Freitag, 18.10.2019

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Das Interview

mit Frau Eszter Jopp - Zahnklinik-Ungarn.de
über Ungarn, Zahnärzte und Gesundheitsreisen

Frau Eszter Jopp ist gebürtige Ungarin
und leitet die Deutschland-Büros der VitalCenter Zahnkliniken
in Stuttgart und Berlin.

 

Herbstzeit: Frau Jopp, wozu braucht eine ungarische
Zahnklinik-Kette eine Repräsentanz in Deutschland?

E. Jopp:Wir erleben derzeit einen Ansturm von Patienten aus Deutschland. Dem wollen wir gerecht werden und vor Ort bei unseren Kunden präsent sein. In der Schweiz machen wir damit seit nunmehr 12 Jahren gute Erfahrungen. Wir bieten ja einen Komplett-Service vom Angebot über die Terminvereinbarungen bis hin zur Reiseorganisation, selbstverständlich komplett in deutscher Sprache.

Herbstzeit: Welche zahnmedizinischen Leistungen bietet Zahnklinik-Ungarn.de an?

Beraterin im Einsatz

E. Jopp: Das komplette Spektrum: Vom Implantat über Krone, Brücke und Veneer bis zu Prothese und Bleaching. Dazu kommt Vollnarkose für Angstpatienten und die Palette moderner zahnhygienischer Vorsorge. Unser Schwerpunkt ist eindeutig das Setzen von Implantaten. In unseren Kliniken werden täglich Dutzende von Implantaten gesetzt. Wir verfügen hier über einen Erfahrungsvorsprung, der gerade von unseren deutschen und schweizer Patienten sehr geschätzt wird.

Herbstzeit: Wie stellen Sie die Qualitätserwartungen Ihrer deutschen Patienten sicher?

E. Jopp: Wir haben die in der EU vorgeschriebenen 2 Jahre Garantie für Implantate für unsere Kunden auf 5 Jahre verlängert. Die Implantate selbst sind anerkannte Markenprodukte und werden in Wimsheim bei Pforzheim hergestellt. Für den Fall der Fälle haben wir in Deutschland ein Netzwerk von Partnerärzten.

Herbstzeit:
Wie lösen Sie das Problem mit den Krankenkassen?

E. Jopp: Welches Problem meinen Sie? Seit 2004 sind alle gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, EU-weit den gleichen, befundorientierten Festzuschuss zu bezahlen. Konkret heißt dies, dass Sie exakt denselben Zuschuss erhalten, egal ob Sie in Stuttgart, Castrop-Rauxel oder Budapest auf dem Zahnarztstuhl sitzen.

Herbstzeit: Muss die Krankenkasse dies genehmigen?

E. Jopp:
Ja natürlich, genau wie bei einer Behandlung in Deutschland. Der Heil- und Kostenplan wird vorab zur Genehmigung vorgelegt. Nach Abschluss der Behandlung erstattet die Kasse gegen Vorlage der Rechnung. Hierzu stellen wir selbstverständlich alle Dokumente auf Deutsch aus. Auch bei der Abwicklung mit der Krankenkasse hilft unser Deutschland-Büro gerne.

Herbstzeit: Wie stellen Sie denn sicher, dass ihre deutschen Patienten bereits vor Antritt der Reise ein verbindliches Angebot vorliegen haben?


E. Jopp:Auf Basis des Heil- und Kostenplanes eines deutschen Zahnarztes erstellen unsere Zahnärzte in Budapest ein verbindliches Gegenangebot, das im Regelfall 50% unter dem deutschen liegt oder sogar noch günstiger ist – wir haben immer wieder Fälle, in denen der Unterschied sogar bei 70% liegt.

Alternativ hierzu kann die Voruntersuchung natürlich auch direkt in Ungarn stattfinden. Hierzu arrangieren wir spezielle Kennenlernpakete für Städtereisende, Golfer und Wellness-Freunde. Die Zahnbehandlungen finden auf Wunsch auch am Wochenende statt. Wir haben sieben Tage die Woche für unsere Patienten geöffnet.

Herbstzeit: Was sagen die deutschen Zahnärzte zu Ihrem Angebot?

E. Jopp: Das ist durchaus unterschiedlich. Einige ärgern sich, dass ihnen vermeintlich „ein Kunde weggenommen“ wird. Andere schicken ganz bewusst Patienten zu uns, die sich größere Behandlungen wie das Setzen von Implantaten in Deutschland schlichtweg nicht leisten könnten.

Nebenbei bemerkt muss hier niemand ein schlechtes Gewissen haben. Immerhin lässt sich der Zahnarzt in Deutschland für die Erstellung seines Angebotes von der Krankenkasse bezahlen.

Herbstzeit: Frau Jopp, haben Sie eigentlich einen stressigen Job?

E. Jopp: Nun ja, viel zu tun haben wir derzeit wirklich, aber mir macht es einfach Spaß den Leuten zu helfen und die dankbaren Rückmeldungen zufriedener Kunden sind für mich Motivation genug.

Herbstzeit: Frau Jopp, vielen Dank für das Interview.