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Reisen + Wandern

09.07.2008 14:42 Alter: 11 yrs

Palazzo Borromeo auf der Isola Bella, Lago Maggiore Wiedereröffnung des Flügels Berthier

Kategorie: Kultur, Reiseempfehlungen

Seit kurzem ist dank der Wiedereröffnung der „Gemäldegalerie“ – auch „Galerie des Generals Berthier“ genannt – („Galleria dei Quadri“

(openPR) -  oder „Galleria del Generale Berthier“) der verborgene Schatz des Palazzo Borromeo auf der Isola Bella für die Öffentlichkeit zugänglich. Die dort ausgestellten 130 Kunstwerke stammen von Nachfolgern Leonardos bis hin zu Malern, die in der Blütezeit des Barock tätig waren. Der ebenfalls wiedereröffnete Thronsaal, die „Sala del Trono“, stellt dagegen ein Museum mit lombardischen Exponaten aus dem Zeitalter des Barock dar.

Die Gemäldegalerie wird seit Beginn des 20. Jhs. – infolge eines Besuches des Generals Berthier, der sich im August 1797 mit Napoleon und Joséphine Beauharnais auf die Isola Bella begab – auch Galerie Berthier genannt. Die hier ausgestellten, über Generationen hinweg von der Familie Borromeo gesammelten Gemälde, gelten zu Recht als die Crème de la Crème der borromäischen Kunstschätze. Ihre Besichtigung war jahrzehntelang ausschließlich Familienmitgliedern und engen Freunden vorbehalten. Bevor die Gemälde Ende Juni für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, war eine mehrjährige Restaurierungsphase vonnöten. Von den insgesamt 250 zu restaurierenden Werken sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits 130 Gemälde aufgearbeitet und in ihrer ursprünglichen Schönheit wieder hergestellt. Jeder Winkel der Galerie Berthier ist buchstäblich mit Bildern tapeziert. Unter ihnen befinden sich Meisterwerke erster Art und Güte, perfekte Kopien von Raffael, Correggio und Guido Reni, Gemälde von Bergognone, Boltraffio und Giampietrino, eine Reihe von Paris Bordon, der seine Karriere als Schüler von Tizian begann, kolossale Gemälde von Procaccini sowie viele Werke weiterer großartiger lombardischer Künstler des 17. Jhs. wie z.B. Crespi, Discepoli und Nuvolone. Die 130 Gemälde stammen von überall her, sie wickeln ihren Betrachter ein, überfluten ihn mit Geschichten, Farben und Emotionen.


Ein zweiter Geheimplatz des Palazzo ist der Thronsaal, der zu den spektakulärsten Sälen des Palazzo gehört. Seine prächtige und luxuriöse Dekoration wurde von Vitaliano Borromeo – dem „Gründer“ der Insel – entworfen, und ist bis heute unverändert geblieben. Bereits seit einiger Zeit wird der Saal einer Komplettrestaurierung unterzogen. Auch wenn diese erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird, so kann der Thronsaal schon jetzt besichtigt werden. Er liegt direkt neben der Gemäldegalerie und trägt seinen Namen dank eines monumentalen Throns (Venedig, Ende des 18. Jhs.), der hier seinen Platz hat. Dieser wird von einem Baldachin aus bestickter Seide überdacht, über dem sich wiederum das mit Figuren und Pflanzenmotiven aus Stuck dekorierte Gewölbe des Saals erstreckt. Sechs große Telamone aus bemaltem Holz und Stuck scheinen das Gewölbe zu stützen. An den Wänden sind Marmorplatten angebracht, die mit mythologischen Szenen (Cristoforo Storer und andere lombardische Maler) und Blumengirlanden (Giovanni Saglier und andere) bemalt sind. Sie sind in prachtvolle, geschnitzte und vergoldete Rahmen eingefasst. Darüber hinaus können sich die Besucher an einem Bildnis von Karl IV Borromeo, einstiger Vizekönig von Neapel, und einem Marmorabbild von Gilberto V Borromeo sowie weiteren prächtigen Kunstschätzen erfreuen.

Weitere Informationen: www.borromeoturismo.it und www.derlagomaggiore.de

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