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Wieso hat Lammbraten am Ostersonntag Tradition?

Autor Nachricht
Verfasst am: 16. 03. 2008 [09:47]
Gelöschter Benutzer Ich weiß nicht, ob es in ganz Deutschland der Fall ist, dass man an Ostern bevorzugt Lammbraten isst.
Verfasst am: 27. 03. 2008 [18:45]
LifeStyle089

Dabei seit: 06.02.2008
Beiträge: 3

Das Osterlamm

Als Symbol der verletzbaren Wehrlosigkeit steht das Oster-Lamm als Symbol des Oster-Festes stellvertretend für den wehrlosen Jesus, der verletzt, gequält und gepeinigt letztendlich gekreuzigt wird.

Das Osterlamm, ein junges Lamm - oder eine junge Ziege, ist das klassische Opfertier im Alten Testament und versinnbildlicht die Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, seine Scherer und den Schlächter. Waren nicht die Massen teils wie wilde Tiere über die wehrlosen und gepeinigten Verurteilten hergefallen?

So wird auch Jesus Christus selbst als Lamm bezeichnet: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt" (Johannesevangelium 1, 29).

Diesem Glauben folgend, legte man bereits im christlichen Altertum Lammfleisch unter den Altar. Das österliche Lammfleisch wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.

Auch die Juden schlachten zum Gedenken an Gott zum Passahfest ein Lamm. Das Lamm ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Es symbolisiert die Unschuld und die Opferbereitschaft Christi.

In unseren westlichen Oster-Traditionen, Festen und Bräuchen ist das Osterlamm, oder Opferlamm in seiner ursprünglichen Bedeutung den Hintergrund getreten. Im griechisch-orthodoxen Christentum dagegen hat das Osterlamm auch noch große Bedeutung zur Oster-Geschichte und engen Bezug zum Leiden, Sterben und zur Auferstehung Christi.

Auch die traditionellen Osterspreisen haben sich im Lauf der Zeit gewandelt: War früher ausschliesslich Lammbraten auf der österlichen Festtafel zu finden, kamen etwa ab der Mitte des 16. Jahrhunderts auch zunehmend Hasen, Fasane, Kapaune und weitere Braten hinzu.