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Bildung + Wissen

22.04.2008 10:03 Alter: 4 Jahre
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Futter für die grauen Zellen

Kategorie: Bildung + Wissen, Lernen in jedem Lebensalter

Geistige Fitness lässt sich auch im Alter trainieren

Denksportaufgaben wie zum Beispiel Kreuzworträtsel trainieren das Gehirn.

Das Bild der Großmutter, die den lieben langen Tag Socken strickend vor dem Fernseher sitzt, ist lange passé. Die heutige "Silver Generation" hat Besseres zu tun. Die rüstigen Senioren genießen ihre freie Zeit bei einer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer, treffen sich zu zahlreichen geselligen Gelegenheiten oder haben sich mit Leib und Seele einem Ehrenamt verschrieben. Das abwechslungsreiche Leben macht nicht nur Spaß, sondern hält auch jung.


Jeden Tag ein Kreuzworträtsel
Auch die geistige Fitness ist eng an den Lebensstil gekoppelt. Warum die kleinen grauen Zellen regelmäßig gefordert werden müssen, erklärt Diplom-Psychologin Dr. rer. nat. Christa-Jana Hartwig: "Über die Leistungsfähigkeit des Gehirns entscheidet die Anzahl der Verbindungen (Synapsen) zwischen den Nerven. Es ist durchaus möglich, dass ein alter Mensch, der sein Gehirn trainiert und fit hält, über doppelt so viele Synapsen verfügt wie ein junger, 'untrainierter' 30-Jähriger. Durch neue Eindrücke und Erfahrungen wird die Synapsenbildung im Gehirn gefördert." Das kann zum Beispiel das Erlernen eines Musikinstrumentes oder einer Fremdsprache sein. Aber auch kleine Aufgaben trainieren das Gehirn. "Lösen Sie öfter mal Kreuzworträtsel oder gehen Sie hin und wieder eine andere Strecke zum Einkaufen", empfiehlt Dr. Hartwig den Senioren.

Ginkgo-Extrakte gegen Verkalkung

Arterienverkalkung und die damit verbundene geringere Energieversorgung sowie Sauerstoffzufuhr des Gehirns sind allerdings häufig mitverantwortlich für die langsamer ablaufenden Denkprozesse. Eine Unterstützung der Energieversorgung, zum Beispiel mittels Ginkgo-Extrakten (aus Drogerie oder Apotheke) hält die Diplom-Psychologin daher für sinnvoll, denn die durchblutungs- und hirnleistungsförderliche Wirkung von Ginkgo-Extrakten ist wissenschaftlich belegt. Der Blättersaft verdünnt das Blut, macht es fließfähiger und führt dadurch zu einer besseren Sauerstoffversorgung im gesamten Körper. Gleichzeitig stabilisiert er die Gefäßwände. Beide Wirkungen zusammen können Arteriosklerose und damit der nachlassenden Hirnleistung im Alter vorbeugen. Der Alterungsprozess der Blutgefäße setzt ungefähr ab dem vierzigsten Lebensjahr ein, sodass die Einnahme von Ginkgo-Extrakten (wie tetesept Ginseng Ginkgo Dragees) ab diesem Alter sinnvoll ist.

Wie funktioniert das Gehirn?

Das menschliche Gehirn hat sich im Laufe der Evolution so herausragend entwickelt, dass sich der Mensch dank seiner Gestalt und Leistungsfähigkeit tatsächlich von allen anderen Lebewesen auf dieser Erde unterscheidet. In seiner Gesamtheit umfasst das Gehirn rund 100 Milliarden Neuronen (Nervenzellen). Jede Nervenzelle kann dabei bis zu 20.000 Dendriten (Äste) entwickeln, das heißt, die Zahl möglicher Neuronenverbindungen ist unvorstellbar groß. Das ermöglicht es dem Menschen, in jeder Sekunde etwa zehn Millionen Informationseinheiten (Bit) über seine Wahrnehmungskanäle aufzunehmen.