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Garten + Bauen + Wohnen

24.10.2007 13:57 Alter: 5 Jahre
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Gemeinschaftliches Wohnen

Kategorie: Wohnformen

Das gemeinschaftliche Wohnen kann heute nur noch als Überbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnkonzepte betrachtet werden.

Wohnformen

Dabei ist zunächst zu unterscheiden zwischen selbstorganisiertem gemeinschaftlichen Wohnen und ambulant betreuten Wohngruppen. Selbstorganisierte Wohnprojekte sind eine Wohnform der "jungen Alten", ambulant betreutes Gemeinschaftswohnen dagegen ist eher den "alten Alten" zuzuordnen.

Die Interessenten für selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnprojekte sind vor allem solche Menschen, die ihr Leben im Alter aktiv gestalten möchten. Sie möchten sich einen Traum vom Wohnen erfüllen, der dem relativ fremdbestimmten Leben im Heim oder in einer Betreuten Wohnanlage die selbstbestimmte gemeinschaftliche Freizeitgestaltung und die selbstorganisierte Hilfe entgegensetzt. Der hohe Anspruch an Selbstbestimmtheit und Selbstverwirklichung in diesen Projekten hat zur Folge, dass die Interessenten für diese Wohnform eine relativ lange Zeit benötigen, bis sie sich zu einer Gruppe mit gemeinsamen Vorstellungen vom zukünftigen Leben zusammengerauft und eine geeignete Behausung gefunden haben.

Anders verhält es sich bei den ambulant betreuten Wohngruppen. Diese Wohnform richtet sich an Menschen mit erhöhtem Hilfe- und Pflegebedarf, die das Zusammenleben mit anderen als Chance sehen, nicht in ein Heim überwechseln zu müssen und eine weitgehend selbständige Lebensführung erhalten zu können.

Drei Zielgruppen kommen für diese Wohnform besonders in Betracht:

    * Menschen mit psychischen Problemen, für die das Alleinwohnen problematisch ist,
    * Menschen mit Demenz, die ihren Haushalt nicht mehr selbständig bewältigen
      können,
    * Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die durch die gegenseitige
      Unterstützung in gemeinschaftlichen Wohnformen ihre Selbständigkeit länger
      aufrechterhalten können.
 
Der Vorteil der ambulant betreuten Wohngruppen liegt darin, dass sie durch Zusammenlegung normaler Wohnungen in den vorhandenen Wohnquartieren realisiert werden können. Damit kann hilfe- und pflegebedürftigen Menschen, die nicht mehr allein in ihren Wohnungen leben können, ermöglicht, werden zumindest innerhalb ihres Wohnquartiers zu verbleiben und ihre vorhandenen sozialen Kontakte länger aufrecht zu erhalten.

gefunden bei: www.schader-stiftung.de