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Essen und Trinken
Eine Knolle mit vielen Gesichtern
Kategorie: Gesunde ErnährungKartoffeln – frisch oder verarbeitet immer ein Genuss. Die Kartoffel ist ungemein vielseitig und kommt in zahlreichen Variationen daher: Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Reibekuchen, Kartoffelsalat,
Pommes frites, Gnocchi, Püree, Rösti, Backkartoffel, Kartoffelgratin, Knödel, Kartoffelbrot, Chips, Kroketten… Für jeden Geschmack gibt es die passende Kartoffelkreation.
Die Hälfte der in Deutschland verzehrten Kartoffeln wird heutzutage nicht
mehr selbst zubereitet, sondern als halbfertige oder fertige Produkte
gekauft. In den vergangenen zehn Jahren hat der Verzehr von verarbeiteten
Kartoffelerzeugnissen um 24 Prozent auf über 31 Kilogramm (Rohstoffeinsatz) pro Kopf zugenommen und der Trend hält weiter an. Die höchsten Wachstumsraten weisen gekühlte Kartoffel-/ Kloßprodukte auf sowie das noch relativ kleine Segment Kartoffelnassprodukte. Das sind ungekühlte Produkte, die in so genannten Frischepacks angeboten werden (ZMP,2007).
Frischkartoffeln sind insbesondere bei der älteren Generation beliebt.
Haushalte mit Haushaltsführenden über 50 Jahren kaufen deutlich mehr
Frischkartoffeln als Familien mit Kindern oder jüngere Singles und Paare.
Jüngeren Verbraucher greifen lieber zu Tiefkühlkartoffelprodukten, deren
Zubereitung weniger Zeit in Anspruch nimmt. Der größte Anteil an gekühlten
Bratkartoffeln, Schupfnudeln oder Gnocchi wird von Familien mit Kindern
gekauft. Diese sind auch die wichtigste Zielgruppe für Kartoffelchips und
–sticks (ZMP, 2007).
In Deutschland sind derzeit über 200 Kartoffelsorten zugelassen. Diese sind
aufgrund ihrer Kocheigenschaften in drei Handelsklassen eingeteilt:
Festkochende Kartoffeln bleiben beim Kochen in Form und eignen sich
daher gut für Kartoffelsalate, feste Bratkartoffeln und Kartoffelgratin.
Vorwiegend fest kochende Sorten platzen beim Kochen nur leicht auf und sind verwendbar für Pell- und Salzkartoffeln, Aufläufe und Kartoffelpuffer.
Mehlig kochende Sorten enthalten am meisten Stärke. Sie springen beim
Kochen auf und eignen sich dementsprechend für Püree, Eintöpfe, Suppen
und Klöße.
Die optimale Lagertemperatur für Speisekartoffeln liegt bei 4 bis 6 Grad.
Auch wenn diese Bedingung nur in wenigen Haushalten erfüllbar ist, sollten
die Kartoffeln zumindest dunkel und kühl aufwahrt werden. Dafür eignet sich
zum Beispiel ein Kartoffeltopf aus Ton, nicht jedoch der Kühlschrank.
Quelle:CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH

