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Essen und Trinken

18.12.2018 14:51 Alter: 302 days

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Kurkuma

Kategorie: Essen und Trinken

Was ist Kurkuma und wie wirkt das bekannte Gewürz? Kurkuma hat einige zahlreiche positive Eigenschaften, die Gesundheit fördert. Das Gewürz wird zur Heilung und Vorbeugung von vielen Krankheiten angewendet.

Allgemeines über Kurkuma


Kurkuma (auch Curcuma, Gelbwurz oder Safranwurz) ist eine Pflanzenart, die zur Familie

der Ingwergewächse gehört. Sie stammt aus Südasien und blickt dort auf eine

Kultivierungsgeschichte als Würz- und Heilpflanze von mehreren Tausend Jahren zurück. In

der Antike gelangte die Gelbwurz durch die Griechen nach Südeuropa. Nördlich der Alpen

fand sie dann durch die Klosterkultur Eingang in die mittelalterliche Medizin und Küche.

Der aus heilkundlicher (und gastronomischer) Sicht wichtigste Teil der Pflanze ist das

Rhizom (Wurzelstock), aus dem heraus die eigentlichen Wurzeln wachsen. Pulver, das aus

dem Rhizom gewonnen wird, ist aufgrund des enthaltenen natürlichen Farb- und Wirkstoffs

Curcumin intensiv gelb. Es verleiht Currypulver und Currypasten die typische Färbung, doch

ist das bei Weitem nicht alles. Curcumin ist ein vielseitiger Stoff, der bei unterschiedlichen

Krankheitsbildern seine positive Wirkung entfaltet.

Positive Wirkung von Kurkuma


1. Kurkuma fördert die Verdauung

Ein großer Bestandteil unserer Nahrung besteht aus Fetten, deren Verdauung für Magen,

Darm und Galle eine große Herausforderung darstellt. Auch wer keine Verdauungsprobleme

hat, kennt aus eigener Erfahrung das unangenehme Völlegefühl und störende Blähungen. Hier

wirkt das Curcumin lindernd und trägt gerade nach reichhaltigem Essen zum Wohlbefinden

bei. Aus diesem Grund wird das Kurkuma auch von Alfons Schuhbeck und anderen bekannten Köchen als Zutat empfohlen - neben den geschmacklichen Vorzügen der Gelbwurz.

 

2. Kurkuma hemmt entzündliche Prozesse

Entzündungen gehören zu den biologischen Prozessen, die unvermeidlich in jedem

menschlichen Körper ablaufen. Sie sind nichts anderes als eine Abwehrreaktion auf

schädliche Bakterien oder Viren. Chronische Entzündungen können allerdings weitreichende

gesundheitliche Folgen haben und müssen eingedämmt werden. Die entzündungshemmende

Wirkung von Curcumin bietet dazu eine natürliche Möglichkeit.

3. Kurkuma schützt vor Freien Radikalen

Als Radikale werden in der organischen Chemie hochreaktive Sauerstoffverbindungen im

Körper bezeichnet. Der Name "Freie Radikale" geht auf ungepaarte, also freie Elektronen

dieser Moleküle zurück. Die Oxidationen, die Freie Radikale eingehen, schädigen wichtige

Moleküle, darunter zahlreiche Proteine und auch den Grundbaustein des Lebens, die DNA.

Antioxidantien wirken diesen Oxidationen entgegen. Curcumin gilt als ein besonders

wirksames Antioxidans. Man kann sich die Wirkung bildhaft wie einen Schutzschild

vorstellen, der die Zellen umgibt und den freien Elektronen den Zugang zu Andockstellen

verwehrt.

4. Kurkuma wirkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen

Neben entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften zeichnet sich Curcumin

auch durch seine das Herz-Kreislauf-System stabilisierende Wirkung aus. Diese beruht auf

der Anregung des Stofftransport durch die schützenden inneren Gefäßbeschichtungen

(Endothel) im Herzen. Regelmäßiger Konsum der Gelbwurz kann dazu beitragen, das Risiko

einer Herzerkrankung zu reduzieren.

5. Kurkuma hilft, bei Arthrose Schmerzen zu lindern

Bei degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthrose sorgt Curcumin für Schmerzlinderung

und bessere Beweglichkeit. Das fanden japanische Forscher im Jahr 2014 heraus. Auch bei

Arthritis, bei der es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung handelt, konnten positive

Effekte von Curcumin dank seiner entzündungshemmenden Qualität festgestellt werden.

6. Kurkuma kann die zu Alzheimer führenden Prozesse hemmen

Curcumin hat die Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Die Aufgabe dieser

Schranke besteht darin, ein für das Nervengewebe günstiges und vom Blutkreislauf

gesondertes Milieu zu schaffen. Der Nachteil: Viele entzündungshemmende Stoffe werden an

dieser Schranke abgewiesen und können ihre heilsame Wirkung im Gehirn nicht entfalten.

Curcumin gehört zu den Stoffen, die - bildlich gesprochen - über einen Passierschein

verfügen. So ist es möglich, dass Curcumin mit Entzündungen einhergehenden

neurodegenerativen Gehirnerkrankungen, darunter Alzheimer, in ihrer Entwicklung hemmt.

Fazit:

Kurkuma ist keine Wunderwaffe gegen Krankheiten. Die vielen außergewöhnlichen

Eigenschaften des enthaltenen Curcumins können allerdings bei einer Vielzahl verschiedener

Krankheitsbilder für Besserung sorgen.Krankheitsbilder für Besserung sorgen.