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Aktuelles aus Thüringen
Freistaat als Dienstleister
Kategorie: ThüringenMinisterpräsident und Finanzministerin geben Startschuß für Serviceportal Thüringen
Der Freistaat hat am Dienstag das Serviceportal Thüringen im Internet freigeschaltet. Ministerpräsident Dieter Althaus und Finanzministerin Birgit Diezel gaben in der wöchentlichen Regierungspressekonferenz gemeinsam den Startschuß für das E-Government-Projekt. Bürger und Unternehmen können ab sofort alle wichtigen Informationen zu Behördenanliegen in ihrer Gemeinde im Internet abrufen und die nötigen Formulare herunterladen. Ebenso können Gesetze und Verordnungen eingesehen werden. In 14 Tagen wird zudem der Geodatendienst „Geoproxy“ freigegeben.
Laut Ministerpräsident Althaus positioniert sich der Freistaat als Dienstleister. Das Serviceportal sei ein wichtiger Schritt hin zu einer bürgerfreundlichen Verwaltung. Die Arbeitsabläufe in den Behörden würden beschleunigt und ihre Leistungsfähigkeit erhöht, sagte der Regierungschef bei der Vorstellung des neuen Angebotes. „Das ist ein guter Tag für Thüringen, für seine Bürger, Unternehmen und für die Verwaltung“, betonte Althaus. Das Angebot solle fortwährend weiterentwickelt werden, um den Nutzern weitere Möglichkeiten zu eröffnen und die Kommunikation mit den Behörden zu erleichtern.
Laut Finanzministerin Diezel ist die Plattform das zentrale E-Government-Projekt der Landesregierung. Mit den Bausteinen der Serviceplattform werde Thüringen neue, moderne Wege im Umgang mit Bürgern, Unternehmern und Investoren gehen. Der gezielte Einsatz von Computertechnik werde die Geschäftsabläufe in der Verwaltung verändern, erklärte Diezel weiter.
Die Ministerin stellte zwei Anwendungen vor. Den Zuständigkeitsfinder und das Landesrecht Thüringen. Der „Geoproxy“ werde in Kürze folgen. Der Zuständigkeitsfinder sei ein Online-Ratgeber. Er solle dem Bürger in einer bestimmten Lebenssituation Hilfe und Leitfaden sein. „Er ist bei der Suche nach der zuständigen Behörde und den Ansprechpartnern behilflich“, erläuterte die Finanzministerin. „Er findet weitergehende Erläuterungen für die Lösung eines Anliegens. Er zeigt die weiteren Schritte zur Erledigung von Behördengängen auf.“ Mit der zentralen Datenbanklösung stehe dem Bürger erstmals ein elektronischer Informationsdienst für den gesamten Freistaat zur Verfügung, so Diezel .
Das Projekt sei als Landes- und Kommunalprojekt angelegt. Denn ein Großteil der Behörden, die Ansprechpartner für Bürger- und Unternehmeranliegen seien, befinde sich im kommunalen Bereich. Fast 70 Thüringer Kommunen, Landratsämter und kreisfreie Städte beteiligten sich aktiv an dem Projekt. Im Laufe dieses Jahres würden weitere Kommunen hinzukommen. Die Informationen von mehr als 260 Kommunen seien eingepflegt.
Darüber hinaus wird laut Diezel das Angebot an kostenlosen Formularen auf der Basis eines Formularservers fortwährend ausgebaut. Derzeit seien rund 400 Vordrucke bereitgestellt. Aktuell enthält der Zuständigkeitsfinder 350 Leistungsbeschreibungen für Verwaltungsdienstleistungen. Auch dies werde weiter ausgebaut, sagte die Ministerin.
Mit dem Landesrecht Thüringen stelle der Freistaat dem Nutzer des Serviceportals zudem mehr als 20.000 Dokumente zu geltenden Gesetzen und Verordnungen an einer zentralen Stelle bereit. Dieser kostenlose Dienst des Freistaates solle den Bürger aktiv bei der Klärung rechtlicher Fragen und bei seiner Kommunikation mit den Behörden unterstützen.


