Sonntag, 08.12.2019

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Konferenzthemen

Erstmals treffen sich hochkarätige Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktiker aus ganz Europa,um die Situation älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte näher zu beleuchten.


Auf der Agenda stehen dabei folgende Themen:


Politische und gesellschaftliche Teilhabe

Schon heute engagieren sich gerade ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in vielfältiger Weise. Diesen ehrenamtlichen Einsatz gilt es zu fördern, um so neue Wege der gesellschaftlichen Teilhabe aufzuzeigen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Migrantenselbstorganisationen.

Wohnqualität für ältere Migranten

Unabhängig von ihrem ethnischen Hintergrund möchten die meisten älteren Menschen so lange wie möglich zu Hause leben. Zwar gibt es ein großes Spektrum an Dienstleistungen und Pflegemöglichkeiten, doch besteht hier häufig seitens älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein großes Informationsdefizit.

Ältere Migranten – eine vielfältige Gemeinschaft

Die Formen der Migration reichen von Flüchtlingen, ehemaligen Gastarbeitern bis hin zu Pendlern und Langzeittouristinnen und -touristen. Die verschiedenen Bevölkerungsbewegungen älterer Menschen erfordern neue Strategien für Herkunfts und Aufnahmestaaten in Europa.

Kultursensible Gesundheitspflege

Bislang haben sich nur wenige Einrichtungen der Gesundheits- und Altenpflege für die Bedürfnisse älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geöffnet. Hier gilt es mit Blick auf die demografische Entwicklung, kultursensible Pflegemöglichkeiten zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt sind.


Integration und Kommunikation –IT für ältere Migranten

Die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien ist heute ein zentraler Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens. Diese Möglichkeiten einer verbesserten Teilhabe gilt es auch älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu eröffnen bzw. für sie auszubauen.

Freizeit und lebenslanges Lernen

Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte können mit ihren Kompetenzen und Ressourcen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Das gilt besonders für die Bereiche Bildung, Freizeit und Kultur. Neue Anreize zur Beteiligung helfen, dieses Potenzial zu nutzen.

 

Ältere Migranten – Forschungsansätze in Europa

Nach wie vor fehlt es an Studien, die sich mit der Lebenssituation älterer Menschen mit Zuwanderungs - geschichte befassen und dabei die Heterogenität dieser Gruppe berücksichtigen. Die Konferenz versteht sich als Auftakt, um weitere Studien anzuregen und ein europäisches Forschungsnetzwerk zu initiieren. Ethnomarketing. Zwar ist „Ethnomarketing“ als Fachbegriff in aller Munde, doch fehlt es noch immer an zielführenden Konzepten. Nach wie vor stellt sich für die Wirtschaft, die Akteure des Gesundheits- und Pflegewesens sowie die Kommunen die Frage, wie sie ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte mit ihren Produkten und Dienstleistungen erreichen können, zumal traditionelle Medien wie Anzeigen oder Flyer hier häufig ins Leere greifen.Ältere Migranten und GeschlechterrollenDie Berücksichtigung geschlechtspezifischer Unterschiede entscheidet bei Projekten, Angeboten und Produkten für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oft über Erfolg und Misserfolg. Das gilt es bei der Entwicklung entsprechender Angebote zu berücksichtigen.