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Bundesweite Initiativen
Über die SOS-Kinderdörfer
Kategorie: Bundesweite InitiativenDie SOS-Kinderdörfer sind ein weltweit tätiges Kinderhilfswerk. Sie sind unabhängig, überkonfessionell und parteipolitisch ungebunden.
Eine bahnbrechende Idee
Im Jahr 1949 verwirklichte Hermann Gemeiner mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfs im österreichischen Imst seine ebenso einfache wie bahnbrechende Idee: Jedes Kind braucht eine Mutter und wächst am natürlichsten mit Geschwistern in einem eigenen Haus innerhalb einer Dorf-Gemeinschaft auf.
Ziel jedes SOS-Kinderdorfs ist es, die Kinder auf ein Leben in Selbständigkeit vorzubereiten und sie so lange zu begleiten, bis sie auf eigenen Beinen stehen können. Abgestimmt auf seine individuellen Bedürfnisse erhält jedes Kind eine Schul- und Berufsausbildung. Damit ermöglichen die SOS-Kinderdörfer die Mädchen und Jungen, später als Erwachsene ein selbstbestimmtes, finanziell unabhängiges und sozial integriertes Leben zu führen.
Dieser familienpädagogische Ansatz machte die SOS-Kinderdörfer zu Pionieren der Kinderbetreuung und fand in den folgenden Jahrzehnten überall auf der Welt Anerkennung.
Familien in Not helfen heißt: helfen, bevor Kinder auf der Straße landen
Wenn ein Kind ins SOS-Kinderdorf kommt, dann ist zuvor seine Familie zerbrochen. Eine Tragödie, die oft zu verhindern gewesen wäre. Denn Armut und Krankheiten wie Aids zersetzen Familien langsam.
Die SOS-Kinderdörfer leisten daher Nachbarschaftshilfe für bedürftige Familien. Die Programme zur Familienstärkung helfen derzeit über 250.000 Kindern und Eltern auf der ganzen Welt.
Unterstützung beim Schulgeld, eine Nähmaschine, Hühner für eine Geflügelzucht - oft braucht es gar nicht viel, damit eine Familie den Teufelskreis der Armut durchbrechen kann. Die Familienstärkung der SOS-Kinderdörfer hilft Familien in Not durch Soforthilfe und leistet Hilfe zur Selbsthilfe.
In den kommenden Jahren werden die SOS-Kinderdörfer diese Hilfe für Familien in Not weiter ausbauen.
473 SOS-Kinderdörfer in 132 Ländern
Heute sind die SOS-Kinderdörfer auf allen fünf Kontinenten für Kinder in Not aktiv: In 132 Ländern gibt es 473 SOS-Kinderdörfer (weitere 27 Dörfer sind in Bau) und über 1.450 soziale Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendwohneinrichtungen, Ausbildungszentren, Sozialstationen und Krankenhäuser.
In Krisensituationen wie Bürgerkriegen, Hunger- und Naturkatastrophen wird SOS außerdem mit Soforthilfeprojekten tätig. SOS-Nothilfeprogramme in Darfur/Sudan, Liberia, Somalia, Ruanda oder in den von der Tsunami-Katastrophe betroffenen Ländern sind Beispiele dafür. Oft entstehen aus diesen kurzfristigen Hilfsmaßnahmen SOS-Kinderdörfer für die Kinder, die nach solchen Katastrophen niemanden mehr haben.
- Links:
- www.sos-kinderdoerfer.de


