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Bildung + Wissen

24.01.2012 17:56 Alter: 121 Tage
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Eingreifen als Bürgerpflicht

Kategorie: Bildung + Wissen, Europa, Initiativen, Ratgeber, Schlagzeilen
Von: Herbstzeit Team

Aktuelle Studie: Deutsche wünschen sich mehr Zivilcourage

technische Überwachungssysteme

Durch technische Überwachungssysteme können potenzielle Gewalttäter abgeschreckt oder identifiziert werden. Genauso wichtig ist den Deutschen aber, dass man durch Zivilcourage bedrohten Mitbürgern im Falle eines Falles zu Hilfe kommt.

Eingreifen als Bürgerpflicht
Aktuelle Studie: Deutsche wünschen sich mehr Zivilcourage


(djd/pt). Jugendliche Gewalttäter und Übergriffe an Bahnhöfen oder anderen Orten - dieses Thema hat die Bundesbürger 2011 oft beschäftigt. Dabei ging es auch um die Frage, wie verbreitet Zivilcourage noch ist. Der aktuelle "Rechtsreport", eine Studie der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG mit dem Institut für Demoskopie Allensbach, ergibt ein klares Bild: Nicht wegsehen ist die Devise, wenn Gewalt in den Alltag einbricht, sondern ein gemeinsames und beherztes Einschreiten.

Das Bewusstsein, bei gewaltsamen Übergriffen Zivilcourage zu zeigen, sollte demnach in der Öffentlichkeit gestärkt werden. 69 Prozent der Bürger sind der Ansicht, dass man dadurch solche Übergriffe sogar verhindern kann. Sofern man Zeuge eines Übergriffs wird, halten es 56 Prozent für eine Bürgerpflicht einzugreifen - etwa indem man sich mit anderen zusammentut, um Schlimmeres zu verhindern. Nach dem eigenen Verhalten gefragt, sagen 38 Prozent, dass sie "eher eingreifen" würden. 42 Prozent würden es von der konkreten Situation abhängig machen.

"Während die Nachrichten oft ein Bild der Verrohung unserer Gesellschaft zeichnen, belegt der Rechtsreport, dass Zivilcourage im Trend liegt", betont Gerhard Horrion, Vorstandsvorsitzender der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG. Dies spreche für einen neuen Gemeinsinn in der Gesellschaft, auf den man aufbauen kann und der gefördert werden soll.