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Jürgen Gahn
Kategorie: Buckenreuther LiteratenNo, ich kumm verrn „Schoofhuuf“ (richtich haaßt’s „Ackermannshof“), des senn a poar Onwesn zwischn G’frees und Bad Berneck,
dart hammer uns a alts Haisla widder zammgericht und dart semmer aa werklich derhaam! Schreim tu ich alles, wos mer neina Kupf schießt, ieber unner Haamert, die Leit, die do leem, obber aa ieber die Gsellschaft, ieber die mer manchmoll bluußner nuch ner Kupf schittln ko. Gärn schreib ich aa vo Weihnochtsengela und fast alles in meiner Mundoart.
Wetter
Leit, ieberleecht eich amoll, wie schwierich des frieher wor, bissta gewisst hosst, wie draußn des Wetter is. Do mussta fei umständlich ausm Fenster schaua!
Wie leicht hosst des do heint, du brauchst dir bluußner a Webcäm, su a neimodischa Wetterkamera, aufs Doch zer to, wennst nochert dein Bildschirm eischaltst, konnst sofort säng, wie draußn des Wetter is!
Irischer Wettersegen 2007
..., dass die Sonne dein Gesicht bescheine und Regen sanft auf deine Felder falle, su haaßt’s in die altn irischen Segenssprich, doch ich wass neet, ob mer des heint nuch an winschn ko, dass die Sonne dein Gesicht bescheine, eher scho, dass die Solarzelln im Sunnastudio neet zu vill Schoodn machn. Aa mit die Felder hamm’s nimmer su vill, a weng a Gärtla halt und do winsch mer heint, dass Regen fällt, wenn der Nochber mittogs mitm Rosnmeha ofängt, vielleicht nuch, dass dei Oma immer an worma Reeng fier dich bereithellt.
Ja, und fier unterweegs winschn mer heint, dass’t fier jeeds Wetter die richtich Autdoorbekleidung hosst, dass sich der Schnee neet aff na Bildschirm vo deim Navi leggt, und dass dir immer richticha Wetter-Text fier deina Onsichtspostkartn eifalln.
Wichtig is aa, dass deina Wind immer die richtich Richtung hamm, und dass dich die Stürme des Lebens neet allzusehr beitln.
Zum Schluss winsch ich dir nuch, dass berrn Altweibersummer im Herbst aa die Gunga begreifm, dass die dritta Helft im Leem neet bluuß Winter is, sondern dass dart aa nuch Frühlingsgefühle gibbt.
und nuch amoll Wetter
Der Hunnertjähricha Kolenner, der Mondkolenner, an Haufm Bauernregln und zergoar der Wetterbericht welln wissen, wie’s Wetter wärrd.
Wenn’s obber werklich draaf okimmt, ob’s morng rengt odder neet, brauch ich allawall bluuß aff mei rechts Knie zer horng!
„Märla“
Mit 6 Johrna hammer die Märla geglabbt,
mit 16 hammer ieber die Märla gelacht,
bis 56 hammer kaana Märla gebraucht,
mit 66 hoff’mer aff des Märla der ewign Jugend,
mit 76 merk mer, dass des fei bluuß a Märla is.
Und mit 86 wolln mer widder o Märla glaam!
nuch amoll „Märla“
Es war einmal – su hamm sa ogfangt, die Märla, seit mer denkn ko
und nochert wor a Königsohn derbei, a Prinzessin, a guter Bu odder a guts Maarla, meist’ns obber aa a beeser Finger
und ner annern Tooch hosst dich draaf gfreit, dass a neis Märla vorgelesn wärrd.
Es war einmal, vor langer Zeit, in einer weit entfernten Galaxis – su fanga sa heint o die Märla, und haaßn tonn sa „seinez fiktschn“,
und nochert senn Weltraumheldn derbei, graislicha Schießroboter, fliecherta Untertassn und immer su beesa Älliens, die die Eärn und uns alla hierichtn welln.
Und ner annern Tooch renna die klann Gunga mit Läiserkanona rimm und freia sich, dass sa ananner derschießn kenna.
Tja, die Märla missn heintzertoogs halt aa mit der Zeit geh!


