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Vorsorge + Trauer

29.05.2008 07:49 Alter: 4 Jahre
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Die Bepflanzung der Grabfläche

Kategorie: LKR Bamberg, LKR Bayreuth, LKR Coburg, LKR Forchheim, LKR Hof, LKR Kronach, LKR Kulmbach, LKR Lichtenfels, LKR Wunsiedel, Vorsorge + Trauer

Die Staude, eine Alternative zur Sommerblume als Grabbepflanzung Vereinfachung der Grabpflege durch pflegeleichte Bepflanzung

Grün beruhigt das Auge.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, doch in einem Punkt sollten sich alle einig sein:
Grüne Grabstätten sind schön, schlicht und tröstlich.

 
Auch die Grabmale aus Holz im Gräberfeld sind wohltuend für das Auge.

 

Der Schmuck der Gräber mit einer wechselnden Bepflanzung aus einjährigen Frühjahrs-, Sommer-, und Herbstblumen - ist Tradition. Doch solltest du wissen: eine ständige Wechselbepflanzung ist in der Pflege recht Zeitaufwendig.

 

 

Es ist in sinnvoll die Fläche eines Grabes mit möglichst wenigen Pflanzenarten (besser nur mit einer Pflanzenart) bodendeckend einzugrünen. Dieser Pflanzenteppich (Grundbepflanzung) hält im Sommer den Boden frisch und verhindert das Abspülen des Grabhügels bei Regen.

Wenn Sie einen immergrünen Bodendecker verwenden, ersetzt dieser im Winter das aufwendige Abdecken mit Reisig.

In das bodendeckende Grün hinein können Sie Schneeglöckchen; Szilla, Schneestolz; Krokus oder andere frühblühende Blumenzwiebeln setzen, welche dort bestens gedeihen.

Mit der Verwendung einer robusten Pflanzenart für die Eingrünung des Grabes, können Sie sich die Grabpflege sehr erleichtern, das gießen im Sommer fast ganz ersparen und es gibt sogar Bodendecker, die das Herbstlaub "schlucken".

Es ist gut das Grab eines lieben Angehörigen still besuchen zu können ... und dabei nicht immer nur an Gießen und Unkraut hacken denken zu müssen.

 

Grundbepflanzung mit Bodendeckern

Bodendecker gibt es in den verschiedensten Arten für sonnige und schattige Plätze.
Bild: Das bodendeckende Gedenkemein eignet sich als Grundbepflanzung für halbschattige und schattige Standorte. Außerdem blüht es im Frühjahr mit herrlich blauer Farbe

Omphalodes verna, Blüte im April
   


Ziergräser

In den letzten 20 Jahren haben auch Gräser einen festen Platz in der Grabbgestaltung eingenommen.

Gräser wirken der Düsternis entgegen und brechen hier im Bild die harten Kanten der Steineinfassung.

Im Bild: Blauschwingel, Festuca cinera
   

Polsterstauden

Blühende Polsterstauden sind im Steingarten sehr beliebt - auf Gräbern können sie auch verwendet werden.

Auch die meisten Polsterstauden sind immergrün und damit auch im Winter interessant anzusehen.

Der Moos-Steinbrech mag keine volle Sonne - absonnige Gartenplätze sind die besten Standorte für ihn.


Die Rahmenpflanzung


Von Friedhofsgärtnern wird oft die Empfehlung ausgesprochen das Denkmal der Grabstätte mit raumbildenden Gehölzen (z.B. Koniferen) einzurahmen.
Das Grabmal ist ein im Raum freistehender Körper, welcher kein zweidimensionales Bild ist und deshalb keiner Rahmung bedarf.

Buchsbaum Rahmenpflanzungen sind Teil der allgemeinen Friedhofsanlage und umgrenzen einzelne Grabfelder - nicht einzelne Gräber.
   

Hecken für Gräber

Wo traditionell Buchsbaumhecken verwendet werden sind Grabeinfassungen aus Buchsbaum ok.

Durch Pilzkrankheiten sind auf einigen Friedhöfen die Bestände des Buchsbaum stark angegriffen - Alternativen findest du hier: Kleine Hecken

Grabstätten sind immer Teil eines Gräberfeldes. Die Gestaltung sollte sich deshalb nie auf die einzelne Grabstätte allein beziehen, sondern auch auf deren Umfeld. Auf abgrenzende individuelle Heckenpflanzungen verzichtet man deshalb besser.