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Bundesweite Initiativen

01.07.2008 09:26 Alter: 4 Jahre
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Aktion Demenz e.V.

Kategorie: Bundesweite Initiativen

Demenz geht uns alle an – meint die bundesweite Initiative und fordert zivilgesellschaftliches Engagement für ein besseres Leben mit Demenz.

Aktion Demenz e.V.

Aktion Demenz e.V. – Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz

Der von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Verein "Aktion Demenz - Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz e.V." will die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz in Deutschland vor allem durch zivilgesellschaftlichen Dialog verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufhebung der Stigmatisierung des Themas „Demenz“.

 

In Deutschland gibt es ein deutliches Engagement der Selbsthilfegruppen einerseits und es gibt die Arbeit der professionellen Versorgung andererseits. Aus diesem Umfeld wurde die  "Aktion Demenz" im Jahr 2006 gegründet. Als bürgerschaftlicher Zusammenschluss engagierter Demenzakteure will diese Initiati-ve vor allem Menschen sensibilisieren und zum Mitmachen bewegen, die bislang mit dem Thema nicht oder nur am Rande befasst sind.

 

Demenz geht uns alle an, denn schließlich 


• kann jeder von uns selbst einmal an Demenz erkranken;
• können Menschen in unserem direkten familiären und sozialen Umfeld von Demenz betroffen werden;
• sind Menschen mit Demenz nicht nur pflege- und hilfebedürftige Kranke, sondern Bürgerinnen und Bürger dieses Staates und unserer Kommunen  – so wie wir auch!
• konfrontiert uns die Krankheit mit wichtigen Fragen zu unserem Umgang mit dem Alter, über die Endlichkeit des menschlichen Daseins und in Bezug auf unsere Haltung gegenüber Gesellschaftsgruppen, die in besonderer Weise auf unsere Fürsorge angewiesen sind.
Ganz gleich, ob Menschen mit Demenz alleine oder bei ihren Angehörigen, mit Freunden oder in einem Heim leben: Sie sollten als Mitbürgerinnen und Mitbürger von uns nicht "vergessen" werden - auch wenn sie vergesslich geworden sind!

 

Der demographische Wandel hat die Altersstruktur der Bevölkerung verändert und stellt damit unsere Gesellschaft auf Dauer vor große Herausforderungen.
„In den nächsten Jahrzehnten ist aufgrund der Zunahme älterer, vor allem hochbetagter Menschen mit einem beträchtlichen Anstieg der Zahl Demenzkranker zu rechnen, wobei ein hoher Anteil dauern-der Aufsicht oder Pflege bedarf.“ (Gesundheitsberichtserstattung des Bundes, Heft 28).

 

Städte, Gemeinden und Kommunen haben vielerorts noch nicht verstanden, dass ein bedeutendes sozia-les Problem auf sie zukommt, das neue humanitäre Herausforderungen auf den Tisch bringt – abgesehen von den immensen Kosten, die entstehen wen nicht reagiert wird.

 

Kommunen, die sich der Herausforderung „Demenz“ stellen, arbeiten an einer lebenswerteren Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger!

 

Wir wissen: Nicht allein medizinische Aspekte, sondern auch die Stabilität bzw. die Instabilität sozialer Netze sowie die Einbeziehung oder die Ausgrenzung von Menschen mit Demenz haben Einfluss auf den Verlauf dementieller Prozesse und auf die Lebensqualität, die Betroffene und Angehörige erfahren können.

 


Wir müssen gegen den Isolierungs- und Ausgrenzungsprozess dieser Menschen und Mitglieder unserer Gesellschaft vorgehen und Sensibilisierungsmaßnahmen ergreifen.

 

Die Frage muss also lauten: Was können wir alle und jeder Einzelne tun, um die Situation von Betroffe-nen und Angehörigen zu verbessern? Wie gelingt es uns, eine andere Kultur des Miteinanders von Men-schen mit und ohne Demenz zu entwickeln?

 

„Aktion Demenz“ versteht sich in erster Linie als Katalysator für einen Wandel, der ein besseres Leben mit und trotz Demenz ermöglichen soll.

 

„Lasst uns die Gesellschaft demenzfreundlich machen. Warum? Weil Menschen mit Demenz sich immer noch von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen und weil sie und diejenigen, die sich um sie kümmern, isoliert werden“.
Mary Marshall