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Mein Glaube muß groß sein!
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Verfasst am: 09. 01. 2012 [14:40]
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Claudia
Dabei seit: 24.08.2011 Beiträge: 8
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"In diesem Jahr sind Lohnerhöhungen nicht drin. Sie brauchen unseren Beschäftigten keine Hoffnung zu machen." Nach dieser deutlichen Anordnung des Direktors war mir klar, was ich zu tun hatte: Ich sollte alle Bitten um höhere Löhne von vorherein abwimmeln. Auch wenn ich um die schwierige Finanzsituation des Betriebes wußte, überraschte mich diese kategorische Aussage.
Seit vielen Jahren arbeite ich als Personalleiterin in dem Unternehmen. Für mich bedeutet diese Aufgabe unter anderem auch, dass ich oft zwischen den Anliegen der Angestellten und den Weisungen der Geschäftsleitung vermitteln muß.
Einige Tage nach dem Gespräch mit dem Chef kam ein Arbeiter in mein Büro und erzählte mir von seinen finanziellen Schwierigkeiten. Er habe eine große Familie zu versorgen, und sein bisheriger Monatslohn reiche nicht aus. Er bat um eine Lohnerhöhung. Nur zu gut hatte ich noch im Ohr, was mein Chef mir gesagt hatte. Andererseits war mir das Anliegen dieses Arbeiters nicht einfach gleichgültig. Ich erklärte ihm, dass die Aussichten auf mehr Geld schlecht seien, dass ich aber mein Möglichstes versuchen würde. Ich sagte dies, obwohl ich nicht davon überzeugt war, etwas bewirken zu können.
"Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn...", lautete das 'Wort des Lebens' in diesem Monat, das zu leben ich mir zusammen mit meinen Freunden vorgenommen hatte. Dieser Satz half mir, nicht nur auf meine eigenen Kräfte zu vertrauen, sondern mich an Gott zu wenden.
Mit der Gewißheit, dass für Gott nichts unmöglich ist, ging ich zu meinem Chef und trug ihm die Bitte vor. Er ging gar nicht auf die Problematik ein und sagte nur: "Lohnerhöhungen sind nicht drin." Ich versuchte es noch mal und gab zu bedenken, dass man einer Familie in Not doch auch helfen müsse. Er schüttelte nur den Kopf und wiederholte lakonisch seine Aussage. Daraufhin verließ ich sein Büro. "Jetzt kannst nur noch du etwas machen", vertraute ich Gott die Angelegenheit an.
Einige Tage später kam der Arbeiter auf mich zu und bedankte sich bei mir für die Lohnerhöhung. Natürlich war ich ziemlich perplex, denn offenbar hatte der Chef entgegen seiner sonstigen Gewohnheit der Lohnerhöhung zugestimmt, ohne mich als seine Personalleiterin darüber zu informieren. Aber trotzdem freute ich mich für die Familie dieses Arbeiters. "Dafür müssen Sie sich bei jemand anderem bedanken", antwortete ich ihm deshalb. Als er ganz große Augen machte, merkte ich, dass er verstanden hatte... E.C.
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