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Infos / Geographie

Im 8. Jahrhundert wurden in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet. Im Jahr 805 wurde die Stadt im Diedenhofener Kapitular von Karl dem Großen erstmalig urkundlich erwähnt.
In den folgenden Jahrhunderten fanden in Forchheim zahlreiche Reichstage und Fürstenversammlungen statt. Am 10. November 911 wurde Konrad I. in Forchheim zum ersten „deutschen“ König gewählt und gekrönt.
Am 1. November 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. das Königsgut Forchheim dem Bistum Bamberg. Bereits 1039 jedoch stellte Kaiser Heinrich III. die Stadt wieder unter Reichsverwaltung, bevor Forchheim am 13. Juli 1063 endgültig bis zur Säkularisierung 1802/1803 mit dem Bistum Bamberg verbunden wurde. In der Zeit Heinrichs IV. wurde am 15. März 1077 Herzog Rudolf von Rheinfelden in Forchheim als Gegenkönig gewählt (vgl. Canossagang). In der Zeit zwischen 1200 und 1220 wurde Forchheim zur Stadt erhoben und erhielt sein jetziges Wappen.
Aufgrund seiner Festungseigenschaft überstand Forchheim auch den Dreißigjährigen Krieg, ohne ein einziges Mal eingenommen worden zu sein. Der Bamberger Fürstbischof floh vor den Schweden mehrere Male samt Domschatz in das sichere Forchheim, welches von 1632–1634 mehrmals von den Schweden belagert wurde.
Am 6. September 1802 wurde die Stadt von bayerischen Truppen besetzt, dem Kurfürstentum Bayern angeschlossen und in der Folge der Sitz eines Landgerichts, aus dem der spätere Landkreis Forchheim entstand. 1889 wurde Forchheim kreisfreie Stadt, 1972 verlor die Stadt im Rahmen der bayerischen Gebietsreform ihre Kreisfreiheit und wurde in den Landkreis Forchheim eingegliedert. * Über viele Jahrhunderte hinweg wurde die Legende gepflegt, dass die Stadt Geburtsort des Pontius Pilatus gewesen sei, wovon auch der lateinische Spruch zeugt, der auf einem Stein der Stadtmauer gestanden haben soll: „Forchhemii natus est Pontius ille Pilatus,/Teutonicae gentis, crucifixor omnipotentis“. Vermutlich entstand die Legende durch die Ähnlichkeit des Flurnamens Pilodes, der volkstümlich umgedeutet wurde. Pilodes seinerseits könnte von altslawisch poti byl otec (Straße der Väter) abgeleitet sein, da Forchheim als Grenzstadt des fränkischen Reiches an einer Handelsstraße lag.
* Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammt der wenig schmeichelhafte Beiname der Forchheimer, Mauerscheißer, die auf diese Weise demonstrierten, dass noch genug zu essen in der Stadt vorhanden und die Belagerung daher sinnlos sei.
* Forchheim war wegen seines Wasserreichtums strategisch wichtig für die Verteidigung des katholischen Bamberger Gebietes. Durch die Stationierung von vielen Soldaten, die mit den Forchheimern auf engstem Raum zusammenleben mussten, verkam Forchheim zu einem Seuchenherd. Forchheim erwuchs der Ruf, dass dessen Besucher von Krankheiten gezeichnet zurückkehren werden, wenn überhaupt. Es hielt sich daher in Franken die Redewendung, dass krank aussehende, blasse Menschen aussähen wie der Forchheimer Tod oder wie der Tod von/aus Forchheim.
Besonderheiten
Forchheim ist eine Große Kreisstadt im Freistaat Bayern und Sitz der Kreisverwaltung des oberfränkischen Landkreises Forchheim. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Nürnberg.Forchheim ist eine alte Königsstadt und wird auch Eingangstor zur Fränkischen Schweiz genannt. Die Stadt ist auch durch das in der Adventszeit zum schönsten Adventskalender der Welt umgestaltete Rathaus bekannt.Forchheim feierte im Jahr 2005 das 1200-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. Dazu gab die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke zu 45 Cent aus. 2004 war die Stadt Schauplatz der bayerischen Landesausstellung Edel und Frei. Franken im Mittelalter. Die Ausstellung hatte rund 200.000 Besucher.Am 7. Januar 2007 fand der erste Bürgerentscheid Forchheims statt. Es ging um die Änderung der Pläne für ein neues Ganzjahresbad. Der Bürgerentscheid ist an dem Nichterreichen des Quorums gescheitert.
Weiterführende Informationen finden Sie unter dem Link:
de.wikipedia.org/wiki/Forchheim
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