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Gesundheit und Wellness

03.09.2008 13:39 Alter: 4 Jahre
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Wenn’s im Kopf klopft und pocht

Kategorie: Körper und Geist

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich oder häufig unter Kopfschmerzen. Acht Millionen sogar unter chronischen. Doch das Pochen und Hämmern ist nie gleich:

Foto: DAK/Wigger

Wissenschaftler unterscheiden mehr als 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Am häufigsten: Migräne und Spannungskopfschmerz. 90 Prozent aller Betroffenen leiden darunter.

„Kopfschmerzen und Migräne sind zwar meist von kurzer Dauer, aber sie sind oft chronisch und treten regelmäßig auf“, sagt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Sie mindern die Lebensqualität, reduzieren die Leistungsfähigkeit und verursachen durch Arbeitsausfälle auch volkswirtschaftlichen Schaden.“

Viele Betroffene gehen allerdings nicht zum Arzt, sondern behandeln ihre Schmerzen selbst mit freiverkäuflichen Medikamenten. Der DAK-Gesundheitsreport 2007 zu diesem Thema zeigte: 62 Prozent der Kopfschmerzbetroffenen und gut die Hälfte der Migränepatienten nehmen rezeptfreie Schmerzmittel. Die Aufklärung lässt jedoch zu wünschen übrig. „Viele wissen nicht, dass häufig eingenommene Schmerzmittel zu einem Dauerkopfschmerz führen können“, warnt Dr. Pfarrer. „Und die Gefahr, in eine Abhängigkeit zu rutschen, ist ohne ärztliche Kontrolle wesentlich größer.“

Auch die Anzahl der verschriebenen Rezepte ist hoch: Bei der DAK lagen die Ausgaben für verordnete Schmerzmittel, Migränepräparate, Mittel zur örtlichen Betäubung und Psychopharmaka vergangenes Jahr auf Platz Eins. Sie machten 16 Prozent der Gesamtausgaben für Medikamente aus. Allein für Migränemittel wurden rund 11,9 Millionen Euro ausgegeben.

Interessant: Kopfschmerzen scheinen immer noch überwiegend Frauensache zu sein. Laut DAK-Gesundheitsreport leiden 63 Prozent der Frauen innerhalb eines halben Jahres unter Kopfschmerzen. Bei den Männern waren es weniger als die Hälfte. Bei der Migräne ist der Unterschied noch deutlicher: Hierunter leiden sechs Prozent der Männer und mit 17 Prozent mehr als doppelt so viele Frauen. Mögliche Ursachen: die unterschiedlichen Hormonhaushalte oder Schmerzempfindlichkeiten.

„Für die Behandlung und zur Vorbeugung ist die richtige Diagnose entscheidend“, sagt die DAK-Expertin. „Nur so kann optimal therapiert werden.“ Dennoch kann jeder selbst aktiv werden – mit ausgewogener Ernährung, reichlich Trinken, regelmäßigen Schlaf, Erholungspausen und Alkohol und Nikotin in Maßen. Ebenfalls hilfreich: Ausdauersport. „Zwei- bis dreimal die Woche leichtes Gehen, entspanntes Laufen, Rad fahren oder Schwimmen können Migräneanfälle verhindern und Spannungskopfschmerzen lindern“, so Dr. Pfarrer. „Denn das Nervensystem wird besser durchblutet, die Sauerstoffversorgung verbessert und körpereigene Schmerzabwehrstoffe aktiviert.“ Wer viel Stress hat, sollte nach Feierabend auf Entspannungsmethoden, wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung, zurückgreifen.

Die DAK bietet zur Behandlung ihrer Kunden Integrierte Versorgungsverträge, an. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.dak.de. Die kostenfreie Broschüre „Kopfschmerzen und Migräne“ gibt es ebenfalls im Internet oder in jeder DAK-Geschäftsstelle.