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Garten + Bauen + Wohnen

24.07.2008 15:23 Alter: 4 Jahre
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Produktpiraten verursachen Milliardenverluste

Kategorie: Schlagzeilen, Wohnraumgestaltung

Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages kosten kopierte Waren die deutsche Wirtschaft jährlich 29 Milliarden Euro und annähernd 75.000 Arbeitsplätze.

Mit dem Logo am Einstellrad können Kunden erkennen, ob das Produkt echt ist. Foto: djd/EKORNES

(djd).  Die Schnäppchenmentalität der Kunden und die Globalisierung haben dazu geführt, dass in kaum einer Branche so viel Geld verdient wird wie in der Zunft der Produktpiraten. Der deutsche Zoll wurde allein im vergangenen Jahr in rund 8.000 Fällen fündig und beschlagnahmte gefälschte Waren im Wert von 426 Millionen Euro. Größtenteils stammen kopierte Möbel, Kleidungsstücke, Uhren oder Unterhaltungselektronik aus Osteuropa oder Asien. Doch die Auftraggeber leben nicht selten hierzulande und verdienen sich eine goldene Nase. Sie sparen sich nicht nur hohe Entwicklungskosten, sondern auch Flops. Denn kopiert wird nur, was auch entsprechend gut läuft.

Schadenersatz für Ekornes

Gerichtlich ist den Fälschern nur schwer beizukommen, aber der Verkauf der Plagiate lässt sich per einstweiliger Verfügung zumindest stoppen, wie der jüngste Fall des norwegischen Möbelherstellers Ekornes zeigt. Über seinen Onlineshop hatte ein Lebensmitteldiscounter einen Massagesessel für knapp 300 Euro angeboten, der dem original Stressless zum Verwechseln ähnlich sah. "Die Nachahmung betraf wie immer vor allem das charakteristische S-förmige Grundgestell unseres Ruhesessels nebst Hocker", sagt Tormod Sortehaug, Marketingleiter bei der Ekornes Möbelvertriebs GmbH in Hamburg. Im Dezember 2007 erwirkte der Bequemspezialist gegen die Plus Online GmbH und ihre Lieferantin, die Casada GmbH, vor der 31. Zivilkammer des Landgerichts Köln einstweilige Verfügungen, die es verboten, die Sesselkopien weiter anzubieten. Nach einer mündlichen Verhandlung im Januar 2008 erkannte die Gegenseite die einstweiligen Verfügungen als endgültige Regelungen an, und man einigte sich schließlich gemeinsam mit einer weiteren Gesellschaft, der Cascom GmbH, die ebenfalls Endabnehmern die von der Casada GmbH gelieferten Plagiate über das Internet angeboten hatte, auf eine Schadenersatzzahlung in Höhe von insgesamt € 53.000,-- . Die Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von mehr als € 20.000,-- gingen ebenfalls zu Lasten der drei Anbieter der Nachahmungen.

Nur echt mit dem Logo am Einstellrad

Damit Interessenten dreisten Fälschern nicht auf den Leim gehen, erkennt man das Original seit geraumer Zeit am Stressless-Logo am Einstellrad. So wird garantiert, dass der Sessel über alle patentierten Bequemfunktionen verfügt, wie das Gleitsystem, das jeder Bewegung folgt, oder das Plus-System, das automatisch für die richtige Unterstützung von Kopf und Kreuzbereich sorgt. Weitere Informationen sowie die Adresse des nächstgelegenen Stressless ComfortStudios unter Telefon 01805-657585 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk abweichend) oder im Internet www.stressless.eu ).