürnberger Christkindlesmarkt 2019

Kategorie: Reisen und Wandern

Der wohl bekannteste deutsche Weihnachtsmarkt ist der Christkindlesmarkt in NÜrnberg.Bereits 1628 wurde er schriftlich erwähnt

Der wohl bekannteste deutsche Weihnachtsmarkt ist der Christkindlesmarkt in Nürnberg.

Bereits 1628 wurde er schriftlich erwähnt. Das Nürnberger Christkind, das für eine zweijährige Amtszeit gewählt wird, eröffnet in jedem Jahr am Freitag vor dem ersten Advent den Markt mit einem feierlichen Prolog. In diesem Jahr findet die Eröffnung am Freitag, 29. November 2019, um 17.30 Uhr statt. Bis zum Heiligen Abend werden wieder viele Gäste aus aller Welt erwartet. Im vergangenen Jahr zog der Christkindlesmarkt weit mehr als zwei Millionen Besucherinnen und Besucher an.

Der besondere Charme des Christkindlesmarkts liegt in der historischen Kulisse auf dem Nürnberger Hauptmarkt mit Frauenkirche, Schönem Brunnen und Blick auf die gotische Altstadtkirche St. Sebald. Das „Städtlein aus Holz und Tuch“ aus rund 180 Buden mit rot-weißen Stoffdächern bildet ein weihnachtliches Ensemble. Großen Wert legen die Verantwortlichen auf ein traditionelles Warenangebot. Neben den typischen Nürnberger Lebkuchen und Fruüchtebrot können die Besucher Süßwaren, Spielzeug, Nörnberger Zwetschgenmännle, Weihnachts- und Christbaumschmuck sowie kunstgewerbliche Erzeugnisse kaufen. Zur Stärkung werden Glühwein und Rostbratwürste angeboten. Interessant ist auch ein Bummel über den Markt der Partnerstädte mit Kunsthandwerk und Spezialitäten aus Ländern wie Nicaragua, China, Schottland oder der Ukraine.

Die kleinen Besucher kommen auf der Kinderweihnacht mit historischen Fahrgeschäften, bei einem Kinderkulturprogramm im Sternenhaus und Fahrten mit der Postkutsche auf ihre Kosten.

VIDEO Rundgang

Mit seinem traditionellen Gesicht ist der Nürnberger Christkindlesmarkt Vorbild für viele andere Weihnachtsmärkte, unter anderem für den Christkindlmarket Chicago. Als malerische Kulisse für Fernsehproduktionen ist er ebenfalls gefragt.

 

Chronik des Christkindlesmarkts

1530 In einem Brief des Nürnberger Ratsherren und Humanisten Willibald Pirckheimer (1470 bis 1530) heißt es, die Nonnen aus dem Kloster Bergen nahe Hersbruck – einer Außenstelle des Klosters Neuburg an der Donau – haben im Advent „nach Gewürzen von dem Markt“ geschickt vermutlich war hier die Rede vom "Nürnberger Markt".


1545 Der Reformator Martin Luther lässt seine Kinder vom „Heiligen Christkind“ bescheren. Bislang hatten Kinder ihre Gaben vom Heiligen Nikolaus bekommen.

1564 Der Nürnberger Patrizier Endres Imhoff trägt unter dem Datum vom 22. Dezember Ausgaben für Geschenke ein, die er noch ein Jahr zuvor erst nach Weihnachten gemacht hat. Solche Mitteilungen legen die Vermutung nahe, dass das Nürnberger Patriziat ab 1564 an Weihnachten statt Neujahr beschert haben könnte.

1610 Mit einem Ratserlass vom 22. Dezember werden unzüchtige Scherzartikel beschlagnahmt, die ein Drechsler zum „Kindleinsbescheren“ angeboten hatte.

1616 In der Chronik von St. Sebald beklagt Pfarrer Lüder am Heiligen Abend, dass er die Vesper- und Nachmittagspredigt ausfallen lassen musste, weil „wegen des Einkaufens zum Kindleinsbescheren keine Leut vorhanden gwest“.

1628 Auf dem Boden einer 19 Zentimeter langen, ovalen und mit Blumen bemalten Spanschachtel aus Nadelholz – sie ist im Besitz des Germanischen Nationalmuseums – steht:

 


Geöffnet ist der Christkindlesmarkt vom Erö
ffnungstag,

Freitag, 29 November 2019, bis einschließlich Montag, 23. Dezember,
von 10 bis 21 Uhr. Am Schlusstag, dem 24. Dezember, ö
ffnet der Markt von 10 bis 14 Uhr seine Pforten.

www.presse.nuernberg.de